Windows 10: so lässt sich die Wallpaper-Komprimierung verhindern

20.09.2018 14:30 Uhr | maniacu22

Die meisten Nutzer verwenden unter Windows 10 sogenannte Wallpaper oder auch Bilder als Desktophintergrund, um diesen zu verschönern. Damit der Desktop allerdings schnell geladen werden kann und das System so wenig wie möglich belastet wird, komprimiert Windows die verwendeten Dateien ganz automatisch. Für den Genuss unkomprimierter Wallpaper oder auch Hintergrundbilder möchten wir euch in nachfolgendem Praxis-Tip zwei Möglichkeiten aufzeigen

Möglichkeit 1:

Wie wir euch bereits in einem anderen Ratgeber gezeigt haben, speichert Windows 10 die Wallpaper, Themes und Hintergrundbilder an verschiedenen Orten, weshalb der genaue Pfad für Desktophintergrundbilder wie folgt lautet:

  • C:BenutzerNutzernemeAppDataRoamingMicrosoftWindowsThemes
  • sucht hier nach TranscodetWallpaper und benennt dieses um, indem ihr .org oder ähnliches anhängt
  • lasst den Ordner geöffnet, da wir diesen später nochmal benötigen
  • sucht euch nun aus eurem gewöhnlichen Bilder-Ordner das gewünschte Hintergrundbild aus und macht mittels Rechtsklick eine Kopie davon
  • benennt die Kopie eures Hintergrundbildes nun als TranscodedWallpaper und lasst Dateiendungen wie .jpg oder .png einfach weg
  • kopiert nun eure in TranscodedWallpaper umbenannte Kopie in den Themes-Ordner unter C:BenutzerNutzernameAppDataRoamingMicrosoftWindowsThemes
  • führt zum Abschluss auf einer freien Stelle des Desktops einen Rechtsklick aus und klickt im Dropdown-Menü auf Aktualisieren
  • jetzt habt ihr ein unkomprimiertes Desktop-Hintergrundbild

Hinweis: Falls bei euch kein AppData-Ordner angezeigt werden sollte, könnt ihr dies über die hier beschriebene Anleitung ändern.

Möglichkeit 2:

Über die Registry lässt sich einstellen, welche Grad der Komprimierung Windows bei der automatischen Komprimierung anwenden soll. Für Nutzer, die gerne eine Slide-Show aus mehreren Bildern bevorzugen, stellt die nachfolgende Möglichkeit auch die einzige Möglichkeit dar, Desktop-Hintergrundbilder unkomprimiert zu erleben.

Achtung: Da die nachfolgend beschriebenen Schritte einen Eingriff in die Registrierungs-Datenbank oder auch kurz Registry erfordern, übernehmen wir keine Haftung für Folgeschäden bei unsachgemäßer Ausführung. Um Problemen von vornherein aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, den oder die entsprechenden Registry-Bäume im Vorfeld zu sichern respektive zu exportieren.

  • ruft nun als erstes euren Registrierungs-Editor mittels der Tastenkombination [Windows] + [r] sowie dem Befehl „regedit“ auf
  • alternativ hierzu lässt sich der Registrierungseditor auch über die [Windows-Taste] (Start) und dem Befehl „registry“ starten
  • navigiert nun im Registrierungs-Editor zu dem Pfad „HKEY_CURRENT_USERControl PanelDesktop
  • führt nun im rechten Feld einen Rechtsklick aus und erstellt über Neu -> DWORD-Wert (32Bit), welchen ihr als JPEGImportQuality betitelt
  • öffnet den soeben neu angelegten DWORD-Wert mittels Doppelklick, stellt den Wert von Hexadezimal auf Dezimal um und gebt einen Wert zwischen 85 und 100 ein
  • 85 entspricht 85%, was die Standardkomprimierung von Windows 10 ist
  • 100 entspricht 100% – es findet keine Komprimierung statt
  • nun könnt ihr den Registry-Editor wieder schließen und wie gewohnt ein Wallpaper auswählen, welches aber seitens Windows nicht mehr komprimiert wird

Meinung des Autors

Mit einer Komprimierungsrate von 85% versucht Windows die Ladezeiten des Desktops so gering wie möglich zu halten und somit die Gesamtperformance zu steigern. Wer sich sagt, dass diese 15% Differenz keinen Unterschied machen, kann auch gerne wie hier beschrieben seine Hintergrundbilder und Wallpaper in unkomprimierter Form genießen.
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