• WannaCry-Ransomware: Erpresser bitten mit neuem Popup höflich um Lösegeld - ein Verzweiflungsakt?

    Da die Ende letzter Woche weltweit ausgerollte Encrypt-Software "WannaCry" seit Beginn dieser Woche allmählich gestoppt und durch diverse Tools entschärft werden konnte, appellieren die Erpresser jetzt in einem separaten Popup an die Ehrlichkeit der Opfer, das Lösegeld doch zu bezahlen



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/13852-01.jpg


    Nachdem die Erpressersoftware Ende vergangener Woche hunderttausende Rechner weltweit lahmgelegt hat, sind in der Zwischenzeit neue Tools (selbst für Windows XP) erschienen, mit welchen sich mit etwas Glück die Daten doch noch retten lassen. Dieses Vorgehen bleibt natürlich auch nicht den Erpressern verborgen, welche sich jetzt in ihren "Einnahmen" bedroht fühlen.


    Um solche betroffenen PCs zu simulieren, hat das Sicherheitsunternehmen Symantec extra einen Honeypot-Rechner erstellt, also ein Gerät, welches so konfiguriert ist, dass es problemlos mit jeglicher Ransomware, also auch dem WannaCry-Encrypter "infiziert" werden kann. Laut Spiegel-Online ist auf genau diesem Rechner jetzt ein Popup über dem roten Sperrbildschirm aufgetaucht, welches folgende Meldung an die betroffenen Opfer übermittelt:


    "You have a new message: I have already sent decryption keys to many customers who had sent me the correct amounts of bitcoin, and I guarantee the decryption for such honest customers. Send me a message with your unique bitcoin wallet address an hour before your payment. The you will receive the decryption key more quickly."



    Für alle, die der englischen Sprache nicht ganz so mächtig sind, heißt das übersetzt in etwa wie folgt:


    "Sie haben eine neue Nachricht: Ich habe bereits Dekryptierungs-Schlüssel an viele Kunden geschickt, die entsprechend den korrekten Betrag in Bitcoins an mich überwiesen haben, und ich garantiere die Entschlüsselung bei solch ehrenhaften Kunden. Lass mir eine Nachricht mit der einzigartigen Bitcoin Wallet Adresse eine Stunde vor der eigentlichen Zahlung zukommen. Dann wirst du den Enkryptierungs-Schlüssel auch schneller erhalten."


    Mit anderen Worten kann man diesen Appell wohl auch als Verzweiflungsakt ansehen, da viele Opfer den Aussagen der Sicherheitsexperten gefolgt sind, indem sie nicht gezahlt haben. Andere Betroffene von WannaCry sollen laut Symantec sogar gefälschte Bitcoin-Anweisungen ausgegeben haben, hinter denen sich nicht die geforderten 300 US-Dollar, sondern nur wenige Cent verborgen haben.


    Für alle Opfer des Erpressungstrojaners, bei denen die Daten gelöscht worden sind, gibt es vielleicht doch noch einen Hoffnungsschimmer. Symantec hat herausgefunden, dass nicht alle Daten durch die Maleware verschlüsselt worden sind, sondern hauptsächlich die, welche sich auf dem Desktop und in den "Eigenen Dokumenten" befinden, welche bloß in den Papierkorb geschoben worden sind, woraufhin dieser gelöscht worden ist. Im Netz lässt sich dafür allerdings unzählige Software finden, die entweder kostenlos oder sehr günstig ausfällt, wodurch sich auch ein Großteil gelöschter Daten wiederherstellen lässt. Ein sehr empfehlenswertes und auch kostenloses nennt sich "Data Recovery Wizard" von unserem chinesischen Partner EaseUS.

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    Meinung des Autors
    Wie jetzt? Wenn es mit Erpressung nicht klappt, macht man auf Mitleid? Sorry, aber solche Leute sollte man als Exempel für immer und ewig hinter Gitter oder noch besser, in ein Straflager bringen. Kann echt nicht angehen, dass solche Kriminellen mit heiler Haut davon kommen könnten, oder wie seht ihr das?Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von goetheanum
      goetheanum -
      hi,

      was für ein Witz......

      Solches Gesindel muss mit einer top aufgerüsterter Cyberpolizei ausfindig und für 20 jahre + inhaftiert werden.

      Sowas kommt einem Einbruch gleich, wer dann noch Krankenhäuser lahmlegt nimmt tote in kauf.

      Lebenslänglich ohne internet
    1. Avatar von areiland
      areiland -
      Mit nem Laptop auf Windows 95 oder 98 Basis verprügeln - die waren noch schön schwer und massiv :-)
    1. Avatar von Heinz
      Heinz -
      Ich las eben die interessante Feststellung,dass Wannacry hauptsächlich windows 7 Gerate erfolgreich angegriffen hat und nicht,wie bisher angenommen XP das Hauptopfer war.
      Hab,s leider erst auf englisch gefunden.
      Diese Tatsache ist aber eigentlich recht erstaunlich,doch andernseits ist es vielleicht zu erklären,dass es auch noch viel mehr Win7 gibt,als XP.
      Windows 10 soll zu 0,03 % betroffen sein.Vielleicht etwa die Dualbooter mit Win 7 ?
      https://www.cnet.com/uk/news/wannacr...s-7-worst-hit/

      - - - Aktualisiert - - -
    1. Avatar von chakkman
      chakkman -
      Heinz, was kaum ein Medium schreibt, ist, dass man selbst tätig werden muss, und mal wieder auf E-Mail-Anhänge klicken muss, damit sich die Ransomware überhaupt installieren kann. Es macht halt viel mehr Spaß, Leuten Panik zu machen, als mal wirkliche Fakten zu berichten, und, vor allem, zu berichten, wie man sich am besten schützt, nämlich nicht durch System-Updates, oder Antiviren-Software, sondern, mal wieder, durch die vielzitierte Brain.exe. Damit verkauft man mehr Zeitungen, und man kann auch seinem Macht-Fimmel mal wieder richtig freien Lauf lassen.

      Mal abgesehen davon wäre es relativ sinnfrei ein System zu attackieren, was mittlerweile bei unter 8 % Verbreitungsgrad bei Heimrechner-Nutzern angelangt ist (Windows XP). Da ist ein System mit fast 50% doch wesentlich attraktiver (Windows 7).

      Übrigens sollten meiner Meinung nach die Täter auf die einzig vernünftige Weise bestraft werden. Und zwar auf die Zahlung der Ausfallsumme, die den Unternehmen, und Privatleuten entsteht. Und da das sicherlich in die zig Millionen geht, ist die Gefängnisstrafe dann entsprechend zu verhängen. Mal abgesehen von den Vergehen, die nun mal bei Cyberkriminalität dazu kommen, wie räuberische Erpressung etc. D.h. also, dass die Verantwortlichen doch mit einer ziemlich langen Gefängnisstrafe rechnen sollten. Da allerdings solche Verbrechen ziemlich schwer nachzuverfolgen sind, vor allem in einer Gesellschaft, die sich mehr und mehr gegen die Nachverfolgung sträubt, und sich selbst auf der Toilette beobachtet fühlt , sehe ich da ehrlich gesagt immer weniger Spielraum für die Strafverfolgung.
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