• Windows 10: Microsofts Device Guard könnte den PC unverwundbar machen

    Bisher gehört es eher zum Wunschdenken, einen absolut sicheren Computer sein Eigen zu nennen, auch wenn es da draußen eine unzählige Anzahl an Anbietern von Firewalls und Antiviren-Programmen gibt. Wirklich sicher ist keines davon. Microsoft plant allerdings im kommenden Windows 10 ein Feature namens "Device Guard" zu integrieren, das zumindest im Enterprise-Bereich erhebliche Sicherheitsvorteile gewähren soll, die letztendlich dafür Sorge tragen, dass nur noch vertrauenswürdige Anwendungen mit der digitalen Signatur des Herstellers oder des Windows Stores gestattet sein werden, was die Anfälligkeit gegenüber Viren, Trojanern und anderen Schädlingen nahezu auf Null reduzieren dürfte



    https://www.win-10-forum.de/artikel-attachments/1079-win10-security.jpg


    Wer träumt nicht von einem Computer, der sich als absolut sicher gegenüber Viren, Trojanern und anderen Schädlingen erweist. Diesen Traum könnte man derzeit nur erreichen, wenn man einen Computer permanent vom Internet getrennt hat und diesem keine Möglichkeit gibt, auch nur irgendein Medium in Form eines USB-Sticks oder DVD einzulesen. Da so ein PC allerdings nicht wirklich alltagstauglich erscheint, und selbst die besten und aktuellsten Firewalls, Virenscanner und ähnliche Sicherheitsprogramme wie Applocker oder Smart Screen Filter irgendwo an ihre Grenzen stoßen, wird der Traum eines sicheren PCs wohl immer einer bleiben.


    Andererseits ist ja auch bekannt, dass Microsoft mit seinem für Sommer angekündigten Windows 10 ein vollkommen neues Betriebssystem schaffen möchte. Dazu sollen nicht nur die Sprachassistentin "Cortana" sowie das Browser-Projekt "Spartan" gehören, sondern auch hinsichtlich der Security völlig neue Wege gegangen werden, da Windows 10 nicht nur die Consumer, sondern auch die Business-Anwender ansprechen soll. In einem ausführlichen Blogbeitrag beschreibt Microsoft jetzt das Vorhaben, Windows 10 mit neuen, sicherheitsrelevanten Funktionen auszustatten, wozu in erster Linie der Device Guard gehören soll.


    Wie der Name "Device Guard" schon andeutet, handelt es sich hier um einem Schutz für (in Unternehmen eingesetzte) Hardware. Dabei können die Enterprise-User eine Malware-Sicherheitswall um den entsprechenden Rechner einrichten, der auch einen Schutz vor so genannten "Advance Persistent Threats" (APTs) bieten soll. Ein mit Device Guard eingerichtetes Betriebssystem schätzt zudem ab, ob ein Programm oder eine App durch digitale Signaturen als "vertrauenswürdig" eingestuft wird und den Nutzer dementsprechend darüber in Kenntnis setzt. Über eine Virtualisierung oder die Hardware an sich wird dieser Entscheidungsprozess vom restlichen Betriebssystem abgekoppelt, was auch dann noch einen Schutz bieten soll, falls sich der Angreifer systemweite Zugriffsrechte genehmigen sollte.


    Device Guard definiert eine Anwendung aber erst dann als Sicher, wenn eine digitale Signatur des jeweiligen Entwicklers oder auch eine aus dem Windows Store vorliegt. Zudem soll es aber auch den Administratoren möglich sein, eigene Firmeninterne Anwendungen als sicher zu definieren. Alle andere Apps, auch mobile Apps oder Programme, werden dann auf diesem System nicht ausführbar sein.



    Weiterhin soll Windows 10 auch mit "Windows Hello", einem neuen Login-Tool sowie mit "Microsoft Passport" ausgestattet werden, wovon sowohl Business- aber auch Privatanwender profitieren können. Beide Features bieten im Zusammenspiel eine System-weite biometrische "Zwei-Wege-)Authentifizierung, was beispielsweise das häufige Wechseln von Passwörtern überflüssig machen dürfte.

    Neben der regulären Passworteingabe werden zur Anmeldung auf entsprechend ausgestatteten Computer noch biometrische Features wie der Fingerabdruck sowie Gesichtserkennung benötigt. Fingerabdruckscanner sind im Notebook-Bereich bereits bekannt, doch für die Gesichtserkennung wird die Unterstützung einer RealSense-Kamera benötigt, welche aktuell die wenigsten marktreifen Geräte aufweisen können. Dadurch liegen die kommenden Entwicklungsarbeiten nicht mehr alleine bei Microsoft sondern auch bei den Hardwareherstellern, wodurch Windows 10, sollte man dieses mit allen Features nutzen wollen, doch noch neue Hardware voraussetzt.

    Dieser Artikel war interessant bzw. lesenswert? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung wie z.B. die Nutzung unseres -Partner-Links oder unseres -Partner-Links . Du hilfst uns damit, weiterhin auf nervige Layer- sowie Popunder-Werbung zu verzichten und auch allgemein immer mehr Werbebanner abzubauen. Vielen Dank.
    Gefällt dir der Artikel

    Windows 10: Microsofts Device Guard könnte den PC unverwundbar machen

    ?

    Meinung des Autors
    So langsam kommt man sich vor wie bei James Bond oder Mission Impossible. Die Computer der kommenden Generation akzeptieren dann bei Bedarf nicht mehr nur das Passwort, sondern prüfen im Vorfeld durch Fingerabdrücke und Gesichtserkennung, ob man die Berechtigung hat, diesen auch nutzen zu dürfen. Falls man also an einem Sonntag Morgen seine Mails checken möchte, sollte man vorher im Bad vorbeigesehen haben und sich die Schlaffalten aus dem Gesicht gestrichen haben, da der PC ansonsten den Zugriff verwährt. Andererseits lässt sich ein System mittels Device Guard vollständig verrammeln, so dass keinerlei Fremd-Software ohne ausdrückliche Erlaubnis genutzt werden darf.Jetzt kommentieren!
    Hinweise & Tipps:

    1. Lade dir unsere Windows-10-App herunter, um bei einem neuen Artikel eine Push-Benachrichtung auf deinem Smartphone / Tablet / Desktop-PC zu erhalten
    2. Trage dich in unseren Newsletter ein, um bei einem neuen Artikel per E-Mail informiert zu werden
    3. Oder folge uns auf Facebook, Google oder Twitter um keinen News- oder Tipp-Artikel mehr zu verpassen
    4. Besuche unseren Artikel Windows 10 Fragen und Antworten für Neueinsteiger
    5. Sofern du eine bestimmte Frage zu Windows 10 hast, stelle sie einfach direkt hier
    « Windows 10 Technical Preview for Phones bereinigt mit Build 10052 etliche FehlerWindows 10 Preview Build 10061 wird bereits an Fast-Ring-Tester ausgerollt »
    Ähnliche News zum Artikel

    Windows 10: Microsofts Device Guard könnte den PC unverwundbar machen

    Huawei MateBook D mit Windows 10 in verschiedenen Konfigurationen angekündigt
    Microsoft hat mit seinen Surface Geräten aller Art gut vorgelegt, und Huawei will nun zeigen, dass man dort nicht nur Smartphones aller Art... mehr
    Windows 10 Creators Update bekommt kumulatives Update KB4020102 auf Version 15063.332
    Microsoft hat bereits gestern damit begonnen ein Update für das Windows 10 Creators Update auszurollen. Der Build KB4020102 ist sowohl für... mehr
    Windows 10 - Kompatibilitätsupdate KB3150513 für Version 1607 aktualisiert
    Gestern hat Microsoft zwar keine kumulativen Updates für die Windows-Versionen 1607 und 1703 verteilt, dafür aber die dynamischen Updates... mehr
    Virenschutz-Programme für Windows 10 im Test: zweimal volle Punktzahl, Microsoft steigert sich
    Kaum ein Computer-Thema wird so heftig diskutiert, wie die Nutzung von Antiviren-Software. Nicht wenige Nutzer sind der Meinung, dass die... mehr
    Huawei MateBook E und Huawei MateBook X mit Windows 10 offiziell vorgestellt
    Mit seinen Surface Produkten hat Microsoft nicht nur sehr gute Technik präsentiert, sondern diese auch sehr elegant verpackt. So manche... mehr

    Windows 10: Microsofts Device Guard könnte den PC unverwundbar machen

    – deine Meinung ?
    Kommentare
    1. Avatar von oldgebbi
      oldgebbi -
      Es wird alles komplizierter und teuerer, aber nutzen wird es wenig. Die neuen Hintertüren sind vielleicht
      schon bekannt ehe das System an Netz geht. Und ein große Gruppe von Hackern ruft dann zur Jagt.
      Und früher oder später sind wir da wo wir jetzt sind , nur auf einen höheren Level.

      Mfg. oldgebbi
    Kommentar schreiben (auch als Gast möglich)

    z.B. "Gast" oder "Mike"