Wiederherstellungspunkt oder Systemabbild?

Diskutiere Wiederherstellungspunkt oder Systemabbild? im Windows 10 Sicherheit Forum im Bereich Windows 10 Foren; Hallo, was ist der genaue Unterschied zwischen dem Systemabbild und einem Wiederherstellungspunkt abgesehen von den persönlichen Dateien, die...
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alph

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Hallo,

was ist der genaue Unterschied zwischen dem Systemabbild und einem Wiederherstellungspunkt abgesehen von den persönlichen Dateien, die beim Systemabbild mitgesichert werden?

Das wichtigste wäre für mich zu wissen: was passiert eigentlich mit den installierten Programmen bei der Nutzung der jeweiligen Wiedrherstellungsmethode?
Vor allem, ob damit die Testlaufzeit eines Programms neustarten lässt? Keine Angst, ich habe nicht vor die Funktion ständig dafür zu missbrauchen, vlt. in Ausnahmefällen, um z.B. die Möglichkeit zu bekommen das Programm ausgiebiger zu testen. Manchmal reicht die Testzeit einfach nicht aus um genau zu wissen ob man das Programm kaufen sollte.

Danke im Voraus!
LG
 
Wolf.J

Wolf.J

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Um es mal vereinfacht zu erklären, ein Wiederherstellungspunkt speichert bestimmte Zustände.
Du erstellst einen WHP, bevor Du eine neues Programm zum Testen installieren möchtest.
Du willst es nicht behalten und auch keine Reste davon, dann setzt Du auf den WHP zurück.
Das Programm mit allen Resten ist weg. Dateien, die in der Zeit angelegt wurden, aber nicht.
Eine Systemsicherung erstellt idealerweise ein Abbild aller systemrelevanten Partitionen.
Wenn Du das zurück spielst, stellt das genau den Zustand zum Zeitpunkt der Sicherung wieder her. Neue Daten sind damit auch weg.
Ob Du damit eine Testzeit verlängern kannst, hängt von dem Verhalten der Software ab.
Wenn die den Installationszeitpunkt in der Registry speichert, nützt das gar nichts, ausser Du gehst auf eine Sicherung vor der Installation zurück und installierst neu.
 
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cardisch

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Systemabbild ist quasi dein gesamtes Windows, mit allem was aus C:\ (?!) ist.
Wiederherstellungspunkt ist ein Delta aus Zeitpunkt X und Y. Dort werden nur Änderungen am System (Programme, Treiber) vorgehalten. Dies passiert, sofern eingeschaltet, automatisch bei Installationen von der eben genannter Software.
Tipp:
Wür Systemabbilder NICHT die Windows Boardmittel nehmen und Systemwiederherstellungspunkte aktivieren
 
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alph

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@Wolf.J Danke! verstehe ich das richtig, wenn ein Programm die Registry nutzt, hilft nur ein Systemabbild? Oder wird die Registry auch beim Wiederherstellen mittels eines Wiederherstellungspunkts zurückgesetzt?
 
dau0815

dau0815

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Ja, die Registry (und auch gerade diese) ist bei den Wiederherstellungspunkten mitgesichert.
 
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alph

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Die windowsinterne Systemabbildsicherung ist nicht zuverlässig, was im Notfall (Restore) katastrophal wäre. Selbst Microsoft rät mittlerweile davon ab.
Ich persönlich benutze u.a. AOMEI Backupper mit guten Erfahrungen.
 
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alph

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@MSFreak Dankeschön!

Hat schon mal jemand von euch Clonezilla getestet? Soll auch gut sein. Ist Open source.
 
Sabine

Sabine

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Gib einfach mal den Begriff "Backup Software" in die Forumssuche ein. Dann gibt's viele Treffer, natürlich auch den Vorschlag von @MSFreak. Micha ist aber einfach immer am schnellsten mit dem Vorschlag von AOMEI. :up

Clone Zilla hat meiner Erinnerung nach keiner der Forumsuser im Einsatz, jedenfalls keiner der User, die ihre Prioritäten im Forum mitteilen.
 
Teckler

Teckler

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Ich hab Clonezilla im Einsatz und läuft super
Läuft von USB Stick und sichert auf USB Festplatte oder interne Backup HDD
Das schöne daran ist keine Software installiert werden muss
Clonezilla ist auch egal was es sichern muss... Windows oder Linux
Geht Beides
 
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cardisch

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Das Problem an Clonezilla:
Es ist kein Backup-Programm. Für den Standard-User 08/15 sollte es etwas unter Windows mit einem optionalen Rettungsmedium sein.
AOMEI, Acronis, Macrium Reflect... Vorsicht bei NVMe-SSDs, viele Programme finden die SSD im Restore-Fall nicht (Ausnahme: Macrium), bei den anderen muss das Backup-Medium angepasst werden.
 
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alph

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Vielen Dank an alle für eure Tipps!

Ich habe jetzt insgesamt drei Programme getestet und so sehen die Backups bei mir aus:

Windows eigener Systembackup: 32,5 GB
AOMEI Backupper Standart: 19,4 GB
EaseUS Todo Backup Free: 22 GB
Paragon Backup & Recovery 0,5 GB

Ich frage mich nur warum die Sicherungen so unterschiedlich groß ausfallen? Liegt es evtl. an der Komprimierung? Aber warum macht Paragon so kleine Sicherungen? Selbst ist Windows eigener WHP ist etwa doppelt so groß.

Was ich noch gerne fragen würde: braucht man beim Wiederherstellen ein bootfähiges Medium, auch wenn das System nicht beschädigt ist und normal läuft?
 
MSFreak

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Deine 4 Beispiele sind wegen der fehlenden Informationen was gesichert wurden (welche Partitionen) nicht vergleichbar.
Paragon Backup & Recovery 0,5 GB
... da stimmt was mit dem Backup nicht !
Windows eigener Systembackup: 32,5 GB
AOMEI Backupper Standart: 19,4 GB
EaseUS Todo Backup Free: 22 GB
... das kommt u.a. schon wegen der verschiedenen Komprimierungsraten hin. Die windowsintere Systemabbildsicherung hat den größten Speicherbedarf.
Was ich noch gerne fragen würde: braucht man beim Wiederherstellen ein bootfähiges Medium, auch wenn das System nicht beschädigt ist und normal läuft?
... wie willst du ohne ein bootfähiges Wiederherstellungsmedium bei einem defekten System ein Restore durchführen ? 😉

Hier ein Beispiel zweier korrekt durchgeführten Systemsicherungen:

screenshot.1.jpeg

Systemgröße: 98 GB
AOMEI: 58 GB
Paragon: 53 GB
 
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alph

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@MSFreak gesichert wurde immer das gleiche: die Windows Festplatte C. Ich nutze für Windows eine separate Festplatte.

Wegen bootfähigem Medium wollte ich fragen ob man es braucht auch wenn Windows nicht beschädigt ist und normal läuft... Wenn ich es richtig verstanden habe, wird ja dabei alles überschrieben, auch sämtliche Programme.
 
Sabine

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@alph

die BackUp-Größe von Paragon kann nicht stimmen. Bitte überprüfen!

Außerdem sichert Paragon, wenn Du "nur" die C:\-Partition sichern willst, gleich die EFI- und Wiederherstellungspartition mit. Da bei mir Paragon nicht installiert ist und ich nur mit Bootstick arbeite, weiß ich nicht, wie das im installierten Programm gehandhabt wird.

Die bootfähigen Medien erstellst Du direkt durch die installierten Programme. In Paragon BackUp&Recovery heißt das "Rettungsdisk-Konfigurator". Und so lange Du den nicht erstellt hast, "nervt" Paragon bei jedem Programmstart.
 
MSFreak

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Du brauchst auf jeden Fall ein Wiederherstellungsmedium, und zwar erstellt mit dem Programm mit welchen du die Systemabbildsicherung gemacht hast !
Und die Systemabbildsicherung dient zur Wiederherstellung wenn dein Windows defekt ist.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird ja dabei alles überschrieben, auch sämtliche Programme.
... so ist es. Danach hast du ein funktionierenes System in dem Zustand wie es zum Zeitpunkt der Systemsicherung war.
 
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cardisch

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Solltest du aus versehen Daten gelöscht haben, die NICHT Systemrelevant sind, dann kannst du die natürlich aus dem Windows-Programm heraus wiederherstellen.
Aber Rettungsmedium ist Pflicht (inkl Test, ob alles erkannt wird und funktioniert). Sicherheitshalber als universelles ISO-File irgendwohin legen (USB-Stick, externe HDD, DVD, etc.)
 
MSFreak

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dann kannst du die natürlich aus dem Windows-Programm heraus wiederherstellen.
... man kann auch bei einigen anderen Programmen nicht systemrelevante Dateien aus dem Systemimages herausholen.
Bei AOMEI heißt diese Funktion "explorieren" da wird das Systemimage unter dem laufendem Windows als zusätzliches Laufwerk eingebunden.
 
jsigi

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Die Frage des TE war, ob man ein Bootmedium braucht, auch, wenn Windows noch läuft.
Natürlich ist es ratsam für den Fall des Falles, dass garnichts mehr geht, ein Bootmedium zu haben.
Ich nutze AOMEI und Acronis und sichere auf eine externe Festplatte.
Ich habe aber bei beiden schon mehrfach aus Windows heraus ein Backup wiederhergestellt, wenn Windows nicht mehr richtig lief.
Der PC wird dann vom Backupprogramm neu gestartet.
Hat problemlos funktioniert.
Danach ist alles auf dem Stand des letzten Backups, Programme oder auch die Lesezeichen im Browser.
Das klappt ohne Probleme.
 
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