• Feste IP-Adresse - welche Vorteile haben diese und wozu werden sie benötigt?

    Standardmäßig sind viele Heimnetzwerke so eingerichtet, dass dort angeschlossenen Geräte vom Router eine dynamische IP-Adresse erhalten, damit diese ins Internet gelangen. Statische IP-Adressen haben gegenüber dynamischen einige Vorteile, da damit zum Beispiel Dateien innerhalb eines Heimnetzwerks versendet werden können. Welche weiteren Vorteile statische gegenüber dynamischen IP-Adressen haben und was deren Bedeutung anbelangt, wollen wir euch in diesem Ratgeber beantworten



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    Bedeutung einer festen IP-Adresse


    • Eine feste IP-Adresse wird auch als statische IP-Adresse bezeichnet, da sich diese nicht verändert
    • Das Kürzel IP steht dabei für Internet Protocol, wobei dieses für einen oder auch mehrere Empfänger genutzt werden kann. So kann ein Datenaustausch zwischen zwei verschiedenen, aber klar definierten Geräten stattfinden, wie es zum Beispiel zwischen Router und Computer geschieht.
    • Der Router bezieht vom DSL-Anbieter eine IP-Adresse und vergibt bei dynamischer Einstellung selbständig interne Adressen an die angeschlossenen Geräte.
    • Der DHCP-Server ist dafür verantwortlich, Geräten im Netzwerk eine IP-Adresse zuzuordnen, was in der Regel automatisch geschieht. Die IP kann allerdings auch neu angefordert oder manuell als statische beziehungsweise feste IP festgelegt werden.
    • Bei weltweiten Anschlüssen sorgen dynamische IP-Adressen für mehr Flexibilität. Da weltweit nicht immer alle Menschen gleichzeitig online sind, können diese von den Internet Service Providern je nach Bedarf gewechselt werden.



    Welche Vorteile bieten feste IP-Adressen?


    • Der wohl größte Vorteil einer statischen IP-Adresse ist, dass auf Geräte und deren Daten (sofern freigegeben) mit solcher direkt aus dem Netzwerk oder auch Internet zugegriffen werden kann. Wenn ihr zum Beispiel auf einen Netzwerkdrucker, Medienserver oder auch Smart-TV mit Internet-Anbindung zugreifen, wäre es ja sinnfrei, jedes Mal erneut nach der IP suchen zu müssen.
    • Aber auch bei der Bestellung über Online-Shops oder illegalen Downloads kann es von Vorteil sein, über eine feste IP zu verfügen. Da sich somit der Computer eindeutig identifizieren lässt, kann man im Fall einer unrechtmäßigen Klage auf seine Unschuld plädieren, insofern man nachweisen kann, dass man unter einer festen IP-Adresse surft.
    • Insofern man sein Netzwerk manuell auf feste IP-Adressen umgestellt hat, bedarf es keines DHCP-Servers mehr.



    Folgende IPAdressbereiche können für lokale Netzwerke vergeben werden:


    • 10.0.0.0 bis 10.255.255.255
    • 172.16.0.0 bis 172.31.255.255
    • 192.168.0.0 bis 192.168.255.255


    Bei den meisten Heim-Netzwerken wird die dritte Variante verwendet.


    Wie ihr euch eure eigene IP-Adresse auf eurem Windows-10-PC anzeigen lassen könnt, zeigen wir euch in diesem Ratgeber. Die Vergabe von statischen IP-Adressen in eurem Router sowie auf dem PC erklären wir in einem gesonderten Ratgeber.

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    Kommentare
    1. Avatar von ungarnjoker
      ungarnjoker -
      Sehr guter Beitrag, top.

      Anmerken möchte ich, daß man den Bereich 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 möglichst nicht für das Heimnetzwerk einsetzen sollte, weil er oft von Internet-Providern benutzt wird und es in ungünstigen Fällen zu Problemen führen kann.

      Und zu der Frage, ich benutze hier nur statische IP-Adressen, auch für alle mobilen Geräte. Unser Feriengäste dagegen bekommen dynamische Adressen zugewiesen.

      - - - Aktualisiert - - -

      Zitat Zitat von maniacu22 Beitrag anzeigen
      [...]
      • Bei weltweiten Anschlüssen sorgen dynamische IP-Adressen für mehr Flexibilität. Da weltweit nicht immer alle Menschen gleichzeitig online sind, können diese von den Internet Service Providern je nach Bedarf gewechselt werden.
      Das betrifft aber nur die dynamische Vergabe von öffentlichen IP-Adressen durch den Provider. Das Heimnetz (private Netzwerk) hinter dem Router ist davon nicht betroffen.
      Zitat Zitat von maniacu22 Beitrag anzeigen

      • Der wohl größte Vorteil einer statischen IP-Adresse ist, dass auf Geräte und deren Daten (sofern freigegeben) mit solcher direkt aus dem Netzwerk oder auch Internet zugegriffen werden kann.
      Aus dem Internet kann man allerdings nur mittels spezieller Provider zugreifen, die die vom eigenen Internet-Provider dynamisch vergebene Adresse wieder auf den eigenen Router leiten. Dort muß dann ene Portweiterleitung eingerichtet sein, um auf einen bestimmten Rechner im Heimnetzwerk (z.B. eigener Webserver) zugreifen zu können.
      Zitat Zitat von maniacu22 Beitrag anzeigen
      [...]

      • Aber auch bei der Bestellung über Online-Shops oder illegalen Downloads kann es von Vorteil sein, über eine feste IP zu verfügen. Da sich somit der Computer eindeutig identifizieren lässt, kann man im Fall einer unrechtmäßigen Klage auf seine Unschuld plädieren, insofern man nachweisen kann, dass man unter einer festen IP-Adresse surft.

      Das ist definitiv falsch. Die private IP wird im Internet nicht geroutet und erscheint somit dort nigendwo. Im Falle einer (unrechtmäßigen) Klage spielt ausschließlich die zum Zeitpunkt des angeblichen Verstoßes durch den Provider vergebene öffentliche IP eine Rolle. Man kann sich also nicht auf die Vergabe statischer Adressen im Heimnetzwerk berufen. Der Zeitpunkt und die zugehörige IP werden vom jeweiligen Provider eine gesetzlich festgelegte Zeit gespeichert. Diese Daten werden nur auf richterliche Anordnung an berechtigte Personen herausgegeben. Das kann die Staatsanwaltschaft oder auch ein Abmahner sein.
    1. Avatar von VincentVegas
      VincentVegas -
      Ich habe zusammen mit meiner Bekannten 1 NAS, 3 PC, 1 Drucker, 2 Smartphones, 2 Tablets, PS3, SmartTV, SKY-Receiver und Harmony Fernbedienung im Netz und nutze keinerlei statische Adresse, weil es unnötig ist. Leases werden bei der FRITZ!Box standardmäßig erst nach 10 Tagen gelöscht, und so lang ist kein Stammgerät offline. Andernfalls kann man den Wert erhöhen. Wenn es bei einem Gerät wie dem NAS wichtig sein sollte, kann man in der Box bestimmen, dass immer dieselbe Adresse wie beim ersten Mal vergeben wird.
      Zugriff von außerhalb läuft eh über NAT und Portweiterleitung, und dabei weiß die FRITZ!Box, an welcher IP welches Gerät hängt.
    1. Avatar von Petra
      Petra -
      Ziemlich sinnfreier, und mit massiven Fehlern behafteter Beitrag. Viele Dinge funktionieren mit fixen IP intern gar nicht mehr. Fast alle Router speichern die einmal vergebene IP Adresse für einen meist sogar noch einstellbaren Zeitbereich (meist so mindestens 10-20 Tage ist die Standardeinstellung). Somit funktioniert auch der DHPC faktisch wie eine fixe IP Adressvergabe, behält aber die massiven Vorteile des DHCP.
      Einem Heimnetzwerker vorzugaukeln dass eine fixe IP Vergabe Vorteile haben könnte halte ich für baren Unsinn.
    1. Avatar von ungarnjoker
      ungarnjoker -
      Zitat Zitat von Petra Beitrag anzeigen
      [...] Viele Dinge funktionieren mit fixen IP intern gar nicht mehr.
      Zum Beispiel? Wenn es viele sind, wird es Dir sicher nicht schwerfallen, ein paar davon zu nennen.
      Zitat Zitat von Petra Beitrag anzeigen
      [...] Somit funktioniert auch der DHPC faktisch wie eine fixe IP Adressvergabe,
      Das stimmt.
      Zitat Zitat von Petra Beitrag anzeigen
      behält aber die massiven Vorteile des DHCP.
      Den einzigen Vorteil von DHCP sehe ich in der Bequemlichkeit. Das als massiv zu bezeichnen halte ich aber für massiv übertrieben.
      Zitat Zitat von Petra Beitrag anzeigen
      Einem Heimnetzwerker vorzugaukeln dass eine fixe IP Vergabe Vorteile haben könnte halte ich für baren Unsinn.
      Naja, das kann jede/r sehen, wie er/sie will. Der Vorteil statischer Adressen ist zumindest im Fehlerfall darin zu sehen, daß man mit definierten, bekannten Adressen arbeiten kann, ohne diese erst herausfinden zu müssen. Für manche Geräteklassen, wie Drucker, NAS, TV, ... ist es gerade im privaten Netzwerk vorteilhafter, statische Adressen zu verwenden. Stell' Dir vor, Du kommst aus dem Urlaub und plötzlich hat Dein Router alle zuvor vergebenen Adressen vergessen und vergibt diese nun an Drucker, NAS, TV, ... neu. Die Freigaben auf dem NAS stimmen nicht mehr, das Webinterface des Druckers oder TVs sind nicht mehr erreichbar und der Drucker druckt auch nicht mehr über Netz. Dann haben wir hier haargenau die Frager, die dann nicht weiter wissen und völlig konsterniert um Hilfe nachsuchen. Du hast diese Probleme vielleicht nicht, weil Du Dich bestens auskennst, aber mit soviel Wissen ist halt nicht jeder ausgestattet.
    1. Avatar von PeteM92
      PeteM92 -
      Feste IP-Adressen kann man auf 2 verschiedene Arten festlegen:

      Methode 1: Im Router (DHCP-Server) kann man für ein Gerät festlegen, dass es immer dieselbe IP-Adresse bekommt.

      Methode 2: In den Netzwerk-Adaptern der Geräte (LAN, WLAN) kann man eine feste IP-Adresse innerhalb des Adressbereichs des Routers fest vorgeben.

      Gegen Methode 1 ist nichts einzuwenden, da managt weiterhin der Router das Netzwerk.

      Wendet man Methode 2 an, wird man sich beliebige Schwierigkeiten einhandeln mit erstaunlichen, schwer zu diagnostizierenden Problemen. Insbesonders Laptops werden nicht mehr funktionieren, wenn man sie einmal außerhalb des eigenen Netzwerks betreiben will.

      Also Finger weg von Methode 2!
    1. Avatar von Hans73
      Hans73 -
      Also ich nutze nur Metode 2 und bemerke nichts von den ganzen gravierenden Problemen , ganz im Gengenteil , seit der Benutzung statischer IP's läuft mein Netzwerk deutlich Störungsfreier und Probleme mit sich nicht findenden Geräten gehören der Geschichte an.
      Auch wenn mal Probleme auftauchen sind diese deutlich einfacher zu orten (zumindest geht es mir so).

      Natürlich sollte man ein Gerät mit statischen IP auf automatisch zurückstellen wenn man sich unterwegs in ein DHCP verwaltetes Netzwerk einloggen möchte.
      Bei mir macht das ein VB-Tool auf "Knopfdruck" , eine einfache Batch geht aber auch.

      Leider kann Windows ja immer noch keine Verbindungsbezogenen IP Profile speichern wie es z.B. bei Android möglich ist.

      Es kann aber auch ein Mischbetrieb zielführend sein in dem im Router ein Teilbereich des Subnetzes aus der automatischen Vergabe ausgeklammert wird,
      in diesem Bereich erhalten Festgeräte (PC, Drucker, TV, Receiver etc.) statische IP's , während z.B. Laptops automatisch bleiben.
    1. Avatar von Mediamann
      Mediamann -
      Mich würde auch mal interessieren, wann ipv4 mal zu Grabe getragen wird ?
    1. Avatar von chakkman
      chakkman -
      Zitat Zitat von Mediamann Beitrag anzeigen
      Mich würde auch mal interessieren, wann ipv4 mal zu Grabe getragen wird ?
      Wahrscheinlich dann, wenn keine Geräte mehr im Umlauf sind, die lediglich ipv4 unterstützen. Ist so ungefähr wie mit 32-bit. Alles, um kompatibel zu bleiben. Ich nutze auch kein ipv6, obwohl ich es könnte. Vermutlich gibt es hier aber auch mindestens ein Gerät im Haushalt, das ipv6 nicht kann, insofern...

      Und wenn ich mal meine Glaskugel auspacken dürfte, dann würde ich sagen, dass es ipv4 noch sehr, sehr lange geben wird.
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