• Intel veröffentlicht erste überarbeitete Microcode-Updates gegen Spectre - aktuell nur für ausgewählte Plattformen - UPDATE IV

    Mit seinem ersten Microcode-Update gegen die durch Spectre verursachte Sicherheitslücke hat Intel auf etlichen Systemen Boot-Probleme in Form von Reboot-Schleifen erzeugt, so dass dessen Auslieferung auch recht schnell wieder gestoppt worden ist respektive sogar empfohlen wurde, eine entsprechende Installation zu vermeiden. Nun hat Intel ein überarbeitetes Microcode-Update bereit gestellt, welches vorerst allerdings nur für ausgewählte CPU-Serien gedacht ist. Wann mit einer breiten Verfügbarkeit zu rechnen sein kann, möchte Intel am 15. Februar veröffentlichen



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/18571-meltdown-spectre-kernel-vulnerability.png


    UPDATE vom 26.02.2018 - 12:22 Uhr


    Nach der Freigabe seiner finalen Microcodes gegen die Sicherheitslücke Spectre (Variante 2) am 21. Februar hat Intel diesen nun auch für die älteren Architekturen Haswell und Broadwell bereitgestellt. Laut Informationen der Kollegen von Computerbase fehlen die Codes derzeit noch für die High-End-Server-Lösungen der Haswell-EX- sowie Broadwell-EX-Serie, die zum aktuellen Zeitpunkt noch umfangreichen Tests unterzogen werden. Das gleiche Bild trifft laut PDF auch auf die noch älteren Desktop-Modelle der Sandy- sowie Ivy-Bridge-Serie zu.



    UPDATE vom 21.02.2017 - 10:50 Uhr


    Für seine aktuellsten Plattformen Skylake, Skylake-X, Kaby Lake und Coffee Lake hat Intel nun finale Microcode-Updates zur Verfügung gestellt, so dass in den kommenden Wochen entsprechende BIOS-Updates der Boardpartner zu erwarten sind. Laut dem aktualisierten Support-Dokument (PDF) sollen auch die Microcode-Updates für Server-CPUs der Serien Skylake-SP, Skylake-D sowie vielen Atom-Modellen ihren finalen Status erreicht haben, so dass auch hier demnächst mit entsprechenden BIOS-Updates gerechnet werden kann.



    UPDATE vom 09.02.2018 - 17:08 Uhr


    Über seinen aktualisierten microcode update guidance (PDF) hat Intel weiteren Prozessoren entsprechende Spectre-Updates zugesagt. Hier werden nun auch erstmals deutlich ältere Plattformen wie "Penryn QC", "Wolfdale" und "Yorkfield" genannt, bei denen es sich also mit den "Core 2 Duo", "Core 2 Quad" sowie "Core 2 Quad Extreme" um die Vorgänger der aktuellen Core i-Serien handelt. Allerdings steht im Status-Bereich aktuell nur der Eintrag "Planning", was bei Intel so viel bedeutet, dass man sich derzeit in einer "Pre-Validation"-Phase befindet. Zusätzlich sollten mögliche Nutzer dieser doch schon älteren Prozessoren beachten, dass selbst wenn Intel ein entsprechendes Update zur Verfügung stellen sollte, die entsprechenden Boardpartner, PC- oder auch Notebook-Hersteller dann immer noch die dazu passende BIOS-Version ausgeben müssen - zumindest für die Windows-PCs.


    Das bedeutet, dass aktuell nur CPUs der Skylake-Generation ein entsprechender BIOS-Code an die Partner ausgegeben worden ist, die derzeit für entsprechende BIOS-Updates sorgen müssen. Prozessoren der aktuellen Coffee Lake Serie und deren Vorgänger Kaby Lake befinden sich derzeit im "Beta"-Status, was so viel bedeutet, dass die Codes für die Partner unter NDA laufen. Microcode-Updates für Prozessoren der Broadwell-, Haswell-, Ivy Bridge- sowie Sandy Bridge-Generation befinden sich dagegen aktuell noch in der "Pre-Beta", was so viel bedeutet, dass sich die Codes noch in einer frühen Validierungsphase befinden.



    UPDATE vom 08.02.2018 - 17:26 Uhr


    Mittlerweile hat Intel öffentlich angekündigt, dass den Boardpartnern entsprechend aktualisierte Microcode-Updates zur Verfügung gestellt werden, wodurch diese dann wiederum ihre BIOS-Verisonen anpassen können. Allerdings betreffen die neuen Microcode-Updates aktuell nur Notebook- und Desktop-CPUs der Skylake-Generation. Weitere Microcodes sollen sich derzeit noch im Beta-Status befinden und in Kürze veröffentlicht werden.



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/18620-01.jpg


    Update vom 06.02.2018 - 15:45 Uhr


    Als einer der ersten Boardpartner von Intel hat der Hersteller ASRock damit begonnen, neue BIOS-Updates zu verteilen, die aktuell nur für insgesamt vier Mainboards mit dem H110-Chipsatz gelten (Sockel 1151, Skylake). Da auf der ASRock-Webseite allerdings der Vermerk "Update Intel Microcode" zu finden ist, kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei um den von Intel seit kurzem veröffentlichten, neu überarbeiteten Microcode handelt. Zusätzlich beinhalten die vier BIOS-Updates auch eine Verbesserung in der Speicherkompatibilität sowie ein Update der Intel Management Engine auf die Versionsnummer 11.8.50.3425.



    Original-Artikel vom 05.02.2018 - 11:17 Uhr


    Bei den beiden, zu Beginn diesen Jahres bekannt gewordenen hardwarebedingten Sicherheitslücken handelt es sich nicht wie bisher um solche, die einfach mit einem Software-Patch geschlossen werden können. Das hat auch Intel feststellen müssen, da sich einige Systeme nach der Auslieferung der ersten BIOS-Versionen mit entsprechenden Microcode-Updates in eine Reboot-Schleife verabschiedet haben, so dass Intel sowie auch die Boardpartner die Auslieferung stoppen mussten und sogar Microsoft einen entsprechenden Patch dafür sorgen musste, dass die Probleme zumindest insofern beseitigt werden, dass die betroffenen Computer überhaupt wieder nutzbar sind.


    Mittlerweile hat Intel ein überarbeitetes Microcode-Update fertiggestellt, welches aktuell allerdings nur CPUs der Apollo Lake Serie zur Verfügung gestellt wird, worunter ausgewählte Compute Sticks, Compute Cards sowie NUCs fallen.


    Für den Großteil der Intel-Nutzer bedeutet dies, sich in Geduld zu üben, da Intel zusätzlich angekündigt hat, am 15. Februar weitere Informationen zu dieser Thematik zu veröffentlichen. Das heißt auch, dass neue BIOS-Updates nochmals später erscheinen werden, da die Boardpartner die überarbeiteten Microcode-Updates erst noch in ihre BIOS-Versionen integrieren müssen, bevor diese als Update verteilt werden können.

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    Meinung des Autors
    Auch wenn derzeit noch keine Fälle bekannt sind, dass Hacker diese durch Spectre und Meltdown entstandenen Sicherheitslücken ausgenutzt haben, bleibt es sicherlich nur eine Frage der Zeit. Die Chip-Hersteller müssen hier einfach am Ball bleiben und mit entsprechend funktionierenden Microcode-Updates das Schlimmste verhindern zu können. Hier steht Intel sogar mehr unter Druck als AMD. Ich bin zwar nicht paranoid, aber bis hier alles geklärt ist, lasse ich meinen Intel-Office-PC aus und verlasse mich weitestgehend auf den Ryzen, bei welchem es zwar nicht unmöglich ist, diesen durch Spectre zu bedrohen, die dafür nötige Vorgehensweise aber deutlich komplizierter ausfällt - hab ich zumindest gelesen.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Upgrader
      Upgrader -
      Wie es ausschaut, wird sich für meinen Laptop mit Skylake-Prozessor vorerst nichts mehr ändern. Denn Intel reicht nun dieselben Microcode-Updates erneut weiter, die sie zwischenzeitlich zurückgezogen hatten. Offensichtlich war die Skylake-Architektur nicht von den Stabilitäts-Problemen betroffen; eine Modifikation fand hier nicht statt. Da ich das von Lenovo zur Verfügung gestellte BIOS-Update bereits Anfang/Mitte Januar aufgespielt hatte, kann ich das Thema vorerst als beendet betrachten.

      Zitat Zitat von https://newsroom.intel.com/wp-content/uploads/sites/11/2018/02/microcode-update-guidance.pdf Beitrag anzeigen
      Lines with “***” were previously recommended to discontinue use. Subsequent testing by Intel has determined that these were unaffected by the stability issues and have been re-released without modification