Bluescreens Ursachen verstehen und lesen

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    Avatar von areiland
    Version
    Windows 10 Pro x64 immer aktuell!
    System
    970M Pro3,FX6350,ATI 7730,16GB DDR3 1600,SSD256 GB,MK7559GSXP,SH224BB

    Bluescreens Ursachen verstehen und lesen

    Bluescreens auslesen und verstehen

    Wenn schwerwiegende Fehler auftreten, dann bringt Windows als letztes Mittel um einen Fehler zu dokumentieren einen Bluescreen (umgangssprachlich oft auch BSOD = BlueScreen Of Death genannt) hervor, auf dem es den aufgetretenen Fehler dokumentiert. Manchmal macht Windows hier sogar Angaben zur möglichen Fehlerursache und gibt Hinweise wie man die Fehlerursache möglicherweise eliminieren kann. In manchen Fällen nennt der Bluescreen auch direkt eine Treiberdatei, die der mögliche Verursacher sein könnte. Entgegen der landläufigen Meinung sind diese Bluescreens keine unkontrollierten Abstürze - sondern sie sind ein Mittel von Windows, um einem Systemabsturz und damit Datenverlusten oder Beschädigungen des Systems zuvor zu kommen. Deshalb nennt man sie richtigerweise auch Stop-Fehler - weil Windows mit dem blauen Text-Bildschirm und dem darauf verzeichneten Fehler seine weitere Ausführung stoppt, in einem Notmodus nur noch den Fehler dokumentiert und einen Speicherdump erstellt. Danach startet Windows je nach Einstellung neu oder wartet darauf, dass der Benutzer den Neustart veranlasst.

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    Ein Bluescreen ist also ein letztes Mittel, das Windows anwendet wenn seine Stabilität massiv gefährdet ist und seine weitere Ausführung aus Selbstschutz und zur Sicherung der Datenkonsistenz gestoppt werden muss. Ausgelöst wird der Bluescreen durch den Systemkern, deshalb auch der Textmodus, Windows hat zu diesem Zeitpunkt schon praktisch alle Aktivitäten eingestellt und ist nur noch bemüht sich geordnet zu beenden. Treten Bluescreens häufiger auf, dann sollte man unbedingt sicherstellen, dass die aufgetretenen Fehler analysiert werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Zu diesem Zweck hat Windows den oben erwähnten Speicherdump erstellt, in dem es alle relevanten Informationen zum aufgetretenen Fehler festhält.

    Windows kennt mehrere Formen von Speicherabbildern, die sich vor allem im Umfang der festgehaltenen Informationen und daher auch in ihrer Grösse teils massiv unterscheiden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werde ich hier nur zwei der möglichen Speicherdumps ansprechen.

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    Das ist zum einen das vollständige Speicherabbild (Memory.dmp), in dem Windows den kompletten Inhalt des zum Fehlerzeitpunkt belegten Arbeitsspeichers sichert und mit dem man bis ins Detail nachvollziehen kann, was genau passiert ist. Dieses Speicherabbild wird immer im Ordner C:\Windows abgelegt und nennt sich Memory.dmp. Der zweite Speicherdump ist das kleine Speicherabbild (256 Kb), das nur einen Auszug (ohne geladene Treiber) des Kernelspeichers beinhaltet und ~256 Kilobyte goss ist. Das kleine Speicherabbild wird immer im Ordner C:\Windows\Minidump abgelegt und enthält als Namen einen Datums und Zeitstempel mit der Endung .dmp. Um Speicherabbilder für Fehleranalysen in Foren einzustellen, ist das kleine Abbild also erst mal die erste Wahl - denn kaum ein Forum erlaubt es, dass man Abbilder in der Grösse von mehreren Gigabyte einstellt.

    Hierbei ist darauf zu achten, dass man die Speicherdumps in einen anderen Ordner kopiert und anschliessend packt (Zip-Format) um sie in ein forenfähiges Dateiformat zu bringen. Am einfachsten markiert man hierzu die gesamten Dateien (drei oder vier Stück), klickt sie rechts an und wählt "Senden an" - "Zip-Komprimierter Ordner". Windows packt die Dateien sofort und bietet den Namen der ersten gewählten Datei als Namen für das Archiv an.

    Windows hat das vollständige Speicherabbild voreingestellt, so dass man diese Einstellung erst ändern muss um das kleine Speicherabbild zu erhalten. Dazu drückt man die Tastenkombination WIN+Pause um die Systemseite zu erhalten, hier klickt man auf der linken Seite auf den Link Erweiterte Systemeinstellungen und im aufgegangenen Dialog dann unten bei "Starten und Wiederherstellen" auf den Button "Einstellungen". Nun erhält man den Dialog in dem man einstellen kann, welches Abbild im Fehlerfall erstellt werden soll. Hier ist das kleine Kernelspeicherabbild (256 Kb) auszuwählen. Im Feld unter dem Listenfeld mit den Speicherabbildern steht immer der Pfad, in dem die Abbilder gespeichert werden sollen.

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    Ausserdem kann man hier auch festlegen ob sich Windows selbst neu starten soll, wenn ein Bluescreen auftritt. Hier sollte man "Automatisch Neustart durchführen" deaktivieren, um selbst entscheiden zu können wann man den Rechner neu startet. Speziell wenn Windows aufgrund des Fehlers nicht mehr in der Lage ist, einen Speicherdump zu erstellen und deshalb praktisch Informationslos neu startet, ist das ein Notnagel um wenigstens ein Bild des Bluescreens schiessen zu können. Das Häkchen bei "Ereignis in das Systemprotokoll eintragen" sollte gesetzt sein, damit Windows Fehlermeldungen möglichst in die Ereignisanzeige schreibt.

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    Die einfachste Möglichkeit, einem solchen Bluescreen auf den Grund zu gehen, stellt das Auslesen der im Header (Dateikopf) des Speicherdumps festgehaltenen Informationen mit: Nirsoft - Bluescreenview dar. Das Programm liest diese Informationen aus und stellt sie in einem übersichtlich gehaltenen Dialog dar. Dabei darf man aber nicht vergessen - von Bluescreenview werden nicht alle Informationen des Speicherdumps dargestellt, sondern lediglich eine Übersicht.

    Das Tool: Tecchannel - Whocrashed erlaubt es ebenfalls, Bluescreens zu analysieren und mögliche Verursacher ausfindig zu machen. Hier gilt aber auch schon oben gesagte: Es wird nicht der gesamte Speicherdump analysiert - sondern es wird der Dateiheader ausgelesen und dessen Informationen dargestellt.

    Ausserdem kann man erst einmal in der Ereignisanzeige von Windows nachsehen, was Windows in seinem Ereignisprotokoll an Fehlermeldungen protokolliert hat. Dieses Protokoll findet sich nach dem Start der Ereignisanzeige (bei Windows 7 einfach über das Suchfeld des Startmenüs zu finden, bei den späteren Windows Versionen WIN+X drücken und aus dem Menü auswählen) unter Windows Protokolle --> System. Hier stellt Windows alle geloggten Fehler, Warnungen und Informationen bereit - geloggte Fehler, die zu Bluescreens führten, werden hier ebenfalls zu finden sein - wenn Windows Informationen dazu festhalten konnte.

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    Eine weitere Möglichkeit, wie man an die Fehlerinformationen der Ereignisanzeige kommt, stellt die Powershell dar, die man zu diesem Zweck mit Adminrechten starten muss. Hier kann man sich mit der Befehlszeile: Get-EventLog System -newest 50 | Where-Object {$_.EntryType -ne "Information"} |fl * | out-file $env:userprofile\Desktop\Fehlerereignisse.txt die letzten 50 Ereignisse auflisten lassen, die nicht dem Ereignistyp "Information" entsprachen. Man erhält also alle Fehler und Warnungen, die zur leichteren Analyse in die Datei "Fehlerereignisse.txt" auf dem Desktop geschrieben werden. In der Technical Preview von Windows 10 funktioniert das aber leider noch nicht, da die nötigen Cmdlets noch nicht mit installiert werden.

    Sollten diese Analysemöglichkeiten nicht ausreichen um dem Problem auf den Grund zu gehen, dann muss man mit dem Windows Debugger aus dem: Windows SDK - bei Microsoft ran um einen Speicherdump im Detail zu analysieren. Allerdings benötigt man dazu etwas mehr Erfahrung, so dass man das vielleicht besser auf das Forum seines Vertrauens verlagert.

    Hier: Bugcheck Referenz - bei Microsoft findet man die Erklärungen von Microsoft zu den Stop-Codes, hier: Jasik.de - Stopfehler findet man eine deutsche Beschreibung der meisten Stop-Codes mit möglichen Behebungsstrategien.

  2. Hi,

    schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Hilfestellungen.
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