Windows 10 & DirectX 12: Multi-GPU-Setup aus GeForce und Radeon bringt erste Testergebnisse

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Die neue, mit Windows 10 eingeführte DirectX-12-Grafik-Schnittstelle ist in der Lage, eine parallele Nutzung von Grafikkarten verschiedener Chip-Hersteller sowie Chip-Generationen zu unterstützen. Die ersten Tests zeigen jetzt, inwieweit sich die Spieleperformance unter Windows 10 verbessert, wenn zum Beispiel eine Radeon Fury X aus dem Hause AMD von einer Nvidia GeForce GTX 980 Ti nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten




Während die bekannten Methoden "SLI" oder "Crossfire" eine Möglichkeit darstellen, Grafikkarten der gleichen Leistungsklasse sowie des gleichen Chipherstellers "Nvidia" respektive "AMD" untereinander zu kombinieren, wird die neue DirectX 12-Schnittstelle unter Windows 10 in der Lage sein, einen Mischbetrieb fast beliebiger Grafikkartenmodelle zu gewährleisten, wodurch zukünftig auch AMD- als auch Nvidia-Modelle untereinander vermischt werden können, um in einem Multi-GPU-Setup das Beste aus beiden Welten zu vereinen.

Die Kollegen von Anandtech haben jetzt die ersten Testläufe des "Explicit Multi-Adapter" (EMA) mit einer speziellen Tech-Demo von Ashes of the Singulatity durchführen können, die aufzeigen, wie stabil die Multi-GPU-Verbände funktionieren, die bislang noch als undenkbar galten. So wurden zum Beispiel eine der neuen Radeon Fury X (AMD) mit einer GeForce GTX 980 Ti (Nvidia) in einem Verbund zusammengefasst.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die Leistung je nach Kombination im Vergleich zu einer einzelnen Grafikkarte um 46 bis zu 75 Prozent gesteigert werden konnte. Auch wenn die Kombination aus einer GeForce GTX Titan X und einer GeForce GTX 980 Ti augenscheinlich die beste Performance liefern sollte, konnte die Kombination aus einer Radeon Fury X sowie einer GeForce GTX 980 Ti deutlich bessere Ergebnisse abliefern.




Vor allem beim Test mit den schon drei Jahre alten Grafikkarten der Klassen GeForce GTX 680 sowie der Radeon HD 7970 zeigte auf, dass es immens wichtig ist, welche der eingesetzten Grafikkarten als sogenannte "Führungs-Grafikkarte" eingesetzt wird. Während die GeForce GTX 680 als Führungsgrafikkarte eingesetzt wurde, blieben die Bildraten durch den Multi-GPU-Betrieb unterhalb der von den jeweiligen Einzelgrafikkarten. Doch mit der Radeon HD 7970 als "Führungsgrafikkarte" konnte ein Leistungssprung von 55 Prozent gegenüber der Eizelleistung festgestellt werden.




Letztendlich konnte der Test aufzeigen, dass ein Mischbetrieb von zwei verschiedenen Grafikchips unter DirectX 12 durchaus sinnvoll sein kann, insofern der EMA-Modus auch wirklich unterstützt wird. Zudem sollte man auch bedenken, dass die Benchmarkergebnisse aufgrund des frühen Zustandes der EMA noch nicht wirklich aussagekräftig sind und sich noch deutlich verbessern können.

Meinung des Autors: Das Beste aus zwei Welten in sich vereint. Wird DirectX 12 auch in der Lage sein, die bisherigen Nachteile von SLI oder CrossFire - die berüchtigten Microruckler - zu beseitigen. Lohnt sich solch ein Multi-GPU-Setup eigentlich? Was denkt ihr?
 
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