Windows 10 kann auch trotz kostenpflichtiger Updates weiter punkten

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Auch mit kostenpflichtigen Updates steigert sich die Beliebtheit von Windows 10 weiterhin. Windows XP fällt beim Nutzungsverhalten dagegen immer weiter zurück. Dies mag unter anderem an den immer größer werdenden Sicherheitslücken liegen, die auch für Unternehmen und öffentliche Institutionen gefährlich werden können. Auch diverse Software-Unternehmen schneiden ihre Programme nicht mehr auf das alte Betriebssystem zu. Windows 10 bietet allerdings auch einige, neue Vorteile



Bild: Windows 10 steigt in der Gunst von PC-Nutzern. Bildquelle: omihay - 288103823 / Shutterstock.com
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Einer Untersuchung der Analysten von Netmarketshare zufolge, kann sich Windows 10 beim Nutzungsverhalten selbst nach dem kostenlosen Gratis-Update-Zeitraum weiterhin steigern. Im August 2016 nutzten 22,9 Prozent der Computer, welche mit in die Untersuchung aufgenommen wurden, Windows 10 auch nachdem nur noch kostenpflichtige Updates möglich waren. Im Monat davor nutzten nur 21,3 Prozent das neue Betriebssystem. Daraus lässt sich schließen, dass das Wegfallen der Gratis-Update-Option keine nennenswerten Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten von Windows-Usern und auf das generelle Wachstum des Betriebssystems hat.

Der Marktanteil von Windows 8.1 kann sich weiterhin noch stabil halten und pendelte sich auf einen Wert von 7,92 Prozent ein. Damit konnte sich das System im Vergleich zum Vormonat sogar noch steigern, als der Marktanteil noch bei 7,80 Prozent lag. Allerdings hat vor allem das altgediente Windows XP zu kämpfen, welches immer weiter zurückzufallen scheint und im August zum ersten unter 10 Prozent gefallen ist.


Die vielen Neuerungen und Vorteile von Windows 10

Dies mag vor allem mit den vielen Vorteilen und Neurungen zusammenhängen, die Windows 10 für die User bereithält. Wie ein Experte vom Onlineportal softwarenbilliger.de verlauten ließ, ist einer dieser Vorteile, dass Windows 10 Pro als Download für alle Internetnutzer zur Verfügung steht und keine Start-CD mehr benötigt wird. Außerdem:


  • eine sogenannte inc-technology wird zum Einsatz gebracht, die ihren eigenen Arbeitsbereich hat, damit der Nutzer verschiedenste handschriftliche Notizen auf seinem Desktop an- und ablegen kann
  • mit dem ink-stift kann man sich natürlich nicht nur schriftlich, sondern auch künstlerisch betätigen
  • „Einstellungen“- und Windows-Explorer Icons rücken ein wenig nach links
  • unter den meistverwendeten Programmen befindet sich nun eine alphabetische geordnete Programmliste
  • die Taskleiste kann nach persönlichen Präferenzen verschoben werden
  • bei einem Klick auf das Datum und Uhrzeit-Feld/Icon erscheinen jetzt auch Termine aus dem Terminkalender
  • Software- und Sicherheitsupdates lassen sich nun zeitlich genau festlegen, damit der PC nicht mitten bei der Arbeit plötzlich neu startet
  • sogenannter Darkmode kann eingestellt werden, damit der Hintergrund schwarz und die Schrift weiß ist, um eventuell Energie zu sparen


Tabelle: Mindestvoraussetzungen für Windows 10
Desktop-VersionMobile-Version
Display8- oder 7-Zoll mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln3 bis 9 Zoll
Speicher2 GB (64-Bit) oder 2 GB (32-Bit)• mind. 1 GB bei Displays mit Auflösung von 800 x 480 bis 1280 x 768 Pixel
• mind. 2 GB bei Displays mit 1920 x 1080 Pixel
• mind. 3 GB bei Displays mit 2560 x 1440 Pixel
Grafik-EinheitDirectX-9 fähige GrafikkarteDirectX 9
nn Windows XP auf dem Abstieg

Die Marktentwicklung von Windows XP ist nicht unbedingt verwunderlich, denn das alte Betriebssystem wird schon seit 2014 nicht mehr unterstützt. Mittlerweile sind auch Programme und dessen Unternehmer wie z.B. Dropbox nicht mehr willig, auf die Bedürfnisse des veralteten Systems einzugehen.

Auch wenn viele User Windows XP weiterhin auf ihren PCs verwenden, müssen sich die entsprechenden Firmen mittlerweile immer häufiger die Frage stellen, ob es sich auch in Zukunft für sie lohnt, auf Windows XP zu setzen. Schließlich besteht nun die Möglichkeit, sich auf die Fortschritte und Annehmlichkeiten einer neuen Generation zu konzentrieren. In vielen Fällen sind neuere Anwendungen und Weiterentwicklungen auch einfach nicht mehr mit den alten Betriebssystemen kompatibel. Dropbox hat sich deswegen kürzlich entschieden, das Ende seiner App auf dem XP-System stufenweise einzuleiten: Schon ab dem 26. Juni konnten XP-Nutzer die App nicht mehr auf ihren Desktop herunterladen. Außerdem können auch keine Neuanmeldungen und über XP kein neuer Dropbox-Account erstellt werden. Alle anderen Dropbox-User, die sich bereits zuvor angemeldet haben und weiterhin Windows XP nutzen, mussten sich darauf einstellen, dass sie den Service ab bereits dem 29. August nicht mehr in Anspruch nehmen können.


Update ist mittlerweile auch eine Sicherheitsfrage

Dropbox ist nur einer unter vielen Dominosteinen, die schon umgefallen sind. Andere werden wahrscheinlich auch in Zukunft noch folgen. Auch Windows XP-Nutzer werden zukünftig weiter unter Druck geraten, auf eine neuere Version umzusatteln. Denn mittlerweile handelt es sich um eine Sicherheitsfrage, insbesondere wenn das alte Betriebssystem immer noch in öffentlichen Institutionen und Unternehmen genutzt wird. Bankautomaten sind z.B. kaum von Hackerangriffen geschützt, weil sie weiterhin Windows XP als Betriebssystem nutzen. Es kommt nicht selten vor, dass dadurch exorbitante Sicherheitslücken auftreten, die Diebe und Betrüger geradezu einladen, die Daten von Bankkunden auszuspionieren. In Berlin konnte einer dieser gewieften Diebe an gleich zwei Geldautomaten mit einem USB-Stick Beträge abheben. In Europa sind mittlerweile 15 dieser Fälle bekannt, die auch als „Jackpot-Angriffe“ bezeichnet werden.


Windows - Von den Anfängen bis zur Gegenwartnn

Infografik: Anfänge und Entwicklung des Windows-Betriebssystem über die letzten 35 Jahre.
Infografikquelle: eigene Darstellung
nn
Hacker-Angriffe auf Krankenhäuser mit Windows XP-Betriebssystemen

In den USA gab es dagegen kürzlich bereits Hacker-Angriffe auf drei Krankenhäuser, die weiterhin mit dem Windows XP-Betriebssystem arbeiteten. Die Viren, die dabei verwendet wurden, waren wiederum so alt, dass neue Sicherheitssoftware ironischerweise gar nicht mehr darauf reagieren konnten. Allerdings konnte diese Schadenssoftware nur die Computer angreifen, die immer noch Windows XP nutzten. Dabei konnten unter anderem die Systeme von Röntgenmaschinen infiziert werden, vertrauliche Krankenhaus-Daten eingesehen und mittels der sogenannten Ransom-Ware verschlüsselt werden. Die Erpresser verlangten ein entsprechendes Lösegeld und gaben erst danach die Möglichkeit frei, die Daten wieder zu entschlüsseln. Auch wenn es sicherlich den ein oder anderen guten Grund gibt, an dem alten Betriebssystem festzuhalten, ist eine Umstellung auf eines der neuen Versionen schon aus Sicherheitsgründen durchaus praktikabel, und über kurz oder lang wahrscheinlich unvermeidlich.


Update mit den erwartbaren Stolperfallen, aber auch vielen Pluspunkten

Wie bei so ziemlich bei jedem anderen Software-Update war natürlich auch die neue Windows-Version problembehaftet. So blieb das letzte kumulative Update, welches sich gleich aus einer ganzen Sammlung bzw. Zusammenfassung aus kleineren Updates zusammensetzte, oftmals bei vielen Nutzern bei etwa 50 Prozent stehen. Leider konnte dieser Stolperstein auch nicht durch einen simplen Computer-Neustart behoben werden. Trotz solcher Software-Unwegsamkeiten, sind die Kunden laut Microsoft zufrieden mit dem neuen System. Denn die Vorteile eines solchen Updates liegen jedenfalls auf der Hand: Windows 10 bringt von vornherein mehr Treiber mit, mit denen unterschiedlichste Geräte betrieben werden können.

Darüber hinaus gestaltet sich Treibersuche mittlerweile wesentlich effizienter und simpler. In Puncto Sicherheit kann die sogenannte Anniversary Edition mit einem integrierten Virenscanner überzeugen. Dieser wird von Microsoft selbst als „zusätzliche Verteidigungslinie“ bezeichnet. Wohl auch deswegen, weil die Antiviren-Software sich selbst aktiviert und den Computer beobachtet, selbst wenn die Antiviren Software eines anderen Herstellers auf dem PC installiert ist.


Bildquelle: omihay - 288103823 / Shutterstock.com
 
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chakkman

Der Grund dafür, dass Windows 10 weiter die Marktanteile ausbaut, dürfte der Verkauf von Neugeräten mit Windows 10 vorinstalliert sein.

Was ich bei dem Artikel nicht ganz verstehe: Warum werden hier Privat- und Firmen-Rechner durcheinandergemischt? Solche Statistiken sind in der Regel klar getrennt zwischen Konsumenten- und Firmen-Bereich. Es würde mich wundern, wenn es in diesem Fall anders wäre. Der Firmenbereich sieht in der Regel ganz anders aus, als der Privatbereich. Würde mich nicht wundern, wenn im Firmenbereich noch sehr viele Windows XP-Rechner im Umlauf wären. Windows 7 sowieso.
 
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