Mitschnitte in Skype von Microsoft oder bei anderen Anbietern verhindern - So klappt es (oder nicht) Update!

15.08.2019 11:00 Uhr | Zeiram

Durch die aktuellen News überall fragen sich immer mehr Nutzer wie man das Mitschneiden von Sprachaufnahmen in Diensten von Microsoft, aber auch bei Amazon, Apple oder Google verhindern kann. In diesem Kurztipp sammeln wir die offiziellen Lösungen um Mitschnitte bei Skype, Siri, Cortana oder dem Google Assistent zu sperren, aber auch trotz Neuerungen gibt es (noch?) nicht bei allen eine Lösung die zufriedenstellt und Microsoft scheint im Moment nach wie vor am wenigstens kooperativ zu sein.

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Amazon / Alexa
Hier hat man eine Möglichkeit zum Opt-Out, also zum Abmelden von diesen Mitschnitten. Öffnet dazu die Alexa App, geht oben links auf die drei Striche, oder wischt einmal von links nach rechts, und geht dann auf die Einstellungen. Hier kann man dann im Bereich für den Alexa Datenschutz über den Menüpunkt Legen Sie fest, wie Ihre Daten Alexa verbessern sollen den Schieberegler bei der Option Bei der Verwendung von Amazon Services und beim Entwickeln neuer Funktionen mithelfen deaktivieren.

Apple / Siri
Eine Opt-Out Funktion gibt es hier noch nicht, aber im Moment hat Apple versichert, dass man die Mitschnitte vorläufig aussetzen wird. Allerdings soll das Ganze nach einer Überprüfung und auch mit Überarbeitungen wieder genutzt werden, aber dann wird es vermutlich auch eine Option geben über die man sich abmelden kann. Diese reichen wir dann nach.

Google / Google Assistant
Auch Google setzt seine Überprüfung der Sprachaufnahme zumindest in der EU vorerst aus. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) hat dafür gesorgt, dass Google dies im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zumindest für 3 Monate, also bis Ende Oktober, machen muss. Danach hofft man ebenfalls auf eine Opt-Out Lösung.

Microsoft / Cortana / Skype
Hier sieht es laut Venturebeat aktuell scheinbar ganz anders aus, da Microsoft die Daten ja über die Übersetzerfunktion offiziell sammeln würde, auch wenn das mancher sicher anders sieht, und dabei nicht wichtig wäre ob man die Daten selbst oder durch Dritte machen lässt. Man würde dabei weder Namen noch IDs der User nutzen und europäisches Recht einhalten. Hier scheint aktuell eine Änderung der Handhabung unwahrscheinlicher zu sein.

Diese Vermutung hat sich nun durch eine Aktualisierung der Datenschutzerklärung von Microsoft bestätigt. Dort wird nun mehrfach darauf hingewiesen, dass Daten erhoben werden und auch, dass diese Daten von Drittanbietern gesammelt werden können. Es wird auch erklärt, dass die Daten geteilt werden, wie man diesem Zitat entnehmen kann:

„Wir teilen Daten auch mit von Microsoft kontrollierten Tochtergesellschaften und mit Lieferanten, die für uns arbeiten. Wir teilen Daten, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder um auf rechtliche Verfahren zu reagieren; um unsere Kunden zu schützen; um Leben zu schützen; um die Sicherheit unserer Produkte zu gewährleisten und um die Rechte und das Eigentum von Microsoft und seinen Kunden zu schützen.“

Es wird nun auch direkt darauf hingewiesen, dass Daten bei der Nutzung von Sprache aufgezeichnet werden. Man erklärt aber auch, dass man dies unter über die Einstellungen im Bereich Datenschutz und dort im Untermenü Sprache ausschalten kann indem man den Schieberegler für die Online-Spracherkennung auf Aus stellt. Allerdings wird auch erwähnt, dass Daten für manche Dienste, wie eben für die App „Übersetzer“ trotzdem gesammelt werden.

Will man die Dienste nutzen muss man also nach wie vor zum Teil der Sammlung der Daten zustimmen. Eine Möglichkeit sich per Opt-Out abzumelden gibt es nach wie vor nicht!

Meinung des Autors

Immerhin hat Amazon schon eine Opt-Out Möglichkeit am Start, aber hoffentlich ziehen Apple, Google und vor allem Microsoft nach anstatt nach anderen Wegen zu suchen… Bei Microsoft sieht es aktuell eher schlechter aus, da man in der Tat einen anderen Weg gehen will...

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