• Intel Core i7-8809G: Kaby-Lake-G-Kombiprozessor mit AMDs Vega-Grafikeinheit macht NUC-Mini-PC zur potenten Spielekonsole

    Wollte man bislang mit einem NUC-Mini-PC basierend auf einem Intel-Prozessor ein kleinere Spiel spielen, war dessen Performance aufgrund der integrierten Intel-HD-Graphics respektive der Iris-Graphics-Einheit dermaßen schlecht, dass man dann doch lieber auf eine Spielekonsole oder einen vollwertigen Desktop-PC zurückgegriffen hat. Wie jetzt ein koreanischer Testbericht mit Intels neuer Kaby-Lake-G-Generation in Form eines in einem NUC-Mini-PC verbauter Intel Core i7-8809G mit integrierter Vega-Grafikeinheit sowie HBM2-Speicher nachweisen konnte, soll ein solches ernüchterndes Szenario nun endgültig der Vergangenheit angehören






    Nachdem Intel bereits im Januar erste NUC-Mini-PCs auf Basis der neuen Kabyy-Lake-G-Kombiprozessoren mit AMD-Vega-Grafikeinheit angekündigt hatte, welche in der Lage sind, selbst aktuelle und recht anspruchsvolle Spiele in 1080p mit maximalen Details ruckelfrei darstellen zu können, wollten sich nun die koreanischen Kollegen von Playwares.com selbst ein Bild von Intels Versprechen machen. Gesagt, getan, wurde für den Test ein NUC-Mini-PC geordert, welcher auf das aktuelle Kaby-Lake-G-Spitzenmodell in Form des Intel Core i7-8809G setzt und eine integrierte Radeon RX Vega M GH zur Seite gestellt bekommt, die mit 24 Compute Units auf insgesamt 1.536 Shader-Recheneinheiten zurückgreifen kann. Im Zusammenhang mit dem ebenfalls integrierten HBM2-Speicher soll die CPU eine TDP von 100 Watt aufweisen, wobei diese wenig über den eigentlichen Stromverbrauch aussagt. In dem Test ist je nach Spiel schnell die 150-Watt-Marke überschritten worden, wobei der Verbrauch bei einer Übertaktung der CPU auch schnell einmal die 190-Watt-Marke sprengen konnte. Aus diesem Grund fällt nicht nur das Kühlkonstrukt entsprechend umfassend aus, sondern erklärt das auch die Notwendigkeit des externen 230-Watt-Netzteils, welches schon im Rahmen der diesjährigen CES zu sehen gewesen ist. Während jetzt viele davon ausgehen, dass die Vega-GPU für die hohen Stromanforderungen sowie auch die damit einhergehende Wärmeentwicklung verantwortlich ist, hat sich in den Tests herausgestellt, dass es eher die CPU-Sektion der neuen Kaby-Lake-Generation ist, da es sich hierbei im Grunde um eine umgelabelte Core i7-7700Q-CPU handelt, die auf ein paar leicht veränderte Taktfrequenzen zurückgreift.






    Trotz dieses Nachteils konnte der doch recht umfassende Test von Playwares.com aufzeigen, dass auch aktuelle Spiele zumindest in Full HD und sehr hoher bis maximaler Detailstufe flüssig spielbar sind. Wurde der NUC allerdings statt eines Full-HD-Monitors (1.920 x 1.080) mit einem WQHD-Monitor (2.560 x 1.440) betrieben, kann man anhand der nachfolgenden Ergebnisse erkennen, dass die Kombination sehr schnell an ihre Grenzen stößt:



    Game Leistung in 1080p Very High/Ultra Preset
    Leistung in 1440p in Very High/Ultra Preset
    Rise of the Tomb Raider DX12 / 45,3 - 52,6 fps -
    Total War: Warhammer DX12 / 23,0 - 27,3 fps -
    The Division DX12 / avg. 41,5 fps
    -
    For Honor 47,4 - 54,4 fps
    33,2 - 37,2 fps
    Assassin's Creed Origins avg 34 fps -
    Rainbow Six SIEGE 85,1 - 96,4 fps
    Metro 2033 Redux avg 53,81 fps avg 32,78 fps
    Overwatch 54 - 65,15 fps
    -
    PUBG 54 - 65,15 fps
    -
    Tekken 7 60 - 60,75 fps
    44 - 51,13 fps




    Interessant ist der von Intel angepasste AMD-Grafiktreiber, welcher eine starke Ähnlichkeit zum aktuellen Adrenalin-Treiber aufweist, da selbst das Übertaktungs-Tool Wattman dabei ist. Einziger erkennbarer unterschied ist hier die Farbe, die Intel-typisch vom AMD-rot auf blau gewechselt worden ist.


    Im Fazit erklären die Tester eine Leistungsfähigkeit, die zwischen dem Niveau eines Intel-PCs mit aktueller GeForce GTX 1050 Ti und einer GeForce GTX 1060 liegen soll. Der im Test verwendete Mini-PC NUC8I7HVK mit dem besagten Core i7-8809G soll noch im März für 1.000 US-Dollar in den Handel gelangen.

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    Meinung des Autors
    Laut den Testergebnissen halte ich Intels neue Kaby-Lake-G-Serie für durchaus konkurrenzfähig zu AMDs Raven-Ridge-APUs. Doch auch wenn ein direkter Vergleich noch aussteht, empfinde ich den NUC8I7HVK mit 1.000 US-Dollar als zu teuer, auch wenn dort schon Mainboard, Gehäuse, Netzteil & Co. verbaut sein sollten. Eine echte Alternative zu einer klassischen Spielekonsole würde ein PC mit einer ähnlichen Leistung des NUC8I7HVK darstellen, der aber nur die Hälfte kostet. Da hier aber schon 16 GB DDR4-Speicher sowie eine 1TB-große M.2-SSD verbaut sind, dürfte sich dieser Wunsch nicht so schnell realisieren lassen.Jetzt kommentieren!
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