• Grafikkarten und RAM-Komponenten werden auch 2018 weiter im Preis steigen, da die Produktion an Silizium-Wafern bereits an der Kapazitätsgrenze fährt

    Jeder, der in diesem Jahr eine Neuanschaffung respektive ein Upgrade des eigenen PCs geplant hat, wird festgestellt haben, dass speziell Grafikkarten und Arbeitsspeicher so teuer wie lange nicht mehr sind. Eine Entspannung der Preise ist neuesten Erkenntnissen allerdings nicht vor 2020 zu erwarten, da sich die Produktion der für die Chip-Herstellung wichtigen Silizium-Wafer bereits an ihrer Kapazitätsgrenze befindet, wodurch für viele PC-Nutzer erstmals der Herstellungs-Kreislauf ersichtlich werden dürfte. Steigen die Preise für die Silizium-Wafer, wirkt sich das auf die Herstellungs- und somit auch Verkaufspreise der gesamten Produktalette aus, die auf Silizium-Chips basiert, worunter nicht nur Prozessoren und Grafikkarten, sondern auch Arbeitsspeicher, Flash-Speicher und weitere Produkte gehören, die für einen PC notwendig sind



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    Die bereits Ende vergangenen Jahres verzeichneten, extremen Preissteigerungen im Grafikkarten- sowie Arbeitsspeicher-Segment dürften sich in diesem Jahr noch weiter verschärfen. Auch wenn die Entwicklung durch den Krypto-Mining-Boom einen nicht unwesentlichen Anteil an der knappen Verfügbarkeit und damit einhergehend steigenden Preisgestaltung hat, soll es auch in der Basis der Chip-Produktion zu Problemen gekommen sein. Die Produktion der für die Herstellung von Prozessoren, Grafikchips, RAM, Flash und weitere Chips notwendigen 300mm-Silizium-Wafer soll laut Informationen von Digitimes in ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sein, wodurch eine Preiserhöhung von 20 Prozent nötig ist, die sich wiederum auf die Produktionskette und auch Preise der nachfolgenden Produkte auswirkt.


    Neben dem Hersteller Sumco, welcher bei der Wafer-Produktion einen weltweiten Marktanteil von 60 Prozent hält, hat nun auch sein Konkurrent Globalwafers gegenüber seinen Investoren angekündigt, dass man die Preise für Wafer um 20 Prozent erhöhen müsse. Als Grund gibt man neben einer immer knapper werdenden Produktionskapazität eine ebenso steigende Nachfrage an. Alleine Globawafers soll schon für das Jahr 2018 so viele Aufträge haben, dass alle 16 Produktionsstandorte für die 365 vorhandenen Tage bei voller Kapazität laufen müssen. Durch die Beseitigung einiger Flaschenhälse plant das Unternehmen noch bis Juli diesen Jahres seine Produktionskapazitäten um weitere sieben Prozent steigern zu können.


    Da die Prognose zur Nachfrage an entsprechenden Silizium-Wafern noch mindestens bis zum Jahr 2020 weiter steigen wird, geht man auch von weiter steigenden Preisen aus, welche sich zwangsläufig auf die Preise bei fast allen PC-Komponenten und somit auch auf die Endkundenpreise auswirken werden.


    Entspannung frühestens 2020 in Sicht


    Unternehmen wie FerroTec planen bereits, ihre Kapazitäten durch neue Fertigungsanlagen ausbauen zu können. Allerdings benötigt der Ausbau an entsprechenden Fertigungs-Kapazitäten auch Zeit. So will FerroTec zum Beispiel bis zu 300.000 kleinere 8-Zoll-Wafer pro Monat ausschütten können, was allerdings erst frühestens Ende 2019 der Fall sein wird. Laut Sumco soll bis dahin die Nachfrage nach entsprechenden Wafern allerdings schon bei 6,6 Millionen Stück pro Monat betragen.


    Zusammenfassend bedeutet das, dass Grafikkarten selbst mit einem Platzen der Krypto-Mining-Blase weiterhin zu den teuersten Komponenten in einem PC zählen werden, dich gefolgt vom RAM. Und auch wenn AMD derzeit seine Ryzen-CPUs der ersten Generation in den Ausverkauf geschickt hat, dürften auch die Preise für CPUs sowie auch SSD-Speicher in den nächsten Monaten wieder anziehen.



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    Grafikkarten und RAM-Komponenten werden auch 2018 weiter im Preis steigen, da die Produktion an Silizium-Wafern bereits an der Kapazitätsgrenze fährt

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    Meinung des Autors
    Die Preissteigerungen, die sich die vergangenen Monate schon angekündigt haben, dürften sich also fortsetzen, auch ohne den Krypto-Mining-Wahn. Die goldenen Zeiten für Nutzer, in denen man PC-Hardware für "nen Appel un nen Ei" bekommen hat, sind somit vorerst vorbei. Da kann man ja schon recht froh sein, dass aktuelle Hardware bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit deutlich langlebiger ist, als dies noch vor ein paar Jahren oder Ende der 90iger Jahre der Fall gewesen ist. Wer heute informiert ist und gut kauft, kann eine PC-Grundstruktur gut und gerne 10 Jahre nutzen. Da die Preisentwicklungen allerdings alle nur auf mehr oder weniger guten Vermutungen basieren, kann ich auch nicht empfehlen, jetzt die Hamsterkäufe zu starten.Jetzt kommentieren!
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