Windows 10: so lassen sich alle installierten Treiber gleichzeitig auslesen

17.08.2018 15:02 Uhr | maniacu22

Es gibt Windows-Nutzer, die immer auf der Jagd nach den aktuellsten Treibern von den Herstellerseiten sind. Es gibt auch Nutzer, die gerne einen funktionierenden PC wollen und erst an einen neuen Treiber denken, wenn irgendwas nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Die meisten Windows-Nutzer wissen ja bereits, dass man über den Geräte-Manager einen guten Überblick über die aktuelle Treiber-Lage erhält, wobei man hier jedes Gerät einzeln überprüfen muss. Um sich diesen doch sehr langwierigen Weg zu sparen, soll euch nun der nachfolgende Praxis-Tipp einen weiteren, deutlich schnelleren Weg zeigen, über welchen ihr die Daten wie Anzeigename, Treibertyp und ganz wichtig, das Installationsdatum zu sämtlichen installierten Treibern in Erfahrung bringen könnt

Da die meisten PCs sehr wahrscheinlich mehr als nur einen Treiber installiert haben, ist es natürlich auch notwendig, diese möglichst auf dem neuesten Stand zu halten. Doch bevor ihr euch nun mühsam durch den Geräte-Manager klickt, bieten sowohl die Eingabeaufforderung sowie auch die PowerShell die Möglichkeit, Informationen über sämtliche installierten Treiber auslesen zu können.

Aktuelle Treiber-Liste über die PowerShell beziehungsweise Eingabeaufforderung auslesen:

  • drückt „Start“, tippt „PowerShell“ oder „cmd.exe“ ein und öffnet die PowerShell oder die Eingabeaufforderung
  • habt ihr die PowerShell respektive die Eingabeaufforderung geöffnet, gebt nun den Befehl driverquery | more ein und bestätigt mit Enter (am einfachsten kopiert ihr euch den Befehl und fügt diesen über copy&paste ein)
  • anschließend werden euch alle, auf dem System installierten Treiber nach Modulname, Anzeigename, Treibertyp und Linkdatum aufgelistet
  • um die Liste zu erweitern drückt die [Enter]-Taste und haltet diese gedrückt

Möchtet ihr, dass die Liste in eine .txt ausgegeben wird, lautet der Befehl driverquery | more > DeinFileName.txt.

Aber Achtung! Das txt-File wird dort gespeichert, wo ihr euch aktuell in der PowerShell respektive Eingabeaufforderung befindet. Da ihr euch mit Administrator-Rechten standardmäßig im System32 Verzeichnis von Windows befindet, wird die .txt auch dort abgespeichert. Möchtet ihr die .txt lieber gleich auf den Desktop speichern, öffnet dafür den Datei Explorer und navigiert über die Schnellauswahl auf den Desktop. Anschließend klickt ihr dann im Explorer-Menü auf „Start“ und öffnet von dort aus die Eingabeaufforderung respektive die PowerShell. Insofern ihr die PowerShell oder die Eingabeaufforderung ohne Administrator-Rechte startet, reicht auch der Befehl cd Desktop aus, um auf der Desktop-Ebene zu landen.

Die Eingabeaufforderung bietet noch eine weitere Variante, eure installierten Treiber auslesen zu können.

  • öffnet hierzu wie oben beschrieben die Eingabeaufforderung
  • tippt nun den Befehl wmic sysdriver list brief ein und bestätigt mit Enter
  • nun werden euch ebenfalls sämtliche installierten Treiber angezeigt

Möchtet ihr auch diese Datei gerne in einer .txt ausgegeben haben, funktioniert das über den Befehl wmic sysdriver list brief | more > DeinTextname.txt, wobei diese dann im Ordner System32 aufzufinden sein wird.

Meinung des Autors

Mit einem einfachen Befehl lassen sich sämtliche installierten Treiber und anderweitige Anwendungen nach Modulname, Anzeigename, Treibertyp sowie Linkdatum auslesen.
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