Windows 10 soll durch Kompressionsverfahren weniger Speicherplatz belegen

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maniacu22

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In einem sehr umfangreichen Blog-Eintrag berichtet jetzt Microsoft, dass das kommende Windows 10 mit neuen Verfahren ausgestattet sein wird, welche für einen verringerten Speicherplatzbedarf sorgen sollen. Zukünftig soll auch die bei vielen Komplett-PCs versteckte Recovery-Partition in dieser Form nicht mehr existieren





Alle Windows-Versionen müssen sich immer wieder der Problematik stellen, dass ihre Speicherplatzbelegung auf Dauer ineffizient ist, wodurch sich das System mit der Zeit zu einem Konstrukt aufbläht, welches unnötig viel Speicherplatz frisst. Das soll sich durch zwei neu eingeführte Verfahren im kommenden Windows 10 von Grund auf ändern. In einem Blogbeitrag berichtet Microsoft, dass einerseits ein verbessertes Kompressionsverfahren eingesetzt wird, mit welchem weitaus weniger Speicherplatz belegt werden soll, welches in Zeiten von Computern mit schnelleren, aber auch kleineren SSDs wieder ein Thema geworden ist. So soll das Kompressionsverfahren auf einem 32-Bit-Betriebssystem dafür sorgen, dass rund 1,5 Gigabyte Speicherplatz eingespart werden können. Bei einem 64-Bit-Betriebssystem sollen sogar bis zu 2,6 Gigabyte eingespart werden können. Allerdings steht das verstärkte Kompressionsverfahren vor dem Problem, dass erhöhte Hardwareanforderungen an RAM sowie CPU-Leistung nötig sind, wodurch das Kompressionsverfahren nur auf Systemen angewendet wird, wo keine spürbare Performance-Einbußen zu erwarten sind. Wo Microsoft die Grenze zieht, welches System geeignet ist und welches nicht, lies sich aus dem Text nicht entnehmen. Allerdings soll dieses Komprimierungsverfahren auch bei Windows 10 für Smartphones Anwendung finden, wodurch Besitzer eines mittelmäßigen Desktop-PCs aufatmen könnten.





Als zweites Verfahren zur Einsparung von Speicherplatz beschreibt Microsoft eine Veränderung der Recovery-Partition. Während es bisher üblich gewesen ist, auf Komplettrechnern, Notebooks oder auch Tablets ein entsprechendes Recovery-Image des vorinstallierten Betriebssystems auf einer seperaten System-Partition abzulegen, um das System im Bedarfsfall auf Auslieferungszustand zurücksetzen zu können, soll dieses Image zukünftig komplett wegfallen, da es unnötig viel Speicherplatz belegt, welcher anderweitig sinnvoller eingesetzt werden könne. Das neue Verfahren setzt auf die bestehenden Systemdateien, wodurch auch das Nachinstallieren von Windows Updates wegfallen soll. Wie dieses Verfahren genau funktioniert, hat Microsoft allerdings bisher nicht beschrieben. Möglicherweise holt sich Windows 10 im Bedarfsfall die benötigten Dateien direkt vom Microsoft-Server, wodurch aber wieder ein gewisser Online-Zwang festgelegt wird. Durch dieses Verfahren sollen je nach Gerätekonfiguration zwischen 4 und 15 Gigabyte Speicherplatz eingespart werden können. Wer diesem Verfahren nicht recht traut oder wer lieber eine Offline-Sicherung bevorzugt, soll weiterhin, aber händisch, Recovery-Medien erstellen können.

Meinung des Autors: Schön, dass es Microsoft geschafft haben will, dieses riesige Konstrukt an Speicherplatzfressern in den Griff zu bekommen. Vor allem Mobile Devices wie Smartphones, Tablets oder auch Ultrabooks mit begrenztem Speicherplatz dürften von den Neuerungen richtig profitieren können.
 
ungarnjoker

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Es wäre sicher vorteilhaft, wenn bei der Installation nicht sämtliche möglichen Sprachversionen mitinstalliert werden, um anschließend auf der Platte als Dateileichen ihr Dasein zu fristen. Außerdem müßten auch nicht alle möglichen Treiberdateien für irgendwelche Hardware im System abgelegt werden. Wenn man mal diese Daten aufräumen würde, gäbe es sicher noch mehr freien Speicher auf den HDDs/SSDs. Treiber und Sprachen kann man schließlich nachinstallieren, falls benötigt oder gleich bei der Installation abfragen, ob diese mitinstalliert werden sollen.
 
H

Heinz

Hallo ungarnjoker
Wenns mir recht ist,so sind diese Sprachen nicht bereits installiert,sondern es sind nur die Setups um die ausgewählte Sprache zu installieren. Alle Setups zusammen werden wohl nur ganz wenige Megabytes sein
 
areiland

areiland

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Macht zusammen mit den Keyboardlayouts etwa 12 MB aus. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Wenn man hier 12 MB einspart, dann dort ein GB und an anderen Stellen ebenfalls das eine oder andere GB, dann kann schon ordentlich was bei rum kommen. Wenn man die richtigen Ordner dann auch noch komprimiert, könnte da durchaus ein signifikanter Platzgewinn rausspringen. Man darf ja auch nicht vergessen, derzeit wird das System praktisch doppelt vorgehalten. Alle Features die man über "Programme und Features" - "Windows Features aktivieren order deaktivieren" nachinstallieren kann, die liegen schon auf der Festplatte und werden maximal durch Updates aus dem Netz ergänzt. Das könnte man theoretisch auch komplett aufs Netz auslagern.

Das einsparen der Recoverypartitionen und solche Massnahmen können da schon ordentlich was bringen. Auf meinem Tablet mit 32 GB Flashspeicher, um solche geht es nämlich vor allem, würden allein das komprimieren (1,5 GB) und der Wegfall der Recoverypartition (4,88 GB) schon ~20% Platzgewinn erbringen. Zusammen mit den anderen Massnahmen im System könnte so durchaus 25% Platz eingespart werden. Das würde es leichter machen, schnelle aber extrem günstige Tablets mit 16 GB Speicher auf den Markt bringen zu können.
 
ungarnjoker

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Ich habe mir gerade eben mal den Spaß gemacht und bei meiner Win10 Testkiste alle unnötigen Dateien aus dem Windows-Ordner in ein separates Verzeichnis herauskopiert. Wenn ich mir dann die Größe dieses Verzeichnisses ansehe, kommen da 267MB mögliche Einsparung heraus. Dabei habe ich den Windows-Ordner nur ganz grob durchsucht. Bei genauerem Hinsehen kommen sicher noch ein paar MB mehr heraus. Nur mal so als Beispiel: Wer braucht schon chinesisch oder thailändisch. Wer es wirklich braucht, kann es ja nachinstallieren. Schließlich wird bei der Installation ja nachgefragt, welche Sprache installiert werden soll. Den Rest könnte man danach einfach weglassen.
 
H

Heinz

Natürlich ist so eine Komprimierung eine feine Sache für alle kleinen Geräte. Nur auf einem Notebook oder PC mit massenhaft freiem Speicher ist es nicht notwendig.
Und was komprimiert ist,muss ja auch wieder entpackt werden,wenn man es brauchen will und das ist sicher mit einer spürbaren Verlangsamung verbunden.
 
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