• Windows 10: Raumklang mittels Sonic Sound verbessern - so gehts

    Da nicht gerade wenige Windows-Nutzer immer mehr auf Notebooks, Tablets und Co. setzen, gehören entsprechende Desktop-PCs mit einem 5.1- oder sogar 7.1-Surround-Boxensystem eher der Minderheit an. Allerdings hat Microsoft schon mit dem Creators Update (1703) ein Feature namens Windows Sonic Sound eingeführt, welches auch Raumklang bei der Verwendung von nur zwei Lautsprechern oder auch Kopfhörern simulieren kann und neben den PCs auch die Xbox One und neuer aufwerten kann. Das Feature sieht es vor, vollkommen unabhängig von der verwendeten Hardware oder deren Treiber-Suiten ein Raumklang zu simulieren, welcher bis zu 112 bewegliche Audiopositionen im virtuellen Raum nutzbar macht. In diesem Praxis-Tipp sollt ihr erfahren, wie sich Windows Sonic Sound aktivieren lässt und welche Vor- und Nachteile dadurch entstehen



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    Nutzer dedizierter Soundkarten wie beispielsweise von Creative oder ASUS kennen bereits die Möglichkeiten, über die Treibersoftware einen Raumklang zu simulieren, auch wenn zum Beispiel nur zwei Lautsprecher angeschlossen sind oder Kopfhörer genutzt werden. Allerdings soll das ab dem Windows 10 Creators Update (1703) auch mit einfacherer, auf dem Mainboard integrierter Audio-Hardware funktionieren. Diese Lösung bezeichnet Microsoft schlicht als "Windows Sonic Sound".


    In der Standard-Einstellung ist Windows Sonic Sound deaktiviert, was durchaus einen Sinn ergibt, da die Art des Sounds ganz stark von den Audioquellen, der verwendeten Hardware sowie dem persönlichen Geschmack des Nutzers abhängig ist. Grundsätzlich sollte Windows Sonic Sound auf jedem Rechner funktionieren, der das Creators Update erfolgreich installiert hat. Um herauszufinden, ob die Hardware des eigenen Rechners Windows Sonic Sound unterstützt, gibt es zwei Möglichkeiten.


    Variante 1:


    • klickt mit der rechten Maustaste auf eurer Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste (neben der Uhrzeit)
    • im sich daraufhin öffnenden Drop-Down-Menü navigiert ihr zu dem Eintrag "Raumklang deaktiviert", woraufhin ihr entweder "Windows Sonic für Kopfhörer" oder optional auch "Dolby Atmos für Kopfhörer" auswählen könnt




    Variante 2:


    Falls die Variante 1 auf eurem PC nicht angezeigt wird, gibt es noch eine weitere, allerdings auch "umständlicheren" Methode, die wie folgt aussieht.


    • führt auch hier einen Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol in der Taskleiste aus und wählt den Eintrag "Wiedergabegeräte"
    • wählt hier euer Standard-Wiedergabegerät aus (meistens Lautsprecher) und klickt auf "Eigenschaften"
    • im kommenden Fenster wählt ihr den Reiter "Raumklang"
    • sollten die Sound-Treiber entsprechend aktuell sein, sollte nun hier "Windows Sonic für Kopfhörer" und/oder auch "Dolby Atmos für Kophörer" wählbar sein


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    Unterschiede zwischen Windows Sonic und Dolby Atmos


    Bis auf ein paar wenige, bereitgestellte Spezifikationen hat sich Microsoft bislang noch nicht dazu geäußert, was besser klingt und was nicht. Fakt ist, dass die Klangqualität stark vom eigenen Geschmack, der verwendeten Hardware und ganz besonders vom verwendeten Rohmaterial abhängig ist. Fakt ist auch, dass sowohl Windows Sonic als auch Dolby Atmos die mögliche Sampling-Rate auf 48 kHz sowie 16 Bit Klangtiefe eingrenzt, was bei beiden Verfahren auf die Klangqualität gehen kann, insofern die ursprünglichen Audioquellen mit 24 Bit oder höher codiert sind.



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    Mit bis zu 112 virtuellen, beweglichen Audiopositionen im Raum steht Windows Sonic Sound zumindest auf dem Papier deutlich besser da als dies Dolby Atmos mit seinen 16 respektive 20 (HDMI) Klangquellen jemals realisieren könnte. Inwieweit der Unterschied wirklich hörbar ist, sollte und muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden.



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    Meinung des Autors
    Persönlich mag ich keine Musik im virtualisierten "Sourround-Sound", da die Quellen der Instrumente und Stimmen so sehr verschwimmen, dass es in meinen "Ohren" unsauber klingt. Für Spiele und Filme im begrenzten Maße sinnvoll, für reinen Musikgenuss allerdings nicht.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Gast
      Gast -
      Danke für den Tipp. Habe gar nicht gewusst, dass diese Einstellmöglichkeit seit dem 1703 dabei ist. Nutze aber ein 5.1 Soundsystem und verzichte meistens auf irgend welche "Soundverbesserer"
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      hehe, mir ist es auch erst heute aufgefallen, als ich über die verlinkte Quelle gestolpert bin. Ansonsten nutze ich mein selbstgebautes 2.1-System auch nur im Stereo-Modus der SB-Software, klingt einfach viel besser in meinen Ohren
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