Windows 10: Virtuelle Desktops - Bedienung einfach erklärt

19.06.2015 11:28 Uhr | maniacu22

Microsoft stellt mit Windows 10 ein Betriebssystem auf die Beine, das mehr Neuerungen als eines der bisherigen Windows-Betriebssysteme mit sich bringt. Hier wären neben dem neuen Edge-Browser, welcher intern immer noch als „Project Spartan“ bezeichnet wird, der Sprachassistentin namens Cortana erstmals auch virtuelle Desktops zu erwähnen. Was virtuelle Desktops sind und wozu diese benötigt werden, zeige ich euch in diesem Praxis-Tipp

Ein virtueller Desktop fungiert als zusätzliche Arbeitsfläche, auf welcher Programme wie zum Beispiel ein E-Mail-Programm laufen können, die auf dem Haupt-Desktop nur Platz wegnehmen würden. So können über die virtuellen Desktops Bereiche eingerichtet werden, die das Arbeiten mit Windows deutlich übersichtlicher machen können.

Wie werden virtuelle Desktops erstellt?

Um einen neuen virtuellen Desktop zu erstellen, klickt ihr entweder auf das erste Symbol in der Taskleiste, welches sich neben dem „Suchen-Feld“ befindet, oder ihr betätigt einfach die Tastenkombination „Windows + Tab“ und klickt im Anschluss rechts unten auf den Button „Neuer Desktop„:

Auf die gleiche Weise könnt ihr nachschauen, wie viele oder auch welche virtuellen Desktops ihr bereits aktiv habt. Wenn ihr mit der Maus über eine der Desktop-Vorschauen fahrt, könnt ihr schon von dort das entsprechende Fenster anklicken, um direkt dorthin zu gelangen.

Wie kann ich schnell durch die virtuellen Desktops schalten?

Damit ihr im Schreibfluss immer wieder auf die Maus wechseln müsst, um einen anderen virtuellen Desktop auszuwählen, könnt ihr auch mittels der Tastenkombination „Stgr + Windows + Cursor (links oder rechts)“ zwischen den geöffneten Desktops hin und her switchen.

Lassen sich den unterschiedlichen Desktops verschieden Desktop-Hintergründe zur besseren Unterscheidung geben?

Leider ist dies nicht möglich. Ob Microsoft so eine Funktion zu einem späteren Zeitpunkt noch einführt ist aktuell nicht bekannt.

Wie schließt man einzelne virtuelle Desktops und was geschieht mit deren Inhalten?

Um einen virtuellen Desktop wieder zu schließen, drückt ihr wieder die Tastenkombination „Windows + Tab“ und fahrt mit der Maus über den zu schließenden Desktop. Jetzt müsstet ihr ein kleines „X“ in der oberen Ecke des Desktop-Mini-Bildes sehen, welches ihr auch klickt.

Alle geöffneten Programme und Apps wird es automatisch in die links von dem geschlossenen Desktop verschieben. Da es immer den Haupt-Desktop gibt, landen irgendwann alle Anwendungen zwangsläufig auf diesem – zumindest wenn alle weiteren virtuellen Desktops geschlossen wurden.

Bleiben die virtuellen Desktops mit ihren Einstellungen auch nach einem Neustart erhalten?

Da es sich hier um einen virtuellen Desktop handelt, kann und wird dieses nirgend woanders als im Arbeitsspeicher gespeichert, welcher mit einer Trennung vom Strom ebenfalls gelöscht wird. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, sich virtuelle Desktops speichern zu können.

Eine Ausnahme gilt für den Standby-Betrieb, da hier der Arbeitsspeicher noch mit Strom versorgt wird. Nur in diesem Fall bleiben die virtuellen Desktops erhalten und können nach dem „Aufwachen“ des PCs weiter verwendet werden.

Meinung des Autors

Ob man die virtuellen Desktops nun mag oder nicht, ist eine Sache des persönlichen Geschmacks, da sich hier die Vor- und Nachteile meines Erachtens nach die Waage halten. Wer mit den virtuellen Desktops arbeiten möchte, wird sich allerdings recht schnell daran gewöhnen.
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