Audio Stream

Diskutiere Audio Stream im Windows 10 Multimedia Forum im Bereich Windows 10 Foren; Hallo, ich habe folgende Fragen: ein Audio Stream (FLAC 1411kbps 16bit 44,1kHz) aus dem Internet kommt am Computer ( Windows 10 WASAPI ) an...
  • Audio Stream Beitrag #1
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Klingklang1a

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Hallo,

ich habe folgende Fragen:

ein Audio Stream (FLAC 1411kbps 16bit 44,1kHz) aus dem Internet kommt am Computer ( Windows 10 WASAPI ) an.

Wie wird nun im Computer dieser Stream verarbeitet , wenn ich das ganze über eine Realtek Soundkarte ( Standardformat 24 Bit 48000 kHz) an den Stereolautprechern abspiele?

Mit welcher Qualität (Bitrate) verarbeitet das gesamte System nun den Stream bis er an der Soundkarte als NF Signal ausgegeben wird?

Wie sieht das ganze aus, wenn die Ausgabe über einen DAC (16 bit 44,1 kHz) erfolgt?

Bei einer Aufnahme des Streams mit Audacity und anschließender Speicherung als FLAC (in bester Qualität) erreicht die Bitrate des FLAC Files nur 788 kbps, warum nicht 1411 kbps?

Danke für eure Hilfe,
Alex
 
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  • Audio Stream Beitrag #2
Wolf.J

Wolf.J

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Vorweg, ich bin nicht der Audioexperte.
Was mir aufgefallen ist, Du mischt hier Maßeinheiten.
KHz ist nicht gleich Hz.
Standardformat 24 Bit 48000 kHz
Gemeint sind 48 KHz oder 48.000 Hz.
16 bit 44,1 kHz ist das Format für Audio-CD und das ergibt rechnerisch 1411kbps.
Das würde auch ein DAC mit Deinen Spezifikationen ausgeben.
Mit welcher Qualität (Bitrate) verarbeitet das gesamte System nun den Stream bis er an der Soundkarte als NF Signal ausgegeben wird?
Kann man hier die Bitrate mit Qualität gleichsetzen?
Das NF-Signal ist maximal bis 30.000 Hz definiert, was schon über dem hörbaren Bereich liegt.
Auf Abhängigkeiten zwischen Rauschabstand und Bitbreite will ich auch mal außen vor lassen.
Wie das ganze jetzt intern verarbeitet wird, kann ich Dir leider nicht sagen, da müsste man sich den Code des IMMDevice interface ansehen.
Stellst Du qualitative, hörbare Unterschiede zwischen Original (dem Stream) und der Aufzeichnung fest oder sind es nur Zahlen, die Dich zu diesem Thread bewogen haben?
Sorry, wenn ich etwas technisch an die Sache herangehe, versuche aber Deine Intention zu verstehen.
Die festgestellten 788 kbps können der Tatsache geschuldet sein, dass FLAC ein verlustfreies, aber komprimierter Format ist.
 
  • Audio Stream Beitrag #3
Argor

Argor

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Sorry, dass ich das so schreiben muss, aber aufgrund der Fragestellung und des sich daraus ergebenden Wissensstandes des TE ist hier keine tiefgreifende Antwort möglich.
@Wolf.J zolle ich meinen höchsten Respekt für den Versuch, hier ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Also fangen wir mal an...

Ein Audiofile bringt i.d.R. 3 Hauptparameter mit, die da wären...
1. das Format (hier wird die grundsätzliche digitale Aufbereitung als Dateisuffix angehängt) FLAC steht dabei für einen Open Source Lossless Audio Codec (in diversen Wiki's nachzulesen)
2. die Abtastrate (bei FLAC kann hier bis zu 92 kHz und 24 bit verwendet werden, bei mp3 sind es 48 kHz und 16 bit)
3. die Samplerate (hier wird festgelegt, aller wieviel ms eine Probe aus der bestehenden Audiodatei weggeschrieben wird)

Jetzt müsste man sich das ganze grafisch vorstellen. Eine Sinuskurve für eine unverfälschte analoge Schallwelle. Diese Sinuskurve wird entsprechend der Maximalfrequenz (bei mp3 also bspw. 48 kHz) abgeschnitten und anschließend in kleine Stückchen zerhackt (entspr. Samplerate) Diese kleinen Stücke werden dann aneinandergehängt und ergeben letztlich die Ausgabedatei. Logischerweise wird diese mit jedem Resampling qualitativ schlechter. Intelligente Programme sind hier in der Lage, eine sogenannte VBR (variable bitrate) einzusetzen und nach bestimmten Algorithmen die wesentlichen Teile der Audiodatei mehr und die unwesentlichen weniger aufzubereiten. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Dateigrößen bei der Verwendung unterschiedlicher Programme. Der DAC kann dann natürlich nur umwandeln, was auch da ist. Bei 44 kHz und 16 bit kann sich eine FLAC-Datei nicht wirklich entfalten. Wir erinnern uns (92 kHz und 24 bit) Hier wird man zu einer hochwertig mit mp3 codierten Datei absolut keinen Unterschied feststellen können.
Wichtig ist aber immer zu wissen, dass alle diese Formate nur Teile der Musik beinhalten und die restlichen Informationen erst vom menschlichen Gehirn berechnet werden müssen, um wieder ein vollständiges Klangbild zu haben.

Ich denke mal, das sollte zum Grundverständnis reichen.

Vielleicht noch eine Anmerkung zur API, die natürlich auch nicht ganz unwesentlich bei der Aufbereitung ist. Laienhaft betrachtet ist diese Schnittstelle sozusagen das Makro um den ganzen Spaß herum. Hier wird mehr oder weniger die innere Struktur auseinandergenommen und aufbereitet, bspw. wieviel Kanäle zur Verfügung stehen und wie das Klangbild gestaltet wird (so Schlagworte wie Stereo, DTS, 5.1 Surround etc.) So eine FLAC oder mp3 kann ja auch mit mehreren Spuren versehen werden.

Und das alles lässt sich natürlich auch physikalisch korrekt berechnen, so dass ich für jede nur erdenkliche Möglichkeit das Optimum rausholen könnte, wenn ich denn nur genug Zeit investiere. Aber meist langen Erfahrungen, etwas Übung und ein wenig Gehör :-)
 
  • Audio Stream Beitrag #4
runit

runit

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Ich bin beeindruckt ob des ganzen Wissens, was Ihr Beiden hier zusammengetragen habt. :)

Ich möchte nur ergänzen, mit dem Tool XMedia Recorde kann man ein Audio- od. Video-File entsprechend seinen Wünschen konvertieren (einzelne Parameter verändern), sodass Player oder Ausgabegeräte entsprechend ihren Fähigkeiten das File wiedergeben können.
 
  • Audio Stream Beitrag #5
Argor

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aber wie schon geschrieben, immer das Orginal der ersten Kodierung behalten. Besser wirds nimmer.
 
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