Verbraucherzentrale ersteilt Microsoft aufgrund Windows-10-Zwangsdownload eine Abmahnung

Diskutiere Verbraucherzentrale ersteilt Microsoft aufgrund Windows-10-Zwangsdownload eine Abmahnung im IT-News Forum im Bereich Community; Microsoft hat jetzt durch die baden-württembergische Verbraucherzentrale eine Abmahnung erhalten, da es Installationsdateien für das Upgrade auf...
maniacu22

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Microsoft hat jetzt durch die baden-württembergische Verbraucherzentrale eine Abmahnung erhalten, da es Installationsdateien für das Upgrade auf Windows 10 ungefragt für die Betriebssysteme Windows 7 und Windows 8.1 downloadet. Bezüglich einer Unterlassungserklärung hat sich Microsoft noch nicht geäußert, wodurch sich der Verbraucherschutz weitere Schritte vorbehält, die im schlimmsten Fall auch in einer Gerichtsverhandlung münden können




Bild: t-online



Wie die meisten aktuellen Nutzer von Windows 7 und Windows 8.x wissen, bietet Microsoft die "Reservierung" des Upgrades auf das derzeit kostenlos erhältliche Windows 10 an, was wiederum durch das Update KB3035583 eingeleitet wurde. Die Installationsdateien für das Upgrade auf Windows 10 werden dann automatisch heruntergeladen und im Anschluss im Ordner "$Windows.~BT" abgelegt, der dann mal schnell 3,5 bis weit über 6 Gigabyte Speicherplatz belegen kann.

Ein Problem dieser "Zwangsdownloads" sieht der Verbraucherschutz darin, dass die Download-Ordner bei schnelleren SSD-Festplatten mehr als 10 Prozent der zur Verfügung stehenden Gesamtkapazität ausmachen kann. Auch gäbe es auch Nutzer mit Internetanschlüssen, die monatlich nur ein bestimmtes Datenvolumen aufweisen, womit der Download der Dateien dieses nicht nur aufbrauchen, sondern noch zusätzliche Kosten verursachen könnte.

Gegen die Geschäftspraxis dieser "Zwangsdownloads" geht jetzt die Verbraucherzentrale von Baden-Württemberg vor, indem sie von Microsoft eine strafbewehrte Unterlassungserklärung fordert, die bisher aber noch nicht eingegangen sei. Sollte Microsoft seine automatischen Downloads der Zwangsupdates weiter fortführen, sähe sich die Verbraucherzentrale gezwungen, "das Vorgehen von Microsoft einer gerichtlichen Prüfung zu unterziehen".




Meinung des Autors: Auch wenn ich der Verbraucherzentrale in weiten Teilen Recht geben muss da Microsoft bezüglich seiner Upgrade-Politik schon ganz schön schwere Geschütze aufgefahren hat, finde ich das Vorgehen mit der Drohung eines Gerichtsverfahrens doch etwas krass. Microsoft dürfte sich irgendwo in seinen AGBs (die die wenigsten ausführlich lesen) abgesichert haben, dass man zur Verbesserung der Servicequalität das Recht besitzt, entsprechende Daten automatisch übertragen zu dürfen. Selbst wenn es hier zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte, ist es mehr oder weniger egal, wer diesen Fall gewinnen wird - Fakt ist, dass er unnötig viel Zeit und vor allem auch Geld kosten wird. Mein Vorschlag: Microsoft bestätigt die Unterlassungserklärung und ändert die Download-Routine in einem kommenden Patch insofern ab, dass zwar weiterhin auf ein Upgrade auf Windows 10 hingewiesen wird, der Download der Installationsdateien aber manuell angestoßen werden muss und alle sind glücklich. Wie seht ihr das?
 
R

raptor49

Ich finds lächerlich. Genauso wie damals bei der Browser-Klage.
 
dau0815

dau0815

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So sehe ich das auch. Ich war allerdings auch eigenermaßen überrascht, dass eine "Reservierung" gleichbedeutend mit "Download" ist und darauf nirgends hingewiesen wird.

Meiner Meinung nach würde schon ein Hinweis bei der Reservierung genügen, dass damit auch der Download eingeleitet wird. Will man das dann nicht, kann die "Reservierung" ja auch noch abgebrochen werden. Oder man nennt es nicht "Reservieren", sondern einfach und klar "Downloaden".

Auch ich bin der Meinung, ein Gerichtsverfahren ist Quatsch, da bis zu einem endgültigen Ergebnis die Zeit für das kostenlose Download vermutlich eh abgelaufen sein dürfte und damit eben dieses Urteil dann bereits obsolet sein wird.
 
blende8

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dau0815

dau0815

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Man kann nur an MS appellieren, das GWX-Tool verständlich abzuändern und hoffen, dass dies auch getan wird.

Wie gesagt: Mit gerichtlichem Vorgehen zu drohen versickert durch die Begrenztheit des "Angebotes" ganz sicher im Sand. Oder wegen was soll man MS verklagen, wenn sich das Problem ziemlich bald von selber erledigt. Die Verfahren dürften sich ganz sicher über den 27. Juli 2016 hinausziehen. Und dann gibt es keine Klagegrundlage mehr.
 
areiland

areiland

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Sicher ist es nicht gerade die ganz feine Art, die Installationsdateien per preloading auf den Rechner zu holen.

Aber diese Begründung:
"Für die Verbraucherzentrale stellt dieses Vorgehen eine unzumutbare Belästigung dar, da Nutzer sich nach dem Download aktiv um eine Beseitigung der aufgedrängten Installationsdateien bemühen müssen."
Quelle: Microsoft wegen "Zwangsdownload" abgemahnt - Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
für die Abmahnung ist einfach nur lächerlich. Da hat sich wohl einer der Verbraucherschützer persönlich am preloading gestört.

Wie @dau0815 schon sagt, das Problem erledigt sich in wenigen Monaten ohnehin von selbst, wenn das kostenfreie Upgradeangebot ausläuft. Vielleicht ändert ja MS sein Vorgehen, lässt das preloading wieder fallen und bereinigt die Rechner.
 
dau0815

dau0815

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Vermutlich erledigt sich zu diesem Zeitpunkt auch das "Problem" mit den "pre-geloadeten" Dateien, weil sie da wahrscheinlich auch wieder gelöscht werden. Denn man darf da ja das Update auch gar nicht mehr benutzen.
 
H

Heinz

Ausserdem denke ich,dass in der EULA die Vorgehensweise von Microsoft schon mit dem Kleingedruckten abgesichert ist,so dass jeder Anwalt,der was auf sich hält die Finger davon lassen wird.Was ich mir wünschen könnte,ist,dass Microsoft erst die betreffenden Rechner durchscannt um festzustellen ob Dieser überhaupt qualifiziert ist. dafür gibt es doch dieses Diagnostics.Der druck auf die,die von Windows 10 nichts wissen wollen,ist sicher sehr gross.Aber da gibt es wohl wesendlich mehr Nutzer die das als begrüssenswerte Hilfe betrachten.
 
K

kerberos

Den ganzen Zinnober kann ich nicht nachvollziehen; wer sich kein Windows 10 auf den Rechner holen möchte, der kann sich jederzeit informieren wie er die Einstellung in seinem Windows 7 oder auch Windows 8.1 ändert. Ansonsten sollte man sich informieren, wie man am Besten umsteigen kann.
Ich nutze auch kein Windows 10 mehr (schlummert seit Oktober samt aktivierter Lizenz auf einer Platte in der Schublade ...), sondern bleibe dem 8.1 treu, falls ich denn mal Windows nutzen müsste.
Aber dieses ewiges Gejammere, oder gar nun die Klagen, es ist einfach unsachlich, und auch Verschwendung von Geldern. Denn es wird nichts dabei rum kommen.
 
R

raptor49

Entweder im migriere nächstes Jahr komplett auf Linux oder der PC hier bekommt ne neue konstellation. Nicht mehr 7 / Suse sondern 8.1 / Suse. Und trotzdem schaffe ich es, NICHT die Foren deshalb vollzurotzen, so wie es andere machen.
 
Hans73

Hans73

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Anders werden Sie wohl nicht kapieren das ihre Kunden das so nicht wollen.
Aber vielleicht wird MS ja auch irgendwann klar das sie ihrem eigentlich gut gelungenen Win10 mit diesen Methoden einen schlechten Ruf verpassen.
 
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goetheanum

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hi,

schaffe, schaffe, mahnung schreiben und sich aufmerksamkeit einverleiben:)

ich kanns hören..... von redmond bis hierher...das schallende Gelächter von MS. Dr Schwob soll sich mal lieber um den Bahnhof kümmern:)

ich glaub die suchen grad mit google earth nach dem Schwabenländle:))


Was MS will ist ja längst klar.. das Ende aller Versionen vor Win 10. Das schafft freie Kapazitäten für Win 10. Und weil das dem Terminplan von MS zu langsam von statten geht wird man " Zwangsbeglückt". Ist nicht die feine englische Art. Ich bin einer derer die gleich umgestiegen sind und hab es nicht bereut. Allen anderen sei gesagt das ihr längerfristig umsteigen werdet...Freiwillig... und sei es nur um diese Nerverei loszuwerden:))
 
H

Heinz

Die Ortschaft "Schildbürgen"liegt ja auch im schwäbischen Land,wenn's mir Recht ist und die Beamten der Verbraucherzentrale sin möglicherweise Bürger von dort !
 
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