Hohe Schreibrate auf SDD

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Kisdorf

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Hallo zusammen,

ich nutze drei Laufwerke:

C: --> SSD (SATA) als Systemlaufwerk, im wesentlichen mit Windows 10 und seinen temporären Dateien
F: --> HDD als Datengrab ohne installierte Programme
N: --> SDD (NVMe) für Programme

Auf N: bemerke ich regelmäßig "Schreibvorgänge" mit SEHR vielen Daten.
Laut CrystalDiskInfo in 3.099 Betriebstunden: 137.218 GB, Gesamtzustand "GUT" mit 88 %.
Von Samstag, den 25.07. bis heute, Montag, den 27.07.: 4.126 GB (!).

C: als Systemlaufwerk hat in 3747 Betriebsstunden nur Schreibzugriffe in Höhe von 42.723 GB.

Da N: nur ausführbare Programme enthält und meiner Kenntnis nach keine temporären Dateien außer jenen, die von Programmen automatisch eingerichtet werden, kann ich den Verursacher nicht sicher finden.

Mir ist leider keine Software bekannt, die dauerhaft (nur) die Lese-/Schreibzugriffe aufzeichnet.
"DiskMon" läuft nicht mehr auf Windows 10, "ProcessMon" stürzt nach eine Weile ab.

Wenn ich schaue auf welche Ordner zuletzt zugegriffen wurde, wenn wieder ein enormer Anstieg zu verzeichen ist, bemerke ich den Ordner "Cache" als Unterordner zu "DeliveryOptimization", auf den wohl WindowsUpdate zugreift. Der Ordner ist leer.
Das Datum des letzten Zugriffs passt zu dem Zeitpunt der letzten, automatischen Überprüfung auf Updates.
"Übermittlungsoptimierung" bei WindowsUpdate ist jedoch ausgeschaltet.

Ohne jetzt alle weiteren Einzelheiten, die möglicherwiese noch hilfreich sind, zu erzählen, kann mir vielleicht jemand Tipps geben, wie und wo ich recherieren kann:
Woran könnte das liegen? Gibt es möglicherweise eine Einstellung in der Registry, die dazu führt, dass diese Schreibzugriffe durch Windows Update erfolgen?
Gibt es eine einfache Möglichkeit die Schreibzugriffe über einen längeren Zeitraum gesammelt zu protokollieren?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Kisdorf NVMe-25072020.JPGNVMe-27072020.JPG
 
areiland

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Dir ist aber schon bewusst, dass Programme installiert werden wollen und, dass ihre Benutzung auch schreibende Zugriffe voraussetzt?
Ausserdem, was ist dabei jetzt das Problem? Man kann SSDs benutzen wie Festplatten und muss nicht ängstlich auf Schreibzugriffe achten.
 
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Kisdorf

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Dir ist aber schon bewusst, dass Programme installiert werden wollen und, dass ihre Benutzung auch schreibende Zugriffe voraussetzt?
Ausserdem, was ist dabei jetzt das Problem? Man kann SSDs benutzen wie Festplatten und muss nicht ängstlich auf Schreibzugriffe achten.

Danke für Deine Antwort.
Ja, es ist mir bewußt, dass ausgeführte Programme auch schreiben.
4.126 GB in 48 Stunden erscheint mir allerdings SEHR viel.
Das entspricht dem Vierfachen der gesamten Kapazität.
Ich erwarte Werte von bis zu 50 GB täglich (Bürorechner), vielleicht auch mal 100 GB an besonderen Tagen.
Die Menge der geschriebenen Daten steigt gelegentlich auch recht sprunghaft.
In einem Diagramm sieht das so aus:
NVMe-Diagramm-25072020.JPG
 
Argor

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Vielleicht sollte man den Leuten, die akribisch auf Schreibvorgänge bei SSD's schauen mitteilen, dass die Haltbarkeit erstens nur ein Wahrscheinlichkeitswert ist und zweitens heute SSD's im Realbetrieb oft länger halten als HDD's, wo sich oftmals die Köpfe verabschieden.

Allerdings muss ich schon sagen, dass dieser Wert von 44 GByte pro Stunde im Durchschnitt einfach schlichtweg nur ein Bug sein kann, zudem der Leseanteil in einer ganz anderen Dimension zu sein scheint und mir realistisch vorkommt.

Was mich auch stutzig macht, das ist der vermeintliche "Gesamtzustand" der Platte. Bei mir zeigt CDI hier trotz wesentlich längerem Gebrauch immer noch 100% an.

Achja und ich habe mehrere Platten unterschiedlichen Alters zum Vergleich.

Tip: Vielleicht mal eine andere CDI Version versuchen, vielleicht ist die buggy ;-)
 
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Dann musst Du mal mit dem Ressourcen Monitor nachsehen, welche Programme und Funktionen besondere Schreibleistungen verursachen. Der kann das bis auf die Dateiebene runterbrechen.
 
Argor

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Das einzige was ich mir erklären könnte, was "soviel Platte kostet" ist, wenn man in einem Windows-System schlichtweg zu wenig RAM drin hat und der immer wieder auslagert.
 
MSFreak

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Hast du vielleicht an der Windows Auslagerungsdatei gedreht ? Auch ein Backup Programm kann diese "ungewöhnlichen" Schreibzugriffe verursachen.
 
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@Argor
Dann müsste aber C: diese Schreibleistungen haben, denn die Auslagerung liegt ja per se auf dem Systemdatenträger. Solange uns der TE keine detaillierteren Infos gibt, können wir getrost weiter Ratespielchen veranstalten. Könnte ja auch sein, dass er auf diese SSD noch Sicherungen laufen lässt - dann wären die Schreibraten schon erklärt.
 
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Dann müsste aber C: diese Schreibleistungen haben, denn die Auslagerung liegt ja per se auf dem Systemdatenträger.
... aber nur, wenn der TE dies nicht verändert hat (#7).
 
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@areiland

bei mir liegt die Auslagerungsdatei auf ner eigenen Platte ;-) Das hatte mal früher was mit einem speziellen Programm zu tun und das hab ich so beibehalten. Außerdem hab ich Probleme mit einzelnen älteren Programmen, wenn ich Windows die Verwaltung überlasse.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nachtrag:

Versuche mal bitte die Werte mit HWINFO64 (oder einem anderen Tool Deiner Wahl) auszulesen und zu vergleichen
Diese Programm kannste auch mal ne Weile nebenher laufen lassen und dann die Schreib- und Leseraten (Max/Min/Avg) auslesen
 
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Dann musst Du mal mit dem Ressourcen Monitor nachsehen, welche Programme und Funktionen besondere Schreibleistungen verursachen. Der kann das bis auf die Dateiebene runterbrechen.

Den habe ich bisher nur "live" beobachtet, was mich nicht weiter gebracht hat, weil die auffälligem Schreibaktivitäten zu anderen Zeitpunkten passiert sind.
Schreibt der RM eine Logdatei (bestimmt, oder?) und wie kann ich die einsehen?
Im Ereignisprotokoll finde ich nichts.

Das einzige was ich mir erklären könnte, was "soviel Platte kostet" ist, wenn man in einem Windows-System schlichtweg zu wenig RAM drin hat und der immer wieder auslagert.

16 GB.
Die Auslagerungsdatei liegt auf C:.
Wenn ich vor dem Rechner sitze sind keine hohen Schreibraten zu verzeichnen.

Hast du vielleicht an der Windows Auslagerungsdatei gedreht ? Auch ein Backup Programm kann diese "ungewöhnlichen" Schreibzugriffe verursachen.

Ich kann nichts festellen.
Mein Backup erfolgt auf F: und über F: vermittelt in eine Cloud.

Dann müsste aber C: diese Schreibleistungen haben, denn die Auslagerung liegt ja per se auf dem Systemdatenträger. Solange uns der TE keine detaillierteren Infos gibt, können wir getrost weiter Ratespielchen veranstalten. Könnte ja auch sein, dass er auf diese SSD noch Sicherungen laufen lässt - dann wären die Schreibraten schon erklärt.

Sorry, ich möchte natürlich keine "Ratespielchen" veranstalten.
Aber ich möchte auch nicht so viel schreiben, da ich nur ein paar Tipps brauche, wie und wo ich suchen kann.
An Datensicherung (weil es die (inkrementell) tatsächlich gibt und möglicherweise auch Daten auf N: geschrieben werden) habe ich auch gedacht, aber über 4.000 GB in 48 Stunden ist auch dafür viel zu viel. Ca. 28 GB umfasst eine komplette Datensicherung, die allerdings auf F: und in eine Cloud (vermittelt über F:) erfolgt. Selbst eine komplette Sicherung von C: würde da 16 Mal erfolgen müssen.

... aber nur, wenn der TE dies nicht verändert hat (#7).

Hat er nicht. :-)
 
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Na, Du könntest uns mal einen Überblick darüber geben, welche Programme auf N: liegen - alleine daraus kann man schon viel erkennen und auf mögliche Verursacher schliessen. Denn Windows wird diese Scheibraten kaum selbst verursachen, wenn es nicht von einer Fremdkomponente dazu veranlasst wird.
 
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