• HDMI 2.1: Das sind die Vorteile des neuen Übertragungsstandards

    Auf der CES 2017 wurden die Spezifikationen für den neuen HDMI 2.1-Standard verkündet. Was sind die Verbesserungen und Neuerungen im Vergleich zu HDMI 2.0 und was sollte vor dem Kauf beachtet werden? Alle wichtigen Infos erfahrt ihr in diesem kurzen Ratgeber.



    HDMI 2.0 ist noch gar nicht so alt - das Highlight des 2014 vorgestellten Standards war die Unterstützung der sehr hohen 4K-Bildauflösung. Nun, drei Jahre danach kommt mit dem Nachfolger HDMI 2.1 ein neuer Verbindungsstandard für Fernsehgeräte auf den Markt. Die neuen Spezifikationen sollen eine noch höhere Bandbreite der Datenübertragung mit sich bringen und somit eine schnellere Bildwiederholfrequenz bei hohen Auflösungen ermöglichen.


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    HDMI 2.1: Neuerungen und Vorteile im Überblick


    • Eine gesteigerte Bandbreite mit bis zu 48 GBit/s ermöglicht hohe Auflösungen und schnellere Bildwiederholfrequenzen. Möglich sind: 4K (120Hz), 8K (60 Hz) und 10K (60 Hz).
    • HDMI 2.1 unterstützt dynamische HDR-Metadaten. Die neue „High Dynamic Range“-Technik sorgt für bessere Schwarz-Weiß-Kontraste im Bild. Unterschiede in der Helligkeit können nun noch kontrastreicher wiedergegeben werden, da die Metadaten nicht nur statisch überliefert werden, sondern auch dynamisch.
    • Darüber hinaus bietet Dynamic HDR im Vergleich zu Static HDR für jedes einzelne Bild (Frame) mehr angepasste HDR-Informationen und unterstützt so bis zu 16 Bit pro Farbkanal. Das bedeutet, dass individuelle Bildszenen mit dafür idealen Werten wie Tiefe, Detail, Bildhelligkeit und Kontrast von den Filmproduzenten festgelegt werden können.
    • Auch versteht HDMI 2.1 dank eARC objektbasiertes Audio und bietet erweiterte Steuerungsmöglichkeiten für das Audiosignal. Zudem sollen Geräte automatisch erkannt werden.
    • Der sogenannte VRR-Spielmodus (Variable Refresh Rate) könnte für Gamer besonders interessant sein. Die variable Bildwiederholrate soll störende Lags oder auch Tearing, ein unerwünschter Effekt bei der Bildanzeige verhindern.
    • Die im Vorfeld befürchtete Verschärfung des HDCP-Kopierschutzes scheint nicht Einzug in HDMI 2.1 zu halten.


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    Brauche ich für HDMI 2.1 neue Kabel und einen neuen Fernseher?


    Da HDMI 2.1 eine höhere Bandbreite ermöglicht, werden für die Übertragung des Bildsignals neue Kabel benötigt. Geräte mit einem HDMI 2.0 Anschluss können aber weiterhin mit den neuen HDMI-Kabeln benutzt werden, da diese abwärtskompatibel sind. Außerdem können sie gleichzeitig als Ethernet-Kabel genutzt werden.


    Etwas teurer als die Anschaffung der neuen Kabel wird wohl die der Geräte. Um in den Genuss von HDMI 2.1 zu kommen, benötigt man nämlich in den meisten Fällen ein neues TV-Gerät. Wer sich also einen aktuellen Fernseher gekauft hat (oder im vergangenen Jahr gekauft hat), hat vermutlich noch ein Gerät mit einem HDMI 2.0 Anschluss. Eine Aufrüstung von HDMI 2.0 auf HDMI 2.1 per Software-Update ist wahrscheinlich nicht möglich - also müssten Geräte wie Fernseher und auch HDMI-Zuspieler wie Blu-Ray-Player oder AV-Receiver ausgetauscht werden.


    Wann kommt HDMI 2.1 auf den Markt?


    HDMI 2.1 soll voraussichtlich im 2. Quartal 2017 kommen. Allerdings werden entsprechende Geräte, die den neuen Standard unterstützen noch einige Zeit auf sich warten lassen. 4K-Fernsehgeräte mit einem HDMI 2.0-Anschluss können daher noch mit ruhigen Gewissen gekauft werden.


    (Bildquelle: picclick.de, HDMI Forum)
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    Kommentare
    1. Avatar von Mediamann
      Mediamann -
      Mich verwirrt aber die Aussage: 8K bis 60 Hz und 10K bis 120 Hz ! Ist es nicht umgekehrt ?
    1. Avatar von Recon
      Recon -
      Zitat Zitat von Mediamann Beitrag anzeigen
      Mich verwirrt aber die Aussage: 8K bis 60 Hz und 10K bis 120 Hz ! Ist es nicht umgekehrt ?
      Ja, das war etwas verwirrend. Laut der Quelle: http://www.hdmi.org/manufacturer/hdmi_2_1/index.aspx sollen sogar bei 10K 120 Hz möglich sein. Zumindest sollen 8K und 10K bei jeweils 60Hz ausgegeben werden können. Falls sich da die offiziellen Aussagen noch etwas festigen, korrigiere ich es ggf. noch mal.
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