Analysieren von MS Defrag funktioniert nicht.

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areiland

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Windows bietet für SSDs keine Defragmentierung an! Es bietet eine Optimierung, die lediglich eine manuelle Ausführung von Trim ermöglicht. Ein klein wenig unterscheiden sollte man schon können, zumal wir jetzt schon desöfteren betont haben, dass Windows für SSDs keine Defragmentierung anbietet. Und zwar schon seit Windows 7 nicht mehr!
 
Hermanno

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Dankeschön! Natürlich meine ich seitdem ich mit SSD´s fahre bei Defragmentierung den Trim-Befahl. Hab mich da auch nicht korrekt ausgedrückt, sorry!
 
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Die Argumente "pro TRIM" und "kontra Defragmentierung" sind mir bekannt und auch schlüssig:

Western Digital SSD Dashboard.png


Im Reiter "Status" wird die Lebensdauer dieser SSD aktuell mit 96% bewertet nach ca. 27 Monaten. Eine Aktualisierung der Firmware über den Reiter "Tools" fand meiner Erinnerung nach bisher nie statt.

Warum nun O&O Software GmbH nun ein Defragmentierungs-Tool für HDD und auch für SSD mit der
"Defragmentierungsmethode" SOLID herausbringt, ist für mich nicht nachvollziehbar; weil doch immer erwähnt wird, je weiniger Schreibvorgänge auf die Flash-Speicherzellen der SSD, desto höher die Lebensdauer der SDD....

Nun, kann ja @hkdd ggf. testen.... :)
 
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runit

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@Hermanno, Win unterstützt mit dem Trim-Befehl die Eigenschaft der SSD. Win gibt der SSD an, welche Daten nicht mehr benötigt werden, womit die SSD die Zellen löscht und zur Neuverteilung wieder zur Verfügung hat. Mir erschließt sich nicht, warum man eine SSD mit Defragmentierung "vergewaltigen" will, wenn eine SSD doch ganz anders arbeitet als eine HDD und eine Defragmentierung daher sinnlos ist. Alles was diese erbringt, ist die Beförderung des Verschleißes, aber aus meiner Sicht ganz sicher keinen Performance-Schub.

Meine SSDs haben mit der angedachten "normalen" Behandlung die immergleiche Performance. Angesichts meines Wissens der Funktionsweise einer SSD kann die Performance doch nur einbrechen, wenn die Zellen verschleißen, nicht wenn Daten verteilt in Zellen liegen. Das Daten permanent und dauerhaft verteilt in Zellen liegen, ist der Normalzustand einer SSD. Die Funktionsweise einer SSD beruht genau darauf, so wurde sie entwickelt. Also warum soll man der Funktionsweise einer SSD unlogisch entgegenwirken? Macht was Ihr wollt mit Euren SSDs. An meine werde ich sicher keine Hand anlegen, wenn sich mir nicht logisch erschließt, welchen Vorteil das bringen soll.
 
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Macht was Ihr wollt mit Euren SSDs. An meine werde ich sicher keine Hand anlegen, wenn sich mir nicht logisch erschließt, welchen Vorteil das bringen soll.
... mein Windows macht es schon :up und ich lasse die Finger davon, weil ich weiß, dass es Unfug ist :D
 
Thomas62

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es ist wiedermal " Neverending Story " .

wurde doch alles erklärt das was, warum und wieso.

Hab sogar ich verstanden.
 
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Win gibt der SSD an, welche Daten nicht mehr benötigt werden, womit die SSD die Zellen löscht
Wenn eine Datei auf einer HDD oder SSD oder USB oder xyz gelöscht wird, dann erfolgt das nur im Directory, und zwar derart, dass nur das erste Zeichen des Dateinamens als GELÖSCHT markiert wird. Die zur Datei gehörenden Daten stehen irgendwo auf der HDD/SSD/… und bleiben so stehen, wie sie sind. Die belegten Sektoren/Cluster werden FREI gegeben und können bei Bedarf wieder überschrieben werden. Gelöscht werden sie nie.

Es gibt Programme, mit denen man versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen kann.
Alte Daten / freigegebene Bereiche werden von Windows niemals gelöscht, wenn man das möchte, weil man z.B. die HDD/SSD verkaufen will, muss man mjt spezieller Software, die so etwas kann und tut, die einzelnen Sektoren/logische Sektoren bei SSD löschen, d.h. mit irgendwelchen Zeichen überschreiben.

Selbst wenn man eine SSD/HDD mit einfachen Format neu formatiert, bleiben die alten Daten erhalten. Das kann man in nahezu jedem Krimi sehen, wie die Experten die Daten wieder herstellen.

Eine SSD und ein USB-Stick und eine SD-Card arbeiten im Prinzip wie eine HDD oder eine Diskette. Bei den einen muss man physisch den Lese-/Schreibkopf auf Zylinder/Spur/Sektor positionieren, um dort zu lesen oder zu schreiben. Bei den anderen erreicht man den Sektor durch direkte Adressierung. Das geht extrem schneller, da die mechanische Positionierung usw. entfallen. Auch das Lesen aus dem SSD-Speicher geht schneller, als das Lesen von einem magnetischen Datenträger. Mit etwas Programmierkenntnissen kann man eine RAM-Floppy oder eine virtuelle Festplatte programmieren, wo man als Schnittstelle die Verwaltung dieses Datenträgers genau so organisiert, wie auf HDD/SSD usw.
 
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Wenn Du eine SSD löschst und danach die von Windows angebotene Optimierung ausführst, dürfte da ziemlich wenig wiederherstellbar sein. Und wenn man eine heutige Festplatte einmal komplett überschreibt oder formatiert, ist da auch nix mehr wiederherstellbar. Krimis im Fernsehen sind Fiktion, keine Wissenschaftsmagazine. Und SSDs oder andere Flashspeicher arbeiten eben nicht wie Festplatten, sondern etwas anders.
 
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Ich habe das Gefühl, dass hier so einige Kollegen Nachholbedarf über das Wissen der Technologie einer SSD haben :(
Könnte hier nicht mal ein Mod oder Admin mit dem Besen kehren, zumal @areiland schon alle relevanten Informationen gegeben hat und der TE auch zugegeben hat sich falsch ausgedrückt zu haben.
Dankeschön! Natürlich meine ich seitdem ich mit SSD´s fahre bei Defragmentierung den Trim-Befahl. Hab mich da auch nicht korrekt ausgedrückt, sorry!
 
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Wenn eine Datei auf einer HDD oder SSD oder USB oder xyz gelöscht wird, dann erfolgt das nur im Directory, und zwar derart, dass nur das erste Zeichen des Dateinamens als GELÖSCHT markiert wird. Die zur Datei gehörenden Daten stehen irgendwo auf der HDD/SSD/… und bleiben so stehen, wie sie sind. Die belegten Sektoren/Cluster werden FREI gegeben und können bei Bedarf wieder überschrieben werden. Gelöscht werden sie nie.
Da sei mal nicht so sicher. Das war unter DOS mit FAT so und vielleicht auch noch mit FAT32, aber unter NTFS ziemlich sicher nicht mehr. Da gibt es nämlich keine Dateibelegungstabelle mehr und die Directory- und File-Daten stehen über dei ganze Platte verteilt auf ebendieser. Unter FAT konnte man noch ganz bequem Dateien mit einem Festplatteneditor den ersten Buchstaben der Datei wiederherstellen und damit auch die Datei, sofern noch nicht wieder schreibend auf die Platte zugegriffen wurde. Versuche das mal unter NTFS. Mit SSD oder USB hat auch das nichts zu tun. Die sind nur das Medium, auf das geschrieben wird. Die Verwaltung, welcher Speicherblock frei oderbelegt ist, übernimmt der jeweilige interne Controller des Mediums.
 
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@hkdd
Dann lies doch mal das hier: Sicheres Löschen: Einmal überschreiben genügt darin ist ganz genau erklärt, was mit welcher Wahrscheinlichkeit wiederherstellbar ist, wenn eine Festplatte komplett überschrieben wurde. Und das betrifft auch professionelle Datenretter, selbst die können von einem solchen Datenträger nix brauchbares mehr retten.
 
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Gelöschte Dateien wiederherstellen mit kostenlosen Undelete-Tools | WindowsPro
Alex, dass überschriebene Dateien nicht wiederhergestellt werden können ist trivial und darüber muss man nicht diskutieren.
Win gibt der SSD an, welche Daten nicht mehr benötigt werden, womit die SSD die Zellen löscht und zur Neuverteilung wieder zur Verfügung hat.
Diese Aussage habe ich in Zweifel gestellt. Demnach würde Windows bei einer logisch gelöschten Datei die freigegebenen "Zellen" (Sektoren/Cluster) => löschen (zum Zeitpunkt der Freigabe ? ). Es wird nichts gelöscht, sondern nur, wenn es nötig ist, durch neue Daten überschrieben. Und das passiert bei SSD genau so, wie bei HDD, USB usw.
 
runit

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Na ja, das habe ich etwas laienhaft ausgedrückt. Korrekt muss es heißen

Mit dem ATA Trim Kommando teilt das Betriebssystem einer SSD mit welche Datenbereiche nicht mehr benötigt werden und damit als gelöscht angesehen werden können. Wenn die gesamte Kapazität einer SSD genutzt wird erhöht ATA Trim die Performance und Lebensdauer der SSD.
Quelle: Windows für SSDs optimieren – Thomas-Krenn-Wiki

In Ergänzung noch etwas ausführlicher beschrieben:

Wenn Windows Dateien neu sortieren würde (Defragmentieren), müsste es jedes Mal Schreibvorgänge auf der SSD durchführen. Da SSDs aber nicht beliebig viele Schreibvorgänge vertragen, würde das Defragmentieren ihre Lebensdauer verkürzen.

Deshalb schaltet Windows 10 das Defragmentieren aus, sobald es eine SSD im System entdeckt. Trotzdem finden Sie aber auch bei einer SSD die Funktion zur Laufwerks-Optimierung – bringt Windows 10 also ihre SSD schrittweise um?

Nein. Bei einer SSD führt Windows 10 keine Defragmentierung durch. Stattdessen verbessert es die SSD-Geschwindigkeit per TRIM-Befehl. Windows zeigt der SSD damit an, welche Dateien das Betriebssystem gelöscht hat. Der SSD-Controller muss dann diese nicht mehr umkopieren, wenn es den Flash-Speicher aufräumt: Die Schreibgeschwindigkeit der SSD steigt. Damit stellt der TRIM-Befehl die Verbindung her zwischen dem Dateisystem, in dem Windows den Speicherinhalt organisiert und der Blockstruktur, mit der die SSD den Speicherplatz verwaltet.
Quelle: So optimiert Windows 10 Ihre SSD

So ist es dann fachlich richtig ausgedrückt. Die SSD merkt also die von Win angegebenen Datenbereiche/Zellen zur Überschreibung vor. Das meinte ich damit, dass die SSD die Datenbereiche/Zellen in das Kontingent zur Neuverteilung aufnimmt.

Bei einer HDD werden zunächst keine Daten von der Festplatte überschrieben, sondern neue Daten in den nächsten freien unbeschriebenen Bereich der Platte geschrieben. Der freie unbeschriebene Bereich reduziert sich mit jedem Schreibvorgang. Gelöschte Daten werden in den hinteren freien Bereich der Platte verschoben. Daher sind gelöschte Daten zunächst auch wiederherstellbar. Wenn unbeschriebener freier Bereich aufgebraucht ist, wird freier Bereich, der noch mit alten Daten besteht, überschrieben. Dann können diese Daten nur noch schwer bis garnicht mehr wiederhergestellt werden. Dadurch entstehen unzählige Fragmente auf der Platte. Erst das Defragmentieren legt die fragmentierten Daten wieder zusammen, wodurch auch wieder zusammenhängender freier Bereich entsteht. Denn löscht Win Daten auf der Festplatte, entstehen zahlreiche Lücken zwischen Datenbereichen. Beim Schreiben sucht die Festplatte den ersten freien Bereich und findet die Lücken und beginnt, darin neue Daten zu schreiben. Diese sind ja aber oft zu klein, um die neuen Daten vollständig aufnehmen zu können. Also wird erst in die erste Lücke geschrieben, dann in die 2. fortgesetzt, u.s.w. Dadurch fragmentiert eben im Laufe der Zeit eine Festplatte stark. Hier ist es also sehr sinnvoll, sie regelmäßig zu defragmentieren, damit Datenbereiche zuammenhängend sind, wie ebenso noch zusammenhängend freier Speicherplatz zum Beschreiben mit neuen Daten vorhanden ist, damit diese möglichst nicht sofort stark fragmentiert auf die Platte gebracht werden. Bei der Festplatte handelt es sich um eine rotierende Magnetscheibe, die von einem Lese- u. Schreibkopf abgetastet wird. Dieser nutzt um so schneller ab, je öfter er aufsetzen, absetzen wieder aufsetzen, wieder absetzen muss, was er eben bei stark fragmentierten Datenbereichen tun muss. Das Lesen und Schreiben auf stark fragmentierten Platten dauert je länger, je mehr der Lese- Schreibkopf die Datenbereiche absuchen muss. Das mindert dann nach einer Weile auch spürbar die Performance der Platte bzw. des Systemes, in dem man arbeitet. Man kennt es eben leider noch zu gut aus früheren Tagen.

Beim Schreiben von Blöcken:


  • werden diese zuerst mit Fehlerkorrekturinformationen (Vorwärtsfehlerkorrektur) versehen,
  • werden sie einer Modulation unterzogen: Früher waren GCR, MFM, RLL üblich, heutzutage haben PRML und neuerdings EPRML diese abgelöst, dann
  • wird der Schreib-Lese-Kopf-Träger in die Nähe der Spur gefahren, die beschrieben werden soll,
  • liest der Schreib-Lese-Kopf, welcher der informationtragenden Oberfläche zugeordnet ist, das Spursignal und führt die Feinpositionierung durch. Dazu gehört zum einen, die richtige Spur zu finden, zum anderen diese Spur auch genau mittig zu treffen.
  • Ist der Schreiblesekopf stabil auf der Spur und befindet sich der richtige Sektor unter dem Schreiblesekopf, wird die Blockmodulation geschrieben.
  • Bei vermuteter Fehlposition ist der Schreibvorgang sofort abzubrechen, damit keine Nachbarspuren (teilweise irreparabel) zerstört werden.

Beim Lesen werden diese Schritte umgekehrt ausgeführt:


  • Schreib-Lese-Kopf-Träger in die Nähe der Spur fahren, die gelesen werden soll.
  • der Schreib-Lese-Kopf, welcher der informationstragenden Oberfläche zugeordnet ist, liest das Spursignal und führt die Feinpositionierung durch.
  • Nun wird die Spur so lange (oder etwas länger) gelesen, bis der gewünschte Sektor erfolgreich gefunden wurde.
  • Bei diesem Vorgang gefundene Sektoren werden zuerst demoduliert und dann mittels der beim Schreiben erzeugten Vorwärtsfehlerkorrekturinformationen einer Fehlerkorrektur unterzogen.
  • Üblicherweise werden meist weitaus mehr Sektoren als der angeforderte Sektor gelesen. Diese landen normalerweise im Festplattencache (wenn nicht schon vorhanden), da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sie in Kürze noch benötigt werden.
  • War ein Sektor schlecht lesbar (mehrere Leseversuche notwendig, Fehlerkorrektur zeigte etliche korrigierbare Fehler auf), wird er üblicherweise neu zugeordnet, d. h. an einer anderen Stelle gespeichert.
  • War der Sektor nicht mehr lesbar, wird ein sogenannter CRC-Fehler gemeldet.
Quelle: Festplattenlaufwerk – Wikipedia

DAS entfällt eben bei einer SSD. Eine SSD funktioniert vollkommen anders. Eine SSD ist ein elektronisches Bauteil mit elektronischen Modulen.

Im Gegensatz zur Festplatte haben SSDs keine Lese-/Schreibköpfe und rotierende Platter. Jeder Block einer SSD ist in derselben Geschwindigkeit erreichbar. Egal, ob sie nun nebeneinander liegen oder auf einem anderen Modul. Deshalb macht übrigens das Defragmentieren einer SSD keinen Sinn. Die Zugriffszeiten sind kürzer und Lese-/Schreibgeschwindigkeiten höher.

Vereinfacht gesagt, werden beim Flash-Speicher Daten gespeichert, indem Elektronen auf den Floating Gate gelegt oder davon entfernt werden. Gelesen werden die Bits anhand der Spannung. Wenn Elektronen im Floating Gate präsent sind, hat das Bit den Wert 0. Wenn keine Elektronen im Floating Gate sind, hat das Bit den Wert 1. Als leer oder gelöscht gelten die Speicherzellen, wenn sie den Wert 1 haben und als beschrieben, wenn sie den Wert 0 haben.

Lesen
Das Schlüsselement beim Lesen ist, dass der negativ geladene Floating Gate (also wenn Elektronen im Floating Gate sind), gegen die positive Spannung, welche durch das Control Gate fliessen soll, wirkt. Das heisst, bei einem Bit-Wert 0 ist mehr Spannung nötig, um den Grenzwert zu überschreiten, damit Strom durch das Control Gate fliesst. Diese Spannung wird VT0 genannt. Die benötigte Spannung beim Bit-Wert 1, also wenn Strom durch das Control Gate fliesst, wird VT1 genannt. Um nun den Wert abzulesen, muss eine Spannung zwischen VT0 und VT1, genannt VR, durch das Control Gate geschickt und der Strom gemessen werden. Fliesst der Strom durchs Control Gate ergibt das den Bit-Wert 1, fliesst keiner, ergibt das den Bit-Wert 0. Das trifft bei SLC-NAND zu. Bei MLC- oder TLC-NAND sind verschiedene VR zur Messung nötig. Zur Unterscheidung von SLC; MLC und TLC findest du unter dem entsprechenden Titel mehr Informationen.

Löschen
Beim Löschen werden die Elektronen vom Floating Gate entfernt und der Bit-Wert auf den Normalzustand 1 gesetzt. Zum Floating Gate besteht kein elektrischer Kontakt. Wie können die Elektronen also von dort entfernt werden? Sie müssen irgendwie durch die Oxidschicht kommen, die den Floating Gate von der Bit Line trennt. Hier kommt der Tunneleffekt zum Tragen. Dabei wird eine hohe negative Spannung auf die Source und das Control Gate ausgeübt. Dadurch werden die Elektronen im Floating Gate herausgezogen und durch den Tunneleffekt auf die Source transferiert.

Schreiben/Programmieren
Beim Schreiben werden die Elektronen auf das Floating Gate übertragen und der Bit-Wert 0 wird gesetzt. Wenn eine hohe positive Spannung auf das Kontroll-Gate ausgeübt wird und währenddessen eine weitere auf den Drain, können Elektronen durch die Oxidschicht auf das Floating Gate gelangen. Dieser Vorgang wird Hot Electron Injection genannt.

TRIM
Zum besseren Verständnis der TRIM-Funktion, muss zuerst geklärt werden, wie Daten von einer Festplatte gelöscht werden. Wenn Daten von einer Festplatte gelöscht werden, werden sie nämlich nicht sofort gelöscht. Das Betriebssystem teilt der HDD mit, dass der physische Ort beim nächsten Speichern überschrieben werden kann. Deshalb ist es möglich, bereits gelöschte Dateien wiederherzustellen. Bei einer SSD ist es nicht nötig, dass das Betriebssystem ihr mitteilt, wo Daten geschrieben werden und in welchem Zustand sich Page oder Block befinden. Der TRIM-Befehl ermöglicht es dem Betriebssystem dem Controller der SSD mitzuteilen, dass er bestimmte Daten beim Löschen und neu Schreiben eines Blocks nicht mehr schreiben muss. Dadurch werden weniger Daten auf die SSD geschrieben und die Lebensdauer erhöht.

Wear Leveling
Das Wear Leveling stellt sicher, dass gewisse Blocks nicht häufiger als andere beschrieben und gelöscht werden. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer, da gewisse Blöcke nicht überstrapaziert werden. Hingegen kann es zu mehr Write Amplification führen. Damit die Schreibzyklen gleichmässig verteilt werden, ist es manchmal nötig einen Block zu löschen auch wenn sein Inhalt sich nicht verändert hat. Wear Leveling muss hier ein Gleichgewicht finden. SSDs haben für das Wear Leveling auch eine sogenannte Spare Area. Dabei handelt es sich um einen Datenbereich, der für das Betriebssystem nicht sichtbar ist. Dieser Bereich steht auch für Bad Block Replacement zur Verfügung.

Write Amplification
Weil SSDs Daten auf Pages schreiben, aber Blöcke löschen, wird immer mehr geschrieben als bei einem Update nötig. Wenn ich beispielsweise an einem 16 KB grossen File eine Änderung vornehme, muss der ganze Block, wo diese 16 KB liegen, gelöscht und neu geschrieben werden. Je nach Anzahl der Pages pro Block und der Grösse der Pages, müssen viel mehr Daten geschrieben werden als die 16 KB. Die Write Amplification bezeichnet das Verhältnis der zu schreibenden Daten und den tatsächlichen Daten. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, gibt es Garbage Collection und TRIM.

Garbage Collection
Um dem Phänomen der langsamer werdenden SSD bei wenig Speicherkapazität entgegenzuwirken, existiert der Hintergrundprozess Garbage Collection. Dabei werden nicht vollständige Blocks kopiert und mit anderen nicht vollständigen Blocks in neuen, vollen Blocks zusammengefügt. Die alten Blocks werden danach gelöscht und sind damit wieder frei, um beschrieben zu werden. Das geschieht mit Garbage Collection in Zeiten von keinen respektive wenigen Zugriffen auf die SSD.
Quelle: https://www.digitec.ch/de/page/eine-komplexe-angelegenheit-so-funktioniert-eine-ssd-7399

So, ich hoffe, ich habe den Unterschied noch einmal mit Hilfe fachlicher Artikel richtig herausarbeiten und noch einmal deutlich machen können, warum das Defragmentieren von SSDs suboptimal bis sinnlos ist.

Es ist ja legitim, dass Softwarehersteller und - Verkäufer ihre Software verkaufen wollen und daher unzählige Tools anbieten mit Versprechungen und Verheißungen

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Es ist aber genauso legitim, dass der Empfänger solcher Angebote nicht Alles für sinnvoll hält, was ihm da angeboten wird und nicht alles glaubt, was ihm da eingeredet wird.
 
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...Und das passiert bei SSD genau so, wie bei HDD, USB usw...
Und genau das stimmt so eben nicht! Denn wenn das Betriebssystem auf einer SSD Daten aufgibt bekommt die SSD ab einem gewissen Schwellwert automatisch auch Trim gesendet. Dann wendet die SSD völlig selbstständig Carbage Collection und Wear Leveling an. Und Carbage Collection und Wear Leveling sortieren dann die Daten aus häufiger genutzten Speicherzellen in weniger oft genutzte Speicherzellen um. Das passiert auf einer SSD ständig. Und dabei gehen dann auch die aufgegebenen Inhalte endgültig verloren, weil in den von ihnen ehemals belegten Zellen relativ schnell wieder völlig andere Inhalte landen.

Die Wahrscheinlichkeit, hier Daten endgültig und nicht wiederherstellbar zu verlieren, ist auf einer SSD extrem hoch.
 
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... dass nur das erste Zeichen des Dateinamens als GELÖSCHT markiert wird.
Tja @hkdd, das war mal zu Zeiten von DOS und FAT, wo Windows bis zur Millennium-Edition ein "besserer grafischer Aufsatz" für DOS war. Mit den aus dieser Zeit berühmten "Norton Utilities" des Peter Norton oder den "PC Tools" konnte man die gelöschten Dateien in der Tat noch einfach wiederherstellen, weil der erste Buchstabe des Dateinamen durch ein Fragezeichen ersetzt wurde und damit als gelöscht markiert wurde. Allerdings auch dann nur, solange die gelöschten Dateien nicht durch neue Dateien überschrieben wurden....

Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Die "Papierkörbe" von heutigen Windows- und auch Linux-Versionen bedienen sich ganz anderer "softwaretechnischer" Wiederherstellungsverfahren.

Und SSD mit HDD zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
 
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Gelöschte Daten werden in den hinteren freien Bereich der Platte verschoben.
Bei dieser Verfahrensweise müssen die in den hinteren Bereich verschobenen gelöschten Daten ja noch einmal geschrieben werden, obwohl sie gelöscht sind und in den allermeisten Fällen auch nicht mehr benötigt werden => das wäre auch zerstörerische Schreibvorgänge. Der danach freie Bereich, wo diese gelöschten Daten zuvor gespeichert waren, wird danach von neuen Dateien beschrieben. Bisher wurden dort auch die neuen Dateien geschrieben ohne das diese Sektoren zuvor gelöscht wurden. Auch das Löschen ist ein zerstörerisches "Beschreiben".
 
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@hkdd

Ich verstehe Dich nicht. Die auf dem zugreifbaren Bereich des Systems gelöschten Dateien werden in den nicht zugreifbaren freien Bereich der Platte verschoben. Ich nenne es immer das Nirwana der Platte. Dort liegen "gelöschte" Daten solange, bis die Platte diesen Bereich nutzt, da im zugreifbaren Bereich kein freier ungenutzter Platz mehr ist - und dann beginnt, den beschriebenen für das System nicht zugreifbaren Bereich zu nutzen und hier die Daten zu überschreiben. Solange diese Daten nicht überschrieben wurden, kann man sie eben mit diversen Tools wiederherstellen. Die suchen dann diesen Bereich ab.

Das normale Löschen ist ein "logisches" Löschen, eben nicht zu verwechseln mit dem physischen Löschen, bei dem dann tatsächlich alle Daten weg sind.

Logisches Löschen
Von einem Dateisystem werden Dateien gelöscht, indem ihr Eintrag aus dem Dateiverzeichnis entfernt (Details siehe auch Harter Link) und der bisherige Speicherplatz der Daten als ‚überschreibbar‘ geführt wird. Diese Art des Löschens wird als logisches Löschen bezeichnet. Die Daten selbst befinden sich danach noch auf dem Datenträger, die von ihnen bisher belegten Speicherplätze werden erst dann überschrieben, wenn sie zum Speichern anderer Daten benötigt werden, ggf. für unterschiedliche Dateien. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie durch den Einsatz spezieller Programme wiederhergestellt werden, ggf. nur teilweise.[3]

Physisches Löschen
Beim physischen Löschen, auch als sicheres Löschen bezeichnet, wird der Speicherplatz ehemaliger Dateien (der beim logischen Löschen als ‚frei‘ gekennzeichnet wurde) ein oder mehrmals mit bestimmten Bitkombinationen überschrieben. Somit können die bisherigen Daten nicht mehr oder nur mit einem erheblichen technischen (und damit finanziellen) Aufwand ausgewertet werden.[4]

Dies ist jedoch keine für einzelne Dateien ausführbare Maßnahme und findet nicht beim Löschen einer einzelnen Datei statt. Vielmehr ist es eine Maßnahme zur Erhöhung der Datensicherheit oder des Datenschutzes, welche die Rekonstruktion der alten, eigentlich gelöschten Daten verhindern oder erschweren soll.
Quelle: Löschen (Datei) – Wikipedia
 
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OT/
Ich will aber defragmentieren, das sieht ganz toll aus wenn die bunten Klötze auf dem Bildschirm" rum fliegen", bei der SSD sogar noch schneller.
Dank O&O wechsel ich jetzt sogar die Methoden, dann baut er die Klötzchen immer wieder um.
Sogar als Bildschirmschoner läuft die Defragmentierung.
Ich habe noch Vier Lizenzen, falls noch jemand möchte... /OT
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Analysieren von MS Defrag funktioniert nicht.

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