Windows 10: Microsoft hat kaum finanzielle Einbußen

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Als Windows 10 erstmals im Januar diesen Jahres offiziell vorgestellt wurde, war die Begeisterung bezüglich der Aussage, dass es im ersten Jahr als kostenloses Upgrade von Windows 7 oder Windows 8.1 durchgeführt werden kann. Doch kamen auch Bedenken, ob sich Microsoft diese Strategie genau überlegt hat, da viele Millionen Computer bereits ein Upgrade auf Windows 10 bekommen haben. Laut Marktforschern und auch Andeutungen von Microsoft sollen sich die Verluste durch das Upgrade-Geschäft in Grenzen halten, da über das OEM- sowie Business-Geschäft genügend Einnahmen generiert werden





Viele Windows-Begeisterte haben sich schon während der Vorstellungsveranstaltung im Januar diesen Jahres gefragt, ob es seitens Microsoft so schlau ist, das Upgrade von Windows 7 respektive Windows 8.1 innerhalb des ersten Jahres kostenlos zu gestalten. Laut Marktforschern sowie der Aussage von Boris Schneider-Johne, des für den deutschen Microsoft-PR verantwortlichen Mitarbeiter verliere Microsoft lediglich die Umsätze aus dem Einzelhandel, deren Anteil am Gesamtumsatz von 100 Milliarden US-Dollar einen verschwindend kleinen Teil ausmachen.

Die wichtigsten Hauptabnehmer von Windows-10-Lizenzen seien nach wie vor die OEM-Partner sowie die Geschäftskunden, da in beiden Fällen das vorherig angesprochene, kostenlose Upgrade-Angebot nicht inbegriffen ist. Sicherlich ist Windows 10 schon alleine aufgrund der Entwicklungskosten als Verlustgeschäft anzusehen, doch sind die Umsatzeinbußen längst nicht so dramatisch wie angenommen. Außerdem hat Microsoft mit Windows 10 vor, sich aus dem klassischen Teufelskreis zu lösen, bei dem die Kunden mit dem neuen Betriebssystem auf entsprechend neue Softwareangebote warten müssen, während die Entwickler erst mit einer Umstellung der Softwarekompatibilität beginnen, wenn genügend Kunden zur Verfügung stünden.

Hier kann man sehr gut einige Beispiele aus der Welt der Konsolen heranziehen, die zum Beispiel den Fall von Sega hervorgerufen haben. Wird eine Konsole nicht gut verkauft, bleiben diesbezüglich auch die Entwicklungen der Spieleschmieden aus, da die Nutzerbasis keine ausreichenden Gewinne verspricht. Wenn keine Spiele vorhanden sind, werden im Gegenzug noch weniger Konsolen verkauft - ein Teufelskreis, den Microsoft mit der kostenlosen Verteilung von Windows 10 entgegengewirkt hat. Wie heute schon berichtet, haben nach gut 2 Wochen rund 50 Millionen Nutzer auf das neue Windows 10 umgesattelt, Tendenz steigend, da die Schubweise Verteilung noch nicht beendet ist. Dadurch wissen die Softwareschmieden - seien es Spielehersteller oder auch Entwickler von Anwendungssoftware - dass Windows 10 Potential hat, welches es auszunutzen gilt.

Windows 10 hat allerdings auch leicht negative Auswirkungen, da sich die Hardware- und PC-hersteller beschweren, dass die Umsätze durch das neue Betriebssystem nicht ihren Vorstellungen entspräche, da die von Windows vorausgesetzten Hardwareanforderungen so niedrig angesiedelt sind, so dass nicht zwingend neue Hardware oder gar ein neuer PC benötigt wird. Allerdings muss man auch anmerken, dass die Hardwarehersteller schon seit mehreren Jahren mit Umsatzrückgängen zu kämpfen haben, da einerseits der Markt gesättigt ist, und sich andererseits die Prozessoren seit Jahren auf einem Niveau befinden, bei welchem sie in den wenigsten Fällen wirklich ausgelastet werden. Somit wurde der anfangs erwähnte "Teufelskreis" weg von Microsoft und den Softwareherstellern, hin zu den Hardwareherstellern gebracht.


Mit Material von pcworld.com


Meinung des Autors: Als Microsoft das neue Windows 10 als "Windows as a Service" angekündigt hat, konnte man sich denken, dass Microsoft das Betriebssystem an so viele Nutzer wie möglich verteilen möchte - egal um welchen Preis - und sich im Anschluss die Gelder durch APPs und diverse Anwendungen aber auch Hardware zurückholen wird. Ganz clever gemacht von Microsoft. Reicht euch die "Grundausstattung" von Windows 10 oder erwartet ihr noch weitere, vielleicht für euch sinnvolle Features wie zum Beispiel VR-Kompatibilität?
 
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