• Windows 10: automatische Erstellung von Wiederherstellungspunkten - so gehts

    Wer öfters mal vergessen sollte, unter Windows 10 einen Wiederherstellungspunkt anzulegen, damit bei Windows-Fehlern auf einen vorherigen Systemzustand zurückgesetzt werden kann, wird sicherlich erfreut sein zu lesen, dass sich diese Wiederherstellungspunkte auch ganz automatisch von Windows erstellt werden können. Welche Voraussetzungen für das automatische Erstellen eines Wiederherstellungspunktes nötig sind und wo die Unterschiede zwischen der Home- beziehungsweise Pro-Version von Windows 10 liegen, soll euch dieser Praxis-Tipp erklären



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/20202-windows-modifikation.jpg


    Die meisten Windows-10-Nutzer wissen sicherlich, dass sich unabhängig von sogenannten Image-Tools von Drittherstellern auch direkt über Windows sogenannte Systemabbilder, die auch als Wiederherstellungspunkte bezeichnet werden, erstellen lassen, durch welche sich das gesamte System bei Bedarf auf einen vorherigen Systemzustand zurücksetzen lässt. Bei bestimmten Ereignissen wie zum Beispiel einem größeren Update erstellt zwar Windows 10 selbst einen Wiederherstellungspunkt, doch vor kleineren Updates oder Installationen von Anwendungen muss der Nutzer einen händischen Wiederherstellungspunkt anlegen. Allerdings kann man Windows auch beibringen, diese Sicherung vollkommen automatisch durchführen zu lassen, zumindest der Windows Defender als Antivirenprogramm genutzt wird und dieser seine Scans täglich ausführen darf.


    Genau genommen wird die tägliche Sicherung bei der Windows-10-Pro-Version über einen Eintrag im Gruppenrichtlinieneditor oder bei der Home-Version über einen Registry-Eintrag durchgeführt, was zwar die Systemsicherheit erhöht, aber auch mehr freien Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk benötigt. Wer also täglich sein Windows automatisch über einen Wiederherstellungspunkt sichern möchte, sollte je nach der Größe von Windows für entsprechenden freien Speicher auf seinem Systemlaufwerk sorgen.


    Da Microsoft das automatische Setzen von Wiederherstellungspunkten in der Voreinstellung deaktiviert hat, sollte man zuerst überprüfen, ob diese auch aktiviert ist. Hierzu geht ihr wie folgt vor:



    • tippt ihr nach dem Drücken der Windows-Taste "Wiederherstellung" ein und bestätigt mit Enter
    • klickt im nachfolgenden Fenster auf "Systemwiederherstellung konfigurieren"
    • im nachfolgenden Fenster "Systemeigenschaften" sollte unter dem Reiter "Computerschutz" der Schutz eures Systemlaufwerks auf "Ein" stehen
    • markiert euer Systemlaufwerk und klickt dann auf "konfigurieren"
    • falls der Computerschutz eures Systemlaufwerks nicht aktiviert ist, könnt ihr dies nun erledigen
    • überprüft zudem gleich noch, dass unter "Maximale Belegung" der freigegebene Speicherplatz mindestens 5, besser 20 Gigabyte beträgt



    Aktivierung der automatischen Erstellung von Wiederherstellungspunkten unter Windows 10 Pro


    In der Professional-Edition von Windows 10 wird die Aktivierung der täglichen System-Backups über den Gruppenrichtlinieneditor geregelt.



    • öffnet dazu das Ausführen-Feld mittels "Windows + r"
    • gebt hier den Befehl "gpedit.msc" ein und bestätigt mit Enter woraufhin sich der Gruppenrichtlinieneditor öffnet
    • hier navigiert ihr nun im linken Feld auf "Computerkonfiguration –› Administrative Vorlagen –› Windows-Komponenten –› Windows Defender Antivirus –› Scan"
    • führt nun im rechten Tabellenbereich einen Doppelklick auf "Erstellen eines Systemwiederherstellungspunkts" und aktiviert diesen im nächsten Fenster
    • um den Vorgang abzuschließen, klickt nun noch auf "OK"
    • ein Systemneustart ist nicht zwingend notwendig



    Aktivierung der automatischen Erstellung von Wiederherstellungspunkten unter Windows 10 Home


    Da Nutzer der Home-Version von Windows 10 keinen Zugriff auf den Gruppenrichtlinieneditor haben, muss hier ein kleiner Umweg über die Registry herhalten, der wie folgt aussieht.



    • öffnet dazu das Ausführen-Feld mittels "Windows + r"
    • gebt hier den Befehl "regedit" ein und bestätigt mit Enter woraufhin sich der Registrierungs-Editor öffnet
    • navigiert hier zu "HKEY_LOCAL_MACHINE –› SOFTWARE –› Policies –› Microsoft –› Windows Defender"
    • führ einen Rechtsklick auf "Windows Defender" aus und erstellt über das Drop-Down-Menü einen neuen Ordner, den ihr als "Scan" bezeichnet
    • in der rechten Tabelle führ ihr nun erneut einen Rechtsklick aus und wählt über "Neu -> Dword-Wert (32 Bit)" welchen ihr als "DisableRestorePoint" bezeichnet
    • der automatisch gesetzte "Wert 0" bedeutet, dass die Deaktivierung eine RestorePoints deaktiviert wurde, werden die Wiederherstellungspunkte somit automatisch erstellt
    • da eine Änderung in der Registry in der Regel einen Neustart erfordert, führt ihr nun zum Abschluss einen Neustart durch

    Gefällt dir der Artikel

    Windows 10: automatische Erstellung von Wiederherstellungspunkten - so gehts

    ?

    Meinung des Autors
    Viel bequemer geht es nun nicht mehr. Das automatische Anlegen von Wiederherstellungspunkten ist etwas für vergessliche oder auch faule Menschen. Für mich also genau richtig.Jetzt kommentieren!
    Hinweise & Tipps:

    1. Lade dir unsere Windows-10-App herunter, um bei einem neuen Artikel eine Push-Benachrichtung auf deinem Smartphone / Tablet / Desktop-PC zu erhalten
    2. Oder folge uns auf Facebook, Google oder Twitter um keinen News- oder Tipp-Artikel mehr zu verpassen
    3. Besuche unseren Artikel Windows 10 Fragen und Antworten für Neueinsteiger
    4. Sofern du eine bestimmte Frage zu Windows 10 hast, stelle sie einfach direkt hier
    « Windows 10: Godmode aktivieren - so gehtsWindows 10: Suchfeld in Taskleiste deaktivieren - so geht es ganz einfach »
    Ähnliche News zum Artikel

    Windows 10: automatische Erstellung von Wiederherstellungspunkten - so gehts

    Windows 10: maximale Download-Geschwindigkeit von Updates festlegen - so geht es
    Im Rahmen der Aktualisierungen von Windows 10 und anderen Anwendungen werden teilweise große Datenmengen heruntergeladen, was... mehr
    Timeline in Windows 10: Zeitleiste über die Registry dauerhaft abschalten - so geht es
    Die Zeitachse, die mit dem 'April 2018 Update' eingeführt und ungefragt aktiviert wurde, ist durchaus umstritten. Aus Datenschutzgründen... mehr
    Android oder iOS Smartphone mit Windows 10 PC verknüpfen - So geht es ganz leicht!
    Windows 10 bietet die Verbindung von PC und Smartphones an, damit man diverse Daten austauschen kann und so manches Angefangene mobil... mehr
    Timeline in Windows 10: Verlauf löschen und Zeitleiste abschalten - so geht es
    Microsoft hat mit dem 'April 2018 Update' die neue Funktion einer Zeitachse in Windows 10 eingeführt, über die zurückliegende Vorgänge... mehr
    Windows 10 April 2018 Update: Freigabe für alle Nutzer und Statistik zur Verteilung
    Für die bislang eher schleppende und nicht immer reibungslose Verteilung der großen Windows 10 Updates musste Microsoft mitunter heftige... mehr

    Windows 10: automatische Erstellung von Wiederherstellungspunkten - so gehts

    – deine Meinung ?
    Kommentare
    1. Avatar von IT-SK
      IT-SK -
      Da Microsoft das automatische Setzen von Wiederherstellungspunkten in der Voreinstellung deaktiviert hat, sollte man zuerst überprüfen, ob diese auch aktiviert ist
      Besonders nett ist das Windows 10 diese Einstellung bei Upgrades still und leise zurücksetzt!!
      Der User fühlt sich sicher, die Wiederherstellungspunkte werden ja angelegt, wenn er sie dann benötigt...NADA.
      Weil deaktiviert. Ein echtes Ärgernis in meinen Augen.
      Der versierte Nutzer hat meist zusätzlich Fremd Tool zum Sichern, "Otto-Normal-User" guckt in die Röhre.
    1. Avatar von Heinz
      Heinz -
      Ich meine auch,es würde vollkommen reichen,wenn Microsoft einfach die alten Punkte nach einem Upgrade löschen würde statt komplett zu deaktivieren.
    1. Avatar von hjklasz5tw
      hjklasz5tw -
      Ich bin gleicher Meinung. Die Wiederherstellungseinstellungen sollten nach einem Upgrade nicht deaktiviert werden.
    1. Avatar von IT-SK
      IT-SK -
      Für MS ist eine neue Build eben quasi ein neues BS......sollte zumindest per Warnmeldung drüber informiert werden.
      Hätten sie doch gleich mitbasteln können wie neuerdings die Warnung zum PIN bei der Anmeldung.
      Es geht doch angeblich immer um die Sicherheit.
    1. Avatar von goetheanum
      goetheanum -
      hi,

      Der Autor faul und vergesslich??? Von Ferne grüsst der Salzheimer.....

      Danke für die Hinweise. Wie üblich nach Updates den PC checken....
    Kommentar schreiben

    z.B. "Gast" oder "Mike"