Windows 10: empfehlenswerte Tools zum Auslesen der GPU-Temperatur

09.08.2018 10:37 Uhr | maniacu22

Die Grafikkarte gehört neben dem Prozessor (CPU) zu den Kernelementen eines Computers. Wenn beide Komponenten bei den aktuell extrem sommerlichen Temperaturen Schwerstarbeit leisten müssen, ist es Ratsam, nicht nur die Temperaturen der CPU, sondern auch die der GPU im Auge zu behalten. Welche Möglichkeiten es gibt, die Temperaturen dedizierter Grafikkarten überwachen und auch steuern zu können, soll euch der nachfolgende Prxis-Tipp zeigen

Ähnlich wie schon bei der Überwachung der Temperaturen von CPU’s gibt es auch unzählige Möglichkeiten, die Temperaturen von GPU’s, sprich Grafikkarten auslesen und überwachen zu können. Zu Beginn sollte erwähnt werden, dass sich die verschiedenen Grafikkarten-Modelle hinsichtlich ihrer maximal möglichen Temperatur bis zum Throtteln respektive auch Heruntertakten maßgeblich unterscheiden. So laufen viele der High-End-Modelle aus dem Hause Nvidia, wie zum Beispiel die GeForce GTX 1080Ti von Hause aus schon auf einem recht hohen Temperatur-Niveau. Zudem ist der über den Temperatur-Sensor ausgelesene Wert auch stark von dem verwendeten Kühlsystem auf dem Chip, sowie auch dem des Gesamtsystems, sprich Gehäuse abhängig, so dass sich ausgelesene Temperaturen in vielen Fällen stark unterscheiden können. Doch welche Tools sind zum Auslesen der Grafikkarten-Temperatur empfehlenswert? Nachfolgend möchte ich euch ein paar Beispiele nennen:

GPU-Temperatur mittels Hersteller-Tool auslesen:

Nahezu jeder Hersteller von Grafikkarten bietet auf seiner Webseite ein entsprechendes Tool zum Steuern sowie auch Auslesen der Grafikkarten-Einstellungen. Falls im Lieferumfang eurer Grafikkarte möglicherweise eine Treiber-CD enthalten ist, lasst bitte gleich die Finger davon, da die darauf enthaltene Software sowie Treiber sowieso schon veraltet sind. Schaut lieber direkt auf der Webseite des Geräteherstellers nach. Insofern der Grafikkartenhersteller kein geeignetes Tool zur Verfügung stellen sollte, gibt es immer noch den direkten Weg über den Chiphersteller.

AMD’s im Adrenalin-Treiber integrierter WattMan

Im Mainstream-Bereich bieten die beiden beliebtesten Chiphersteller, NVIDIA sowie AMD jeweils eigene Überwachungs-Tools an. Während bei AMD Einstellungen sowie auch Überwachung kombiniert über den Adrenalin-Treiber erfolgen, müssen Nutzer einer Nvidia-Grafikkarte für die Einstellungen sowie Überwachung der Grafikkarten-Werte neben dem Nvidia-Treiber auf ein separates Tool zurückgreifen. Hier hat sich der Afterburner von MSI einen sehr guten Namen machen können, der unabhängig vom eigentlichen Hersteller mit jeder Grafikkarte kompatibel ist, ja selbst denen aus dem Hause AMD.

Alternative 1 – GUP-Z:

Wer auf die grafische Pracht des Adrenalin-Treibers oder des MSI Afterburners kann oder auch möchte, für den empfiehlt sich das kleine Tool GPU-Z, welches bezüglich des Funktionsumfangs den „Großen“ in nichts nachsteht und mit jedem Grafikkartenmodell zusammen arbeitet. Über das Drop-Down-Menü bei „GPU Temperature“ lässt sich auch Anstelle der aktuellen Temperatur auch die maximale, niedrigste oder auch durchschnittliche Temperatur anzeigen.

das kleine aber leistungsstarke GPU-Z

Alternative 2 – HWMonitor

Wer kein Freund von unzähligen Tools mit speziellen Aufgaben ist, kann wie schon zum Auslesen der CPU-Temperatur auch die GPU-Temperatur mittels HWMonitor nutzen. Ähnlich dem AMD-Treiber oder auch dem MSI Afterburner zeigt HWMonitor neben den Temperaturen auf Wunsch auch noch die Lüftergeschwindigkeiten, Taktraten oder auch Spannungen an, was für Freunde des Overcklockings nicht uninteressant sein dürfte.

der Alleskönner HWMonitor

Alles in Allem eignet sich jedes der hier aufgezählten Tools zum Auslesen und Überwachen der Temperatur-Werte. Und obwohl es noch unendlich viele Tools dieser Art gibt, konnten wir nicht jedes hier aufführen. Nutzt ihr selbst ein ganz anderes Tool, welches ihr empfehlen könnt, wisst ihr ja, dass euch der Kommentarbereich für Ergänzungen oder Verbesserungen zur Verfügung steht.

Meinung des Autors

Nicht nur bei den aktuellen Außentemperaturen sollten die Temperaturen der CPU wie auch die der GPU, sprich Grafikkarte immer im Blick behalten werden.
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