Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

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  1. #1
    Avatar von maniacu22
    Version
    Windows 10 Pro 64 Bit - Build 1607 (14393.321)
    System
    Intel Core i5-3570K, 32 GB RAM, 500 GB Crucial MX200, XFX Radeon Fury X

    Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

    Originalansicht: Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

    Wie jeder Windows-10-Nutzer weiß, kommen in relativ geringen Abständen immer wieder neue Updates, die im Normalfall automatisch heruntergeladen werden, wodurch unter Umständen die gesamte Internet-Bandbreite genutzt wird, was das Arbeiten mit Programmen, die einen Internet-Zugang benötigen sehr erschweren wenn nicht sogar für den Zeitraum unmöglich machen kann. Etwas versteckt gibt es unter Windows 10 allerdings Funktionen, mit denen sich die Download-Rate von Windows-Updates individuell eingrenzen lässt. Wie das funktioniert und wo ihr diese Funktion findet, erfahrt ihr in diesem Praxis-Tipp


    Win 10 über USB booten und installieren-windows-10-redstone-thumb.jpg


    Obwohl Nutzer der Windows 10 Pro-, Edukation- und Enterprise-Version ihre Updates um bis zu 4 Monate zurückstellen können, müssen diese dann doch irgendwann heruntergeladen werden. Beim Download von Windows-10- und App-Updates wird allerdings von Werk aus immer die maximale Internet-Bandbreite genutzt, was dazu führen kann, dass PCs oder auch anderen im privaten Netzwerk angeschlossene Geräte hinsichtlich der Anwendungen, die einen Internet-Zugang benötigen, derart langsam werden, dass ein Arbeiten nahezu unmöglich wird, abhängig von der Internet-Bandbreite des Providers natürlich.

    Im Falle eines Update-Downloads kann sich der Nutzer des Rechners oder auch eines Rechners im gleichen Netzwerk dann schon fragen, ob Windows 10 wirklich so langsam ist, wobei sich dieses Verhalten hauptsächlich auf Programme und Anwendungen beschränkt, die einen Internetzugriff benötigen. In den meisten Fällen wirkt sich das eben auf das normale Surfen, Webradio oder auch YouTube aus.

    Um neue Updates einzuspielen, greift Windows 10 auf die folgenden beiden Dienste zurück:

    • Windows Update Delivery Optimization (WUDO) - im Deutschen wird es auch als Übermittlungsoptimierung (DoSv) bezeichnet
    • Background Intelligent Transfer Service (BITS)



    Der Dienst WUDO ist dabei derjenige, der für die Lahmlegung der gesamten Internet-Bandbreite verantwortlich sein kann. WUDO ist ein Dienst, welcher unter Windows 10 auch für Peer-to-Peer-Updates genutzt wird, wodurch Updates nicht mehr nur über den Microsoft-Server, sondern auch durch Upload von anderen Windows 10-Rechnern im Internet zur Verfügung gestellt werden. So kann auch euer Rechner neue Windows-10-Updates anderen Windows-10-Rechnern, die das Update gerade erst erhalten, zum Download anbieten, was ebenfalls die Internet-Bandbreite negativ beeinträchtigen kann. Wie sich die Uploads von Windows-10-Updates beeinflussen oder auch deaktivieren lassen, erfahrt ihr in einem gesonderten Ratgeber.

    Doch nun zurück zur Begrenzung der Download-Bandbreite für Windows-10-Updates, wozu WUDO erst deaktiviert werden muss, damit im Nachgang über BITS die Bandbreite individuell angepasst werden kann.


    Hinweis: Diese Anleitung funktioniert erst ab Windows 10 Professional. Wer unter Windows 10 Home die Internetbandbreite drosseln möchte, für den sind Drittanbieterprogramme wie NetBalancer zu empfehlen, die in der Vollversion allerdings nicht kostenlos bezogen werden können.


    Deaktivierung des WUDO-Dienstes


    1. öffnet als erstes den Ausführen-Dialog mittels der Tastenkombination "Windows + R"
    2. gebt hier den Befehl gpedit.msc ein und bestätigt dies mit Enter um im Editor für lokale Gruppenrichtlinien zu landen
    3. hier navigiert ihr auf der linken Seite zu Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows-Komponenten -> Übermittlungsoptimierung
    4. öffnet nun auf der rechten Seite die Gruppenrichtlinie Downloadmodus via Rechtsklick und bearbeiten
    5. im neuen Fenster Aktiviert ihr den Downloadmodus und wählt im Drop-Down-Menü unter Optionen den Eintrag "Umgehen" an
    6. klickt noch auf OK oder Übernehmen



    Win 10 über USB booten und installieren-windows-10-update-bandbreite-00.jpg


    WUDO ist jetzt deaktiviert, doch lasst den Editor für lokale Gruppenrichtlinien geöffnet.


    Bandbreite über BITS individuell anpassen


    1. im Editor für lokale Gruppenrichtlinien navigiert ihr jetzt zu Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Netzwerk -> Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst
    2. öffnet hier auf der rechten Seite die Gruppenrichtlinie "Maximale Netzwerkbandbreite für BITSÜbertragungen im Hintergrund begrenzen" mittels Rechtsklick und bearbeiten
    3. setzt dieser ebenfalls auf Aktiviert wodurch ihr nun die Übertragungsgeschwindigkeit individuell anpassen könnt
    4. entweder könnt ihr die maximale Download-Rate auf einen bestimmten Zeitraum setzen oder diese allgemein einrichten
    5. als Empfehlung sollte eine maximale Download-Rate zwischen 25 und 50 Prozent des bestehenden Internet-Anschlusses eingetragen werden, so dass wie in unserem Beispiel bei einer 32 MBit-Leitung zwischen 8.000 und 16.000 Kbit/s eingetragen werden sollte
    6. klickt anschließend wieder auf OK oder Übernehmen und schließt den Editor für Gruppenrichtlinien wieder



    Win 10 über USB booten und installieren-windows-10-update-bandbreite-01.jpg

    Meinung des Autors: Beim Update auf die Anniversary-Edition hat selbst mein Internet-Radio "gestottert", da mehrere Gigabyte an Daten innerhalb von wenigen Minuten heruntergeladen worden sind. Ein Arbeiten in dieser Zeit war unmöglich. Hätte ich diese hier beschriebene Einstellung eher gekannt, wäre vieles einfacher gewesen.

  2. #2

    Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

    durch diesen Beitrag scheint ein seit einigen Tagen aufgetretenes Phänomen geklärt zu sein;
    in letzter Zeit kam es beim Arbeiten im Web immer wieder zur Fehlermeldung "Sie Ihre aktuelle Bandbreitenzuweisung überschritten haben, versuchen Sie es später noch einmal."
    Ich werde die Anleitung befolgen und auf ein gutes Ergebnis hoffen

  3. #3

    Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

    Beim Starten des GPEdit kriege ich zweimal folgende Fehler angezeigt:
    Name:  GPEdit_Fehler1.jpg
Hits: 64
Größe:  29.5 KB
    Name:  GPEdit_Fehler2.jpg
Hits: 67
Größe:  36.2 KB
    Die Eintragungen lassen sich aber problemlos machen. Dann warte ich mal das nächste Update und seine Geschwindigkeit ab.

    Gruß
    HP

  4. #4
    Avatar von Curly
    Version
    Win 10 home x64 auf Lap, pro x64 auf PC
    System
    Intel core I7 5500, 8GB Ram, AMD Radeon R5 M240
    Ist ja Klasse, die Downloadgrenze herunterzusetzen, vor allen Dingen, wenn man von 32 Mbit ausgehen kann ...
    Ich habe gerade mal 2Mbit max, und der Download des letzten Updates (12.10.16) dauert bereits 10 Stunden - in den letzten 2 Stunden wurden gerade mal 1,5 MB heruntergeladen! Das dauert dann ja wohl die ganze Nacht und den Rest der Woche.
    Wie kann man denn die Downloadrate mal anständig heraufsetzen, vor allen Dingen, wenn man den PC zu nichts anderem an hat außer dem Update?
    Und dann gibt es ja dann noch angeblich die Funktion "Updates im Netzwerk für andere PCs bereitstellen" - warum lädt Pro tierisch langsam (s.o.) die Updates herunter, wenn im Netzwerk Home die schon längst installiert hat? Reden die nicht miteinander, oder muß man die dazu zwingen (und wie)?
    Obwohl man Home nicht über Gruppenrichtlinien "tunen" kann, und der/die/das auch nur über WLAN angeschlossen ist, ging das Update vergleichsweise doch s e h r (!) zügig ...
    Vielleicht gibt es da ja einen Tipp!
    Gruß, Curly

  5. #5

    Windows 10: so lässt sich die Download-Rate der Updates eingrenzen

    Achja, die Einstellungen bewirken bei mir nichts. Auf meiner 7070kBit/s DSL-Leitung laufen die Downloads mit bis zu 6,3MBit/s (laut Task-Manager), obwohl ich 3000kBit/s als Grenze eingestellt hatte. Ich halte das also bis zum Beweis des Gegenteils für Schlangenöl.

    Gruß
    HP


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