Originalansicht: Windows 10 VR: Microsoft gibt minimale Systemanforderungen für Mixed Reality offiziell bekannt

Mit Microsofts angekündigtem Creators Update soll Windows 10 nicht nur dreidimensional werden, sondern zugleich auch die Nutzung sogenannter Datenbrillen für Virtual und Mixed Reality ermöglicht werden. Wird für die aktuellen VR-Brillen wie Oculus Rift oder HTC Vive noch eine entsprechende High-End-Hardware vorausgesetzt, sollen die künftigen VR-Brillen für Mixed Reality nicht nur günstiger, sondern selbst auf leistungsschwächeren Ultrabooks zum Laufen gebracht werden können. Wie die minimalen Systemanforderungen für Windows 10 VR aussehen sollen, hat Microsoft jetzt offiziell bekanntgegeben


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Bereits vor einigen Wochen hatte Microsoft schon verkündet, dass Virtual Reality nicht nur geringerer Hardwareanforderungen an die neue Technologie als die bisherigen VR-Brillen aus dem Hause Oculus oder HTC stellen, sondern die kommenden Headsets, die von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo in Lizenz gefertigt werden, mit einem Verkaufspreis ab rund 300 US-Dollar auch noch günstiger ausfallen wird.

Anders als bei den bisherigen VR-Brillen wird man mit den kommenden Mixed-Reality-Brillen nicht gänzlich in die künstlichen Welten abtauchen können. Wie bei der Hololens wird der Nutzer durch halbtransparente Gläser die wirkliche Umgebung mit den künstlichen Animationen verschmelzen lassen können.

Wie die Kollegen von theverge bezugnehmend auf einen Windows-Blog jetzt herausgefunden haben, sind die bisherigen minimalen Systemanforderungen nachträglich nochmals genauer definiert worden:


  • mobile Intel Core i5 CPU mit zwei Kernen und Hyperthreading wie z.B. der Core i5-7200U oder besser
  • DirectX12-kompatible Grafikkarte - mindestens aber eine Intel HD Grafik HD620 (GT2) oder Äquivalent
  • mindestens 8 GB Dual-Channel-RAM
  • HDMI 1.4 mit 2.880 x 1.440 Pixel bei 60 Hz (alternativ HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.3+ mit 2.880 x 1.440 Pixel bei 90 Hz)
  • SSD mit mindestens 100 GB freien Speicher - eine schnelle Festplatte geht aber auch
  • USB 3.0 Typ A oder USB-C 3.1 (mit DisplayPort Unterstützung)
  • Bluetooth 4.0 oder neuer für optionales Zubehör


Wie man sehen kann, liegen die minimalen Systemanforderungen auf einem Niveau, bei welchem die VR-Brillen Oculus Rift oder HTC Vive schlichtweg ihren Dienst verweigern würden. So können auch mobile PCs wie Notebooks oder Ultrabooks entsprechend von den Mixed-Reality-Features des Creators Update profitieren. Allerdings sei auch gesagt, dass es sich hierbei um die minimalen Systemanforderungen handelt. Es wird also mit Sicherheit auch Anwendungen geben, die schnellere oder modernere Hardware voraussetzen wird.

Meinung des Autors: Aktuell ist Microsofts Hololens sehr teuer, insofern man sie überhaupt zu kaufen bekommt. Möchte man stattdessen die VR-Headsets wie die Rift oder die Vive nutzen, setzt das nicht nur den recht hohen Anschaffungspreis dieser voraus, sondern benötigt zusätzlich noch potente Hardware, die aktuell nur die wenigsten Desktop-Rechner und noch weniger Notebooks/Ultrabooks liefern können. Wie gut Microsofts Konzept mit der Mixed Reality aufgehen wird, muss sich allerdings auch noch zeigen lassen. Ich bin gespannt.