• BIOS-Update für Raven Ridge sowie Pinnacle Ridge: nahezu alle Mainboards von ASUS, ASRock, Gigabyte und MSI erhalten aktualisierte AGESA-Version - UPDATE III

    Es ist soweit. AMD wird schon am Montag kommender Woche, dem 12. Februar die neuen Desktop-APUs der Raven-Ridge-Generation im Handel platzieren. Bereits vor Wochen hat AMD die neuen AGESA-BIOS-Updates (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) an seine Boardpartner ASUS, ASRock, Gigabyte sowie MSI verteilt, welche auch nicht untätig gewesen sind und entsprechende BIOS-Versionen vorbereitet hat, die mittlerweile für 99 Prozent aller verfügbaren AM4-Mainboards zur Verfügung stehen



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    UPDATE vom 16.02.2018 - 17:30 Uhr


    Wie die Kollegen von heise.de in Erfahrung bringen konnten, erklärt sich AMD in einem Support-Beitrag auf seiner Webseite dazu bereit, sogenannte Root-Kits an Käufer der neuen Raven-Ridge-APUs zuzusenden, falls diese nicht in einem ebenfalls neu gekauften AM4-Mainboard nicht anlaufen sollte. Bedingung für die kostenlose Zusendung einer solchen Leih-CPU ist die Kreditkarten-Nummer des Käufers, auf welche ein bislang unbekannter Sicherheitsbetrag reserviert werden soll, der nicht höher als der Neupreis des entsprechenden CPU-Modells ausfallen soll. Nach einem erfolgreichen BIOS-Update sowie der Rücksendung, soll der Betrag dann wieder storniert werden.


    Einfacher sollte allerdings der Kontakt zum jeweiligen Mainboard-Händler sein, der das notwendige BIOS-Update bereitstellen könnte. Wie schon vorgestern erwähnt, kann dies unter Umständen mit Kosten verbunden sein.



    UPDATE vom 15.02.2018 - 16:11 Uhr


    Nachdem bislang noch einige wenige Mainboards wie das "Fatal1ty X370 Professional Gaming" oder auch das "X370 Taichi" auf ihr BIOS-Update für AGESA 1.0.0.0 warten mussten, können diese nun auch das intern als Version 4.40 bezeichnete BIOS-Update durchführen, wodurch diese in der Lage sein sollten, neben den neuen Raven-Ridge-APUs auch die im April folgenden Pinnacle-Ridge-CPUs alias Ryzen Refresh zu unterstützen. Um eventuellen Komplikationen vorzubeugen, werden Besitzer dieser Mainboards allerdings darauf hingewiesen, vor der Version P 4.40 die Bridge-BIOS-Version P 3.30 zu installieren.



    UPDATE vom 15.02.2018 - 12:42 Uhr


    Wie schon im vergangenen Jahr zur Einführung der Ryzen-Prozessoren, scheinen aktuell die seit wenigen Tagen verfügbaren Raven-Ridge-APUs ebenfalls noch ihre Kinderkrankheiten mit sich zu bringen, die AMD schnellstmöglich zu beheben versucht. Das Problem liegt darin, dass die aktuell verfügbaren AM4-Mainboards mit den bisherigen B350- respektive X370-Chipsätzen ausgestattet sind und somit schon seit längerer Zeit auf dem Markt sind. Somit ergibt sich der Umstand, dass die Boards theoretisch dazu in der Lage sind, auch mit einer der neuen Raven-Ridge-APUs umgehen zu können, allerdings aufgrund einer veralteten BIOS-Version im worst case den Boot-Vorgang komplett verhindern können, wodurch dann auch das nötige BIOS-Update durch den Nutzer unmöglich wird. Auf seiner Support-Homepage stellt der Hersteller unter dem Titel "Unable to Boot New Desktop System Configured with AMD 2nd Generation Ryzen™ Desktop Processor, and AMD Socket AM4 Motherboard" diverse Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung.


    Im besten Fall hat man noch eine ältere Ryzen-CPU im Haushalt, die einen Bootvorgang und somit auch ein entsprechendes BIOS-Update ermöglicht. Da dieses Szenario allerdings auf die wenigsten Nutzer zutreffen dürfte, verweist AMD auf den Händler, über den dann ein BIOS-Update erfolgen soll. Während einige Händler für ein BIOS-Update eine Bearbeitungsgebühr verlangen, stellen gute Händler diesen Service kostenlos zur Verfügung. Sehr gute Händler hätten dagegen schon beim Verkaufsvorgang darauf hinweisen sollen, dass es Probleme mit den BIOS-Versionen geben könnte, insofern eine der neuen Raven-Ridge-APUs verbaut werden sollen und eben zu diesem Verkaufszeitpunkt anbieten können, ein entsprechend aktuelles BIOS aufzuspielen.



    Obwohl der AM4-Sockel durch seine geplante Langlebigkeit viele Vorteile mit sich bringt, muss man sich natürlich auch der möglichen Hindernisse bewusst sein, die wie in diesem Fall mit einem BIOS-Update einhergehen, welches für den Betrieb einer neuen CPU-Generation zwingend notwendig ist. Verständlicherweise lässt sich auch nicht ausschließen, dass in den kommenden Wochen noch die einen oder anderen Mainboards im Handel auftauchen, die eben noch kein aktualisiertes BIOS haben. Daher empfehle ich den Interessenten, sich schon vor oder während des Kauf-Vorgangs entsprechend zu informieren, welche BIOS-Version installiert ist beziehungsweise welche Möglichkeiten der Händler bietet, dass die entsprechend aktuellste BIOS-Version noch vor Ort installiert werden kann.

    Original-Artikel vom 09.02.2018 - 17:26 Uhr


    AMDs Boardpartner, worunter ASUS, ASRock, Gigabyte sowie auch MSI gehören, haben in den letzten Tagen ihre aktualisierten, mit der neuesten AGESA-Version ausgestatteten BIOS-Versionen zur Verfügung gestellt. Auch wenn die bisher aktuellste AGESA-Version mit der Nummer 1.0.7.1 ausgegeben wurde, beginnt AMD nun wieder bei der Version 1.0.0.0. Das mag vielleicht verwirrend sein, hat aber den Hintergrund, dass mit der neuen AGESA-Version sämtliche AM4 kompatiblen Prozessoren inbegriffen sind, ganz gleich ob es sich um die bisherigen Prozessoren der Summit Ridge Reihe (Ryzen 1xxx) handelt, oder die neuen Raven Ridge APUs sowie die in ein paar Wochen folgenden Pinnacle Ridge-CPUs alias Ryzen 2xxx. In nachfolgender Tabelle erhaltet ihr noch einmal eine Übersicht, wie die AGESA-Bezeichnungen demnächst aussehen werden:



    AGESA-Version
    entsprechend kompatible Prozessoren (CPUs wie auch APUs)
    1.0.0.x Summit Ridge - Ryzen 1xxx-Serie
    1.0.7.x Summit Ridge - Ryzen 1xxx-Serie
    Raven Ridge - Ryzen 2xxx-Serie (APU)
    1.0.0.0 Summit Ridge - Ryzen 1xxx-Serie
    Raven Ridge - Ryzen 2xxx-Serie (APU)
    Pinnacle Ridge - Ryzen 2xxx-Serie (CPU)


    Da es sich bei den wichtigsten Boardpartnern von AMD um ASUS, ASRock, Gigabyte sowie MSI handelt, findet ihr nachfolgend diese Hersteller mit den entsprechenden Verlinkungen zu deren Support-Bereichen.


    • ASUS - für alle 16 verfügbaren AM4-Mainboards steht ein entsprechendes BIOS-Update bereit
    • ASRock - für 15 von 17 Mainboards steht das neue AGESA-Update zur Verfügung - für die beiden Modelle X370 Taichi sowie Fatal1ty X370 Professional Gaming soll AGESA 1.0.0.0 in Kürze nachgeschoben werden
    • Gigabyte - neues BIOS wird als Version F20 bezeichnet und gilt für alle 23 auf dem Markt befindlichen Modelle, unabhängig von Modell und Chipsatz
    • MSI - alle 8 Mainboards erhalten ein Update auf AGESA 1.1.0.1, wobei diese Bezeichnung eine MSI-interne Version darstellt, die dem neuen 1.0.0.0 entspricht




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    ?

    Meinung des Autors
    Da ich ja selbst das X70 Taichi von ASRock besitze kann ich mir denken, warum sich der Hersteller entsprechend Zeit nimmt, um ein entsprechendes BIOS-Update zu veröffentlichen. Das Taichi ist eines der wenigen AM4-Mainboards, das keinen Video-Ausgang in Form von HDMI, VGA oder DP verfügt uns somit für die Raven Ridge APUs denkbar ungeeignet ist. Somit nimmt man sich bei ASRock die Zeit, für die beiden Mainboard-Modelle ein separates BIOS zu gestalten, welches dann in der Lage sein wird, die in einigen Wochen zu erwartenden Pinnacle Ridge CPUs alias Ryzen 2xxx zu unterstützen. Persönlich werde ich aber auf die gegen Spectre abgesicherten Ryzen 2 (Zen 2) warten, die dann im Laufe des kommenden Jahres auf den Markt kommen sollen. Es gibt ja aktuell auch überhaupt keinen Grund, den 1800X gegen ein neueres Modell austauschen zu müssen.Jetzt kommentieren!
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