Windows 10: neue Code-Namen nach Redstone 4 und Redstone 5 in Sicht

29.03.2018 09:30 Uhr | maniacu22

Betrachtet man rückblickend die Versionsbezeichnungen von Windows 10, hat es bisher nur „Threshold“ und „Redstone“ gegeben, die in verschiedenen Iterationen aufgetaucht sind. Dabei heißt der aktuelle Codename „Redstone“, welcher nun schon in der dritten Generation angelangt ist und im April und in wenigen Tagen die vierte und bestätigter Maßen im Herbst diesen Jahres auch noch die fünfte Instanz folgen wird. Nutzer, die sich gewünnscht haben, ob sich Microsoft nicht endlich mal einen neuen Namen einfallen lassen würde, dürften diesen Wunsch ab 2019 erfüllt bekommen, da dann eine gänzlich neue Namensgebung eingeführt werden soll, die mit 19H1 und 19H2 zwar etwas kryptisch und lieblos daher kommt, bei genauer Betrachtung aber auch nach mehreren Jahren noch logisch und nachvollziehbar wirken dürfte

Als Microsoft sein Windows 10 im Sommer 2015 offiziell auf die Menschheit losgelassen hat, sind zu jedem Update auch die internen Codenamen wie Threshold oder auch Redstone bekannt gegeben worden, die für viele Nutzer besser klingen, als die offiziellen Versionsnummern, die auch Veröffentlichungs-Jahr und -Monat bestehen, oder gar den Build-Nummern, die ich offen gestanden für die unten zu sehende Übersicht selbst noch einmal nachschlagen musste. Der allerersten, veröffentlichten Windows-10-Version (1507) hat man den Codenamen „Threshold (1)“ gegeben, welchem im darauffolgenden November, das sogenannte November Update (Version 1511) mit der internen Bezeichnung „Threshold 2“ gefolgt ist. Anschließend folgte dann ab Sommer 2016 mit der Version 1607 das Anniversary Update, welches intern erstmals die durch Minecraft inspirierte Bezeichnung „Redstone“ erhielt, und diese über die darauf folgenden Update-Instanzen beibehalten hat. Selbst das für April diesen Jahres, also in wenigen Tagen zu erwartende Spring Creators Update wird als „Redstone 4 “ dieser Tradition folgen, wobei schon bestätigt worden ist, dass das im Herbst diesen Jahres zu erwartende Feature-Update als Redstone 5 bezeichnet werden wird.

bisherige Windows-10-Versionen und ihre Codenamen:

Name
Versions-Nummer
Build-Nummer
interne Versions-Bezeichnung (Codename)
Release Update150710240Threshold (1)
November Update151110586Threshold 2
Anniversary Update160714393Redstone 1
Creators Update170315053Redstone 2
Fall Creators Update170916299Redstone 3
Spring Creators Update180317133?Redstone 4
unbekannt1809?unbekanntRedstone 5
unbekannt1903?unbekannt19H1
unbekannt1909?unbekannt19H2
Wie aus einem aktuellen Bericht von den in der Regel immer hervorragend informierten Kollegen von Windows Central hervorgeht, plant Microsoft ab Frühjahr kommenden Jahres eine vollkommen neue Bezeichnung für die nachfolgenden Windows-10-Versionen einzuführen, wodurch nicht nur mit der Redstone-Traddition gebrochen wird, sondern auch mit der allgemeinen Namensgebung. Das erste Feature-Update für 2019 soll demnach als „19H1“ bezeichnet werden, wobei die 19 für das Jahr und H1 für die erste Jahreshälfte steht. Weiter soll es dann mit 19H2, 20H1, 20H2 und so weiter gehen.

Ob damit auch die Versions-Nummern entfallen respektive durch die neuen Code-Namen ersetzt werden, ist bislang noch nicht geklärt aber durchaus anzunehmen. Denn durch diesen Namenswechsel würde sich Microsoft nicht nur von der immerwährenden Suche nach einem passenden Codenamen verabschieden, sondern zugleich auch noch die oftmals kritisierten Versionsnummern ersetzen, die schon lange nicht mehr in den Monaten veröffentlicht worden sind, für welche die Ziffern eigentlich stehen. Das für April zu erwartende „Spring Creators Update“ zum Beispiel trägt auch wieder die Versionsnummer 1803, obwohl die offizielle Freigabe erst im April erfolgt. Durch die neuen Codenamen würde sich Microsoft selbst von dem Druck befreien, ein Feature-Update Monatsgenau fertigstellen zu müssen, da man sich mit „H1“ und „H2“ nunmehr auf ein ganzes Halbjahr beschränken würde. Das ist aktuell aber nur so ein Gedanke, der noch nicht in dieser Form bestätigt worden ist.

Meinung des Autors

Aus welchen Gründen Microsoft die neuen Versions-Bezeichnungen einzuführen gedenkt, weiß bislang womöglich nur Microsoft selbst. Persönlich würde ich mal behaupten, dass man mit dieser neuen Art und Weise der Bezeichnung die Versionsnummer sowie auch die interne Code-Bezeichnung verschmelzen lassen könnte, womit sich Microsoft auch den Druck nimmt, ein Feature-Update zu einem monatlich fixen Termin veröffentlichen zu müssen. Man hätte somit ein halbes Jahr Zeit, entsprechende Feature-Updates zu veröffentlichen. Dumm wäre dann nur, wenn es dann auch hier zu Verzögerungen kommen würde, so dass beispielsweise die 19H1 erst im Juli 2019 fertig wird, aber das ist Schwarzmalerei, oder wie denkt ihr darüber?
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