Skype: europaweite Konnektivitätsprobleme von Microsoft bestätigt - UPDATE

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Microsofts Voice-over-IP-Dienst und Messenger Skype soll aktuell im europäischen Raum mit weitreichenden Konnektivitätsproblemen zu kämpfen haben, die seitens Microsoft derzeit untersucht werden. Obwohl man derzeit an einer Lösung arbeitet, kann man noch nicht mit Gewissheit sagen, wann die Probleme als beseitigt gelten






UPDATE vom 21.06.2017 - 17:16 Uhr

Wie bereits vermutet, aber bislang noch nicht bestätigt, scheint sich nun die Annahme zu bestätigen, dass die seit Montag Abend zu beklagenden Ausfälle bei Skype auf eine DDoS-Attacke zurückzuführen sind. Guido Erroi, welcher für die Vertriebsleitung im deutschsprachigen Raum verantwortlich ist, erklärt dies mit folgenden Worten:

"Es ist inzwischen offensichtlich, dass DDoS-Attacken selbst die größten weltweit agierenden Unternehmen betreffen. Dazu gehört auch die gerade bekannt gewordene und inzwischen bestätigte Attacke auf Skype. Es zeigt sich ein Mal mehr, dass es im Zuge der grassierenden DDoS-Epidemie nicht ausreicht, sich auf traditionelle IT-Sicherheitslösungen oder manuelle Interventionen zu verlassen. Tut man es dennoch, kann das unternehmerisch betrachtet verheerende Folgen haben. Die jüngsten Vorkommnisse haben gezeigt, dass es darauf ankommt, vorausschauend und mithilfe von automatisierten Lösungen auf DDoS-Angriffe zu reagieren.

Die Lehre, die wir aus den jüngsten Ereignissen ziehen: Jedes Unternehmen kann Opfer einer DDoS-Attacke werden. Das hat schlimmstenfalls zur Folge, dass die gesamte Firma „offline“ geht. Das ist eine Realität mit der Unternehmen sich zunehmend auseinandersetzen müssen. Und dabei sind es nicht die gigantischen, schlagzeilenträchtigen Angriffe, die den größten Schaden anrichten. Kurze Angriffe, die nur eine geringe Bandbreite für sich in Anspruch nehmen, bergen ebenfalls ein hohes Gefährdungspotenzial. Diese Art von Angriffen wird oftmals von IT- und IT-Sicherheitsabteilungen schlichtweg übersehen. Es ist aber tatsächlich so, dass die Mehrzahl von DDoS-Angriffen nicht länger als fünf Minuten dauert und weniger als 1 Gbps beansprucht – und es ist genau dieser Typus von Angriffen, der üblicherweise von traditionellen Lösungen zur Bekämpfung von DDoS-Angriffen übersehen wird – ebenso verhält es sich bei den meisten Eigenentwicklungen."

Quelle: Pressemitteilung via E-Mail​


Original-Artikel vom 20.06.2017 - 15:15 Uhr

Zahlreiche Skype-Nutzer klagen seit dem gestrigen Abend über diverse Verbindungsprobleme, die sich unter anderem darin bemerkbar machen, dass einige Nutzer entweder die Verbindung verlieren, keine Nachrichten senden oder empfangen können oder keinen schwarzen Balken sehen, welcher bei einem laufenden Gruppengespräch angezeigt wird. Bei anderen Nutzern wiederum kann es dazu kommen, dass es zu längeren Verzögerungen bei der Aufnahme von Kontakten in der Freundesliste kommt.

Nachdem die Probleme am gestrigen Abend begonnen haben sollen, wurde in der öffentlichen Stellungnahme seitens Microsoft ein Update nachgereicht in dem es heißt, dass man sich dessen bewusst ist, dass immer noch zahlreiche Nutzer von dem Problem betroffen seien und man der Angelegenheit auf den Grund geht. Allerdings vermeidet es Microsoft, weitere Details sowie einen Zeitpunkt zu nennen, an dem mit einer voraussichtlichen Beseitigung der Probleme zu rechnen sei.

Laut den Kollegen von Golem könnten die DNS-Infrastruktur für diese Probleme verantwortlich sein, da es über den Webclient des Dienstes mehrfach zu den http-Fehlern 404 sowie 500 gekommen sei, welche wiederum auf die Domain client-s.gateway.messenger.live.com verweisen. Bei dieser Domain soll es sich zudem um ein Alias der db5-client-s.msnmessenger.msn.com.akadns.net handeln, die zur IP-Adresse 40.77.226.194 gehört. Unter Zuhilfenahme von Whois soll die IP-Adresse zu Microsoft Routing, Peering, and DNS gehören.

Aus diesem Grund kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aktuell zu einen DDoS-Angrif auf Skype kommt oder gekommen ist. Andererseits ist Skype auch ein Kandidat, welcher immer wieder mit vereinzelten Verbindungsproblemen zu kämpfen hat, ohne dass Microsoft eine offizielle Erklärung abgibt. So kann man bei Problemen letztendlich nur abwarten bis diese behoben sind und hoffen, dass Microsoft eventuelle Sicherheitslücken mit kommenden Updates wieder schließen wird.

Meinung des Autors: Ohne die Kollegen von Golem hätte ich selbst nicht mitbekommen, dass Skype derzeit mit Störungen zu kämpfen hat. Aber wenn ich mir meine Buddy-Liste so ansehe, fehlen ungefähr 50% der üblichen Verdächtigen, die ansonsten regelmäßig und jeden Tag online sind. Na dann drücke ich den Technikern mal die Daumen, dass sie den Fehler schnell finden und eindämmen können.
 
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