Windows 10: so sollen die Consumer-Varianten künftig aufgeteilt sein

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Nachdem Microsoft sein Windows 10 S nicht den erhofften Erfolg verbuchen konnte und somit ab Redstone 4 ersatzlos gestrichen wird, plant man in Redmond nun eine General-Überholung der SKUs (Stock Keeping Units), also der Windows-10-Versionen, die mit Notebooks, Tablets und Desktop-Rechner von OEM-Herstellern angeboten werden. Insgesamt soll es ab dem 2. April diesen Jahres fünf verschiedene Windows-10-Versionen alleine für den Consumer-Bereich geben, deren Preise sich an der Ausstattung des jeweils verwendeten Endgerätes orientieren




Sobald Microsoft um den April diesen Jahres mit der Verteilung des Redstone 4 Updates für Windows 10 beginnen wird, bedeutet das auch, dass es das bislang recht erfolglose Windows 10 S nicht mehr geben wird. An seine Stelle soll allerdings ein neuer S-Mode treten, welchen Microsoft optional für Windows 10 Home, Pro als auch Enterprise anbieten wird. Das bedeutet, dass OEM-Hersteller ab dem 2. April die Möglichkeit erhalten sollen, künftige Windows-10-Versionen schon von Beginn an mit einer Windows 10 Home/Pro S-Variante auszuliefern, welche dann von den Nutzern optional und für ein kleines Entgelt auf die jeweilige Vollversion gewechselt werden kann.

Nutzer, die ein entsprechend mit Windows 10 Home S ausgestattetes Gerät erwerben, können grundsätzlich kostenlos auf das normale Windows 10 Home wechseln. Gleiches gilt auch für Bildungseinrichtungen. Anders als bisher, wo ein Upgrade von Windows 10 S auf die Pro-Variante noch bis März kostenlos zur Verfügung steht, wird ab April für ein Upgrade von Windows 10 Pro S auf das normale Windows 10 Pro ein einmaliges Entgelt in Höhe von 49 US-Dollar liegen.

Den OEM-Herstellern werden ab dem 2. April dann insgesamt fünf SKUs (Stock Keeping Units) von Windows 10-Versionen für Consumer zur Verfügung stehen, die wie folgt unterteilt werden:


  • Entry ($25,-): Intel Atom/Celeron/Pentium ≤ 4GB RAM & ≤ 32GB SSD AND ≤ 14.1” screen size (NB), ≤ 11.6” (2in1, Tablet), ≥ 17” AiO
  • Value ($45,-): Intel Atom/Celeron/Pentium ≤ 4GB RAM & ≤64GB SSD & ≤ 14.1” screen size (EM ≤ 4GB RAM & ≤64GB SSD or ≤ 500GB HDD)
  • Core ($65,45): Cannot be used on devices that meet the Core+ and Advanced SKU Hardware Specifications
  • Core + ($86,66): High end CPU and >4 GB RAM (All Form Factors) ≥8 GB RAM & ≥1080p screen resolution (NB, 2in1, AiO) >8 GB RAM & ≥2TB HDD or SSD storage (Desktop)
  • Advanced ($101,-): Intel Core i9 (any configuration) OR Core i7 ≥ 6 Cores (any RAM) OR AMD Threadripper(any configuration) OR Intel Core i7 >16GB (any Cores) or AMD FX/ Ryzen7 >16GB (any Cores) OR ≥ 4K screen resolution (any processor, includes 4K UHD-3840 resolution


Auch im Enterprise-Bereich werden sich bei entsprechenden Systemen Änderungen feststellen lassen, deren Preisgestaltung mit $30,- bis $244,- wie gewohnt höher ausfällt. Die neue Regelung für die neuen SKUs (Entry bis Core+) soll schon ab dem 2. April greifen, die Advance-Versionen sollen dagegen ab dem 1. Mai folgen.

Wie die Kollegen von Thurott via drwindows noch anmerken, müssen die OEMs ihre Geräte nach neuen Vorgaben vorkonfigurieren. So sollen Microsoft-Produkte wie der Edge-Browser, Office oder auch die UWP-App von LinkedIn standardmäßig vorinstalliert sowie konfiguriert sein. Auf dem Desktop sowie in der Taskleiste darf künftig nur noch eine klassische Win32-App platziert sein und im Startmenü müssen 75 Prozent der angepinnten Kacheln aus dem Microsoft Store stammen.

Interessant dagegen ist allerdings die Aussage, dass es OEM-Herstellern erlaubt ist, dass bei Antiviren-Software auch auf Dritthersteller zurückgegriffen werden darf, insofern die Produkte unter den entsprechenden S-Modes zu betreiben sind.

Meinung des Autors: Alter Schwede (ähh sorry Amerikaner) Microsoft, macht es doch für den "Otto-Normalo-User" noch komplizierter als es bislang schon ist. Ja ich weiß, dass es dem Kunden mehr oder weniger egal sein wird, welche Windows-SKU im Tutti-Kompletti-PC installiert sein wird, doch wie verhält es sich dann bei der Verteilung von Updates, bei fehlerhaften Updates und erst recht bei uns im Forum? Wenn demnächst einer ein Problem mit seinem Windows 10 haben sollte, muss erst gefragt werden, ob er Windows 10 "Entry", "Value", "Core" usw. hat? Wo liegt außer in der SSD-Größe der Unterschied zwischen "Entry" und "Value"? Ich befürchte echt schlimmes? Falls Satya Nadella diesen Mist höchstpersönlich abgesegnet hat, war's das bald für ihn.
 
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