AMD Ryzen 5 2600: Test-Sample bei Sisoftware zeigt einen um 200 MHz erhöhten CPU- sowie auch Boost-Takt

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Nachdem AMD auf seinem Tech Day im Rahmen der CES erste Informationen zum Ryzen-Nachfolger der 2000er-Serie in Aussicht gestellt hatte, ist jetzt das erste Test-Modell in Form des Ryzen 5 2600 in den Benchmark-Datenbanken von Sisoftware aufgetaucht. Anhand Kennung ZD2600BBM68AF_38/34_Y lässt sich dieser ein-eindeutig als Ryzen 5 2600 identifizieren, welcher wie schon sein Vorgänger auf sechs Kerne und 12 Threads setzt, allerdings mit einem um 200 Megahertz erhöhten Basis- als auch Boost-Takt daher kommt





Wie die Kollegen von hardwareluxx in Erfahrung bringen konnten, ist in der Benchmark-Datenbank von Sisoftware ein erstes Test-Sample der zweiten Ryzen-Generation aufgetaucht. Genauer gesagt soll es sich hierbei um den Ryzen 5 2600 handeln, welcher in die Fußstapfen des bisherigen Ryzen 5 1600 tritt. Über den Kenncode ZD2600BBM68AF_38/34_Y lässt sich mehr in Erfahrung bringen, als es auf den ersten Blick scheinen mag. So steht das "Z" dafür, dass es sich bei dieser CPU noch um ein Qualification Sample handelt, welches kurz vor der Serienreife steht. Das "D" steht für Desktop-CPU. Während "BB" die CPU dagegen mit einer Thermal Design Power (TDP) von 65 Watt auszeichnet, steht das "M" für den Sockel AM4. Die "6" gibt dagegen die Kernanzahl an und die "8" steht für 4 MB L2- sowie 2 x 8 MB L3-Cache.

Interessanter sind allerdings die durch einen Slash getrennten Zahlen 34 und 38, welche den Boost- sowie den Basistakt angeben. Mit 3,4 Gigahertz Basis- und 3,8 Gigahertz Boost-Takt würde die zweite Iteration der Ryzen-Generation jeweils 200 Megahertz oberhalb seines Vorgängers takten, was allerdings aufgrund des Wechsels des Fertigungsverfahrens von 14 nm (14LLP) auf 12 nm (12LLP) sowie dem Versprechen seitens AMD, ein Leistungsplus von bis zu 10 Prozent zu liefern, keinesfalls ungewöhnlich wäre.





Da es sich bei Zen + " nicht um Ryzen 2 sondern nur" um eine Shrink-Verbesserung der ersten Generation handelt, sind auch nur Verbesserungen im Detail zu erwarten. Hierzu gehören kleinere Verbesserungen am Cache, der Latenz sowie auch dem Speichercontroller, welcher zum letztjährigen Ryzen-Start noch ein großes Sorgenkind dargestellt hat. Obwohl es aktuell noch keine weiteren Details zum Ryzen-Refresh gibt, darf man davon ausgehen, dass nahezu alle Ryzen-CPUs der ersten Generation ihr Namensschema beibehalten werden und nur als verbesserte Variante in den Unterserien Ryzen 3 2000, Ryzen 5 2000 sowie Ryzen 7 2000 aufgehen werden.

Auch bezüglich der Mainboards bleibt es im Vergleich zu Intel verdammt ruhig. Es sind zwar im Rahmen der CES neue AM4-Mainboards mit Chipsätzen der 400er-Serie vorgestellt und parallel zum Marktstart von Ryzen+ angekündigt worden, doch erhalten Nutzer aktueller AM4-Mainboards mit Chipsätzen der 300er-Reihe die Möglichkeit, die neuen CPUs via BIOS-Update kompatibel zu machen. AMD hatte zur Markteinführung der Ryzen-Generation versprochen, dass der Sockel AM4 bis mindestens zum Jahr 2020 unterstützt wird und problemlos kompatibel sein wird.

Meinung des Autors: Vermutlich werden sämtliche CPUs der zweiten Ryzen-Generation mit rund 200 MHz mehr arbeiten dürfen, womit AMD sein Wort halten würde, Zen+ mit bis zu 10% mehr Performance auszustatten. Wer jetzt allerdings schon eine Ryzen-CPU der ersten Generation besitzt, unterliegt keinesfalls dem Problem, unbedingt auf Ryzen+ aufrüsten zu müssen - das wäre ja so wie mit den damaligen Intel-CPUs, bei denen sich ein Upgrade zur Nachfolge-Generation und selbst deren Nachfolger überhaupt nicht gelohnt hat. Für alle anderen, die mit dem Gedanken spielen, sich auch einen Ryzen zulegen zu wollen, kann ich derzeit nicht einmal eine Empfehlung aussprechen, da sich nämlich die erste Generation aktuell mit deutlich günstigeren Preisen im Abverkauf befindet.
 
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