Windows 10 auffrischen ohne Neuinstallation der eigenen Programme

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areiland

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Hinweis: Recimg ist in der Auslieferungsversion von Windows 10 nicht mehr enthalten, von daher ist dieses Thema obsolet und sollte nicht mehr beachtet werden!

Die Rechner mit vorinstalliertem Windows 8/8.1 und zukünftig auch Windows 10 enthalten standardmässig immer ein Wiederherstellungsimage - mit dem der Rechner aufgefrischt und so auf den Auslieferungszustand gebracht werden kann. Dies ist eigentlich eine schöne Sache, denn man muss bei Problemen nicht neu installieren um ein frisches Windows zu erhalten. Allerdings gehen dabei die selbst installierten Programme verloren und müssen neu installiert werden. Denn die in diesen Images liegt natürlich ein vom Hersteller vordefinierter Zustand, der nicht verändert werden kann.

Zu finden ist die Auffrischung in der App: Settings (neue Systemsteuerung) unter "Update und Wiederherstellung". In der alten Systemsteuerung ist dafür der Punkt "Wiederherstellung" zu benutzen.

Settings - Auffrischen.jpg

Auf selbst mit Windows 8/8.1 und 10 versehenen Rechnern gibt es diese Möglichkeit leider nicht, denn Windows legt bei seiner Installation kein solches Wiederherstellungsimage an. Das Anstossen der Auffrischung ohne vorhandenes Wiederherstellungsimage bedeutet deshalb faktisch immer eine Neuinstallation, da Windows in diesem Fall einen Datenträger mit den Installationsdateien anfordert.

Man kann aber mit den Windows Bordmitteln ein eigenes Wiederherstellungsimage erstellen, das einem das Auffrischen mit Beibehaltung der selbst installierten Programme ermöglicht. Dazu gibt es das Kommandozeilenprogramm Recimg.exe, mit dem man ein solches Image erstellt und es auch im System registriert, so dass Windows beim Auffrischen darauf zurückgreift. Dazu öffnet man eine Eingabeaufforderung mit Adminrechten (WIN+X - dann den entsprechenden Menüpunkt auswählen) und führt den Befehl: Recimg /createimage "<Laufwerk\Verzeichnis>" aus. Es muss nur ein Pfad angegeben werden, da das Wiederherstellungsimage immer den Namen CustomRefresh.wim erhält. Das Image wird nach seiner Erstellung automatisch im System registriert, so dass hier kein zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich ist. Der Pfad für die Speicherung des Images muss immer dann in Anführungszeichen eingeschlossen werden, wenn er Leerzeichen enthält.

WinX Menü Eingabeaufforderung Admin.jpg


Recimg.jpg

Das Wiederherstellungsimage kann, mit Ausnahme von Laufwerk C:, auf allen Festplatten liegen, auch auf USB Festplatten. Das macht natürlich Sinn, denn C: wird ja beim Auffrischen überschrieben. Auf vorinstallierten Rechnern mit herstellerspezifischem Wiederherstellungsimage wird dieses nicht angetastet, allerdings wird das selbst erstellte Image zuerst zum Auffrischen herangezogen. Man kann dies aber jederzeit ändern und das selbst erstellte Image deregistrieren um das herstellerspezifische Image zu benutzen. Dies geschieht mit dem Befehl: Recimg /deregister. Das Herstellerimage ist danach ohne zusätzliche Schritte wieder das Defaultimage zur Auffrischung. So kann man den Rechner jederzeit wieder auf Auslieferungszustand bringen, wenn man ihn beispielsweise verkaufen möchte. Es werden allerdings für die Imageerstellung keine Wechseldatenträger akzeptiert. USB Sticks fallen daher in den allermeisten Fällen aus, weil sie in der Regel als Wechseldatenträger erkannt werden.

Auch ist es möglich, mehrere Systemzustände als Wiederherstellungsimage zu speichern. Man muss dann nur den Pfad für das Image variieren oder jedesmal einen anderen Datenträger benutzen. Das Switchen zwischen den verschiedenen Images geschieht dann mit dem Befehl: Recimg /SetCurrent "<Laufwerk\Verzeichnis>". Mit dem Befehl: Recimg /ShowCurrent lässt man sich den Pfad des aktuellen Wiederherstellungsimages anzeigen. Leider kann das Wiederherstellungsimage nur genutzt werden, wenn auf der Systemfestplatte ein intakter Bootmanager liegt. Ist der Bootmanager funktionsunfähig, dann kann man das Image nicht benutzen. Es sollte aber im Falle eines Falles kein Problem darstellen den Bootmanager zu reparieren oder z.B. erst auf das Herstellerimage zu gehen - um anschliessend das eigene Image zu registrieren und über Auffrischen wieder die selbst gesicherte Systemkonfiguration zu erhalten.

Das herstellerspezifische Image lässt sich für den Fall der Fälle über die Funktion "Wiederherstellungslaufwerk erstellen" unter "Wiederherstellung" in der Systemsteuerung auf einen anderen Datenträger bringen, dies ist mit dem selbst erstellten Image leider nicht möglich.

Wiederherstellungslaufwerk - Herstellerimage kopieren.jpg

Aber Achtung: Windows wird den für das Wiederherstellungslaufwerk vorgesehenen Datenträger neu aufteilen um ihn Bootfähig zu machen und seine Reparatur-Startumgebung zu integrieren, deshalb dürfen auf dem Datenträger keine wichtigen Dateien liegen, die wären dann nämlich weg. Windows macht auf diesen Umstand deutlich aufmerksam wenn man die Funktion "Wiederherstellungslaufwerk" nutzt, dieser Hinweis wird aber sehr gerne übersehen.

Wiederherstellungslaufwerk - Warnhinweis.jpg

Zu beachten ist, es werden auf diese Weise keine eigenen Dateien gesichert. Diese werden beim Auffrischen vom System wegkopiert und anschliessend wieder in ihre alten Ordner eingefügt. Die eigenen Dateien sind also immer separat zu sichern, denn das funktioniert natürlich nur - solange die eigenen Dateien auch greifbar sind. Fällt die Festplatte aus und man stellt das System auf einer neuen Platte oder nach der Löschung der Partition wieder her, dann gibt es natürlich auch keine eigenen Dateien mehr.
 
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