• Windows 10: bei Nutzung einer SSD sollte Superfetch deaktiviert werden - so funktioniert es

    Microsoft wie schon bei seinen vorherigen Windows-Versionen auch unter Windows 10 den Dienst SuperFetch integriert, welcher dafür sorgt, alle benötigten und häufig genutzten Anwendungen bereits im Vorfeld in den Arbeitsspeicher geladen werden und somit deutlich schneller gestartet werden können. Da dieser Dienst allerdings aus Zeiten herkömmlicher Festplatten stammt und heutige SSD-Laufwerke an sich schon schnell genug sind, ist dieser Dienst unnötig geworden. Viel mehr noch. SuperFetch sorgt auf SSD-Laufwerken für unnötig viele Lese- und Schreibvorgänge, wodurch sich die Lebensdauer der Speicherzellen verkürzen kann. Welche Möglichkeiten es gibt, die Funktion SuperFetch deaktivieren oder auch wieder aktivieren zu können, soll euch dieser Praxis-Tipp erläutern



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/18744-windows-modifikation.jpg


    Vor der Ära der SSD-Laufwerke war es für Windows-Nutzer wichtig, öfter benötigte Programme und Anwendungen im Arbeitsspeicher bereit zu halten, so dass diese bei einem Start schneller geladen werden können. Da mittlerweile viele Nutzer von den Vorteilen der schnellen SSD-Laufwerke überzeugt sind, bedarf es dieser Windows-Funktion namens SuperFetch nicht mehr. Vielmehr sorgt SuperFetch sogar dafür, dass auf den SSD-Laufwerken unnötige Lese- und Schreibvorgänge stattfinden, was deren Lebensdauer über einen längeren Zeitraum drastisch verringern kann. Windows 10 bietet wie auch schon Windows 7 und Windows 8 mehrere Möglichkeiten, die SuperFetch-Funktion zu deaktivieren. Zwei dieser Methoden möchte ich euch nachfolgend vorstellen.



    SuperFetch über Windows-Services deaktivieren:



    • betätigt die Tastenkombination Windows +R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
    • gebt hier den Befehl services.msc ein und betätigt Enter
    • in der sich nun geöffneten Dienste-Liste sucht ihr den Eintrag SuperFetch, welchen ihr mittels Doppelklick öffnet
    • in dem sich nun geöffneten Eigenschaften-Fenster wählt ihr über das Dropdown-Menü bei Starttyp den Eintrag Deaktiviert aus
    • nachdem ihr die Einstellungen übernommen habt, könnt ihr alle geöffneten Fenster schließen
    • abschließend muss Windows neu gestartet werden, damit die Einstellungen aktiv werden



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/18742-02.jpg


    SuperFetch über die Registry deaktivieren / konfigurieren:


    Wie so oft, lässt sich das Windows-Verhalten über die Registry etwas detaillierter einstellen, was auch im Fall von SuperFetch der Fall ist. Allerdings empfehle ich diese Vorgehensweise nur versierten Nutzern, da bei fehlerhaften Einstellungen keine Garantie übernommen werden kann.



    • betätigt wieder die Tastenkombination Windows + R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
    • gebt nun den Befehl regedit ein, um die Registry zu öffnen
    • navigiert nun zu folgendem Schlüssel

      Code:
      Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters

      den ihr auch einfach kopieren und in die Suchleiste der Registry einfügen könnt

    • im rechten Feld führt ihr nun einen Doppelklick auf den Eintrag EnablePrefetcher aus
    • unter Wert habt ihr nun die Möglichkeit, unter folgenden SuperFetch-Modi wählen zu können


    • 0: SuperFetch ist deaktiviert
    • 1: beschleunigt den Start von Programmen
    • 2: beschleunigt den Bootvorgang
    • 3: beschleunigt Start von Programmen sowie auch den Bootvorgang


    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/18743-03.jpg


    Standardmäßig ist hier der Wert "3" eingetragen, wodurch der Programmstart als auch der Bootvorgang beschleunigt wird. Sollte euer Windows auf einer SSD installiert sein, sollte auf den Wert 0 umgestellt werden.

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    Kommentare
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      Hmm,

      habe aber
      EnablePrefetcher mit wert (3)
      EnableSuperfetch mit wert (3)

      weil mal wird von SuperFetch gesprochen und gezeigt wird aber EnablePrefetch

      im rechten Feld führt ihr nun einen Doppelklick auf den Eintrag EnablePrefetcher aus
      unter Wert habt ihr nun die Möglichkeit, unter folgenden SuperFetch-Modi wählen zu können
      das irritiert mich leicht !

      muss ich dann beide auf ( 0 ) setzen ?
      Anhang 18747
      lg
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      Wie du siehst, habe ich auf den Screenshots nur "EnablePrefetcher" stehen, dessen wert ich von 3 auf 0 gesetzt habe.
      Wo hast du denn noch "EnableSuperFetch" gefunden? Jetzt verwirrst du mich aber
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      Bin ja selber verwirrt das es überhaupt dort steht !

      Keine Ahnung wo das herkommt , oder evtl. vom Sandisk Dashboard weil die SSD ja von Sandisk ist .

      Wäre so meine Erklärung. Aber sonst bin ich mir nicht bewusst das ich es irgendwann mal manuell eingefügt hätte .

      Aber auch egal Rechner läuft perfekt ! Alles da wo es sein soll . Er macht auch was er soll !

      lg
    1. Avatar von Westend
      Westend -
      Moin,
      in der Registry habe ich das auch stehen, ohne SSD.
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      Habt ihr eure Systeme vielleicht nach dem Upgrade nie neu aufgesetzt? Der Wert "EnableSuperFetch" ist nämlich eigentlich ein Überbleibsel von früher, der von Windows 10 eigentlich auch nicht mehr ausgewertet werden dürfte.
    1. Avatar von Westend
      Westend -
      Win 10 habe ich schon min. 10mal neu aufgesetzt.
      Zuletzt die 1709 clean installiert.
      Gruß
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      Ich hatte mein System mit dem Installationstool von MS als CleanInstall aufgesetzt .

      Und bis heute nur Updates die kamen Installiert .

      Also wenn ich richtig verstehen sollte kann der schlüssel mit EnableSuperfetch gelöscht werden ?
    1. Avatar von dau0815
      dau0815 -
      Am besten löscht man gar nichts aus der Registry. Nicht benötigte Einträge machen keinerlei Probleme. Kosten auch keine Performance.
      Man weiß aber nie, was man sich evtl. für Probleme einhandelt, wenn man irgend etwas löscht.
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      So siehts aus, einfach ignorieren!
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      auch nicht wenn sie sich VERMUTLICH gegenseitig beeinflussen bzw. aufheben .

      Nicht gesehen was gemeint ist ?

      lg
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      Wenn Windows den Registrywert nicht auswertet, dann kann er den anderen auch nicht beeinflussen oder aufheben. Das ist dann einfach nur noch eine nicht beachtete Zeichenkette.
    1. Avatar von Westend
      Westend -
      @Alex
      In meiner Insider 17604 installiert in einer VM ist der Eintrag auch noch vorhanden.
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      Bei mir gibts den gar nicht mehr, möglicherweise wird der durch einen Treiber oder eine andere Komponente gesetzt, die bei den anderen nicht vorhanden sind.
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      hmm,

      habe mal versucht mit wert (0) und (3) .

      Kein fühlbarer Unterschied ! Boottime immer so um 40-45 sek. ( MBR )

      Aber Rechner läuft perfekt zu 99 %
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      Zitat Zitat von Thomas62 Beitrag anzeigen
      Aber Rechner läuft perfekt zu 99 %
      DAS ist doch wichtig Alles andere ist dann egal
    1. Avatar von weiss-nicht
      weiss-nicht -
      navigiert nun zu folgendem Schlüssel Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlS et\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters den ihr auch einfach kopieren und in die Suchleiste der Registry einfügen könnt
      Kannst du den Leerschlag bei ControlSet herausnehmen, sonst funzt das kopieren nämlich nicht
      Danke
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      @weiss-nicht:

      sorry, vergessen dass die Forensoftware keine Codes mit mehr als 20 Zeichen oder so korrekt annimmt. Habs jetzt in ein Code-Fenster geschoben, so sollte es gehen
    1. Avatar von Thomas62
      Thomas62 -
      Zitat Zitat von weiss-nicht Beitrag anzeigen
      Kannst du den Leerschlag bei ControlSet herausnehmen, sonst funzt das kopieren nämlich nicht
      Danke

      brauch man doch nur Leerzeichen wegnehmen .
    1. Avatar von Gast
      Gast -
      Hallo Leute,

      lasst doch einfach mal alle Einstellungen so wie sie sind, wenn das System rund läuft.
      SSD's wurden in vielen Fachzeitschriften einem Dauertest unterzogen und dabei wurde festgestellt, dass SSD's deutlich länger halten, als die angegebenen MTBF Angaben des Herstellers. Ob nun das Prefetching läuft oder nicht ist völlig wurscht
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      @Gast
      Eben, es gibt keinen einzigen Grund an den Einstellungen des Prefetchers rumzudoktern. SSDs sind schon seit ca. zehn Jahren nicht mehr die Mimöschen, die sie mal waren und Windows kann schon seit Windows 7 korrekt damit umgehen. Bei mir werden die SSDs im Optimierungsdialog immer sauber als "Solid State Drive" angegeben und lediglich die "Optimierung" angeboten, was einem manuellen "TRIM" entspricht.

      Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist im Sytem was faul. Treiber stimmen nicht oder es wurde mal wieder eine Festplatte auf SSD geklont. Und das, das kann man dann beheben, indem man in einer Eingabeaufforderung den Befehl: "winsat diskformal" oder (allgemeiner mit kompletter Hardwareerkennung) "winsat formal" ausführt, damit Windows den Typ des Datenträgers ermittelt und in seiner Konfiguration hinterlegt. Dann sollten auch alle Parameter stimmen und Windows wird eine SSD völlig korrekt handeln, ohne dass man Hand an die Prefetcher Konfiguration legen müsste.

      Die Optimierung von Windows auf SSDs ist Steinzeitwissen, das beruhigt in den Bereich "Windows Mythen" verbannt werden kann.
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    z.B. "Gast" oder "Mike"