• Microsofts zukünftige Update-Verteilung soll Patchday überflüssig machen

    Hinsichtlich der Update-Politik bei Microsofts Betriebssystemen hat das Unternehmen aus Redmond in den letzten Jahren viel lernen können. Während die Updates Anfang noch in umfangreichen Service-Packs ausgerollt wurden, werden diese jetzt in einem allmonatlichen Patchday ausgerollt, bei welchem wichtige Sicherheitslücken geschlossen und Verbesserungen implementiert werden. Zukünftig sollen neue Patches und Features vom Nutzer kontinuierlich gewählt werden können, ähnlich wie es derzeit die Windows-10-Tester mit Fast-Ring und Slow-Ring bereits kennen



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    In der heutigen Zeit, in welcher neue Virenmeldungen schon im Minutentakt auftauchen, reicht es nicht mehr, auf ein Service Pack im Jahresrhythmus oder den Patchday im Monatsrhythmus zurückzugreifen. Das neue Windows 10, welches sich als "Windows as a Service" versteht, soll kontinuierlich Update-Packs zur Verfügung stellen können, ähnlich wie es derzeit die Windows-10-Preview-Tester mit den Fast Ring- respektive Slow-Ring-Updateverhalten bereits kennen. Das bedeutet aber auch, dass vieles Features der kontinuierlichen Updates nicht im ausreichenden Maße getestet werden können, woraufhin diese Aufgabe auf freiwillige Nutzer übertragen wird.


    Da Firmenchef Satya Nadella im kommenden Windows 10 nicht nur ein neues Windows, sondern eine ganz neue Generation von Windows sieht, soll sich auch die Update-Verteilung einer Revolution unterziehen. Microsoft hat unter dem Namen "Windows Updates for Business" angekündigt, dass sich die zukünftigen Betriebssystem-Aktualisierungen ebenfalls an das 21. Jahrhundert anzupassen haben, was die Redmonder zukünftig mit sogenannten Verteilungsringen (Distribution Rings) umsetzen wollen - wie man es bereits von der Windows-10-Preview kennt.


    Auf diese Weise kann der Windows-Nutzer wählen, wann er seine Updates aufspielen mag, was gerade für Systemadministratoren ein heikles Thema darstellt, da durch einen Sicherheits- oder auch Features-Pack die Fortführung wichtiger Business-Prozesse gefährdet werden könnte. Durch die Wahl der Update-Termine können andererseits erst einzelne oder wenige Testsysteme auf Kompatibilität getestet werden, bevor das Update an sämtliche im Unternehmen befindlichen Rechner verteilt wird. Den Vorteil der neuen Updatepolitik sieht Microsoft darin, dass sich Systeme, die einem besondere hohem Risiko von äußeren Angriffen ausgesetzt sind, schneller schützen lassen können als bisher.


    Der Einspielzyklus von Updates soll sich auch anhand von Wartungsfenstern steuern lassen, was Systemadministratoren sicherlich sehr gelegen kommt. So sollen sich zum Beispiel Termine wie "nie am Freitag", "nie in der letzten Quartalswoche" oder auch "nur zwischen 22:00 und 04:00 Uhr" einrichten lassen. Nutzer, die mit einer relativ langsamen Internetleitung zu kämpfen haben, sollen über ein spezielles "Peer-to-Peer-Protokoll" einen erträglicheren Downloadprozess haben. Für Nutzer der kommenden Windows-Pro- sowie Windows-Enterprise-Version soll "Update for Business" kostenlos sein.


    Anwender einer privaten Windows-10-Version sollen aber ebenfalls in den Genuss kommen können, via der Verteilungsringe zwischen schnellen Updates oder höherer Stabilitär entscheiden zu dürfen. Ähnlich wie bei der Windows-10-Preview werden die Nutzer des "Fast Ring" zu Beta-Testern, während die "Slow Ring"-Nutzer zwar länger auf ein entsprechendes Update warten müssen, dafür aber nahezu sicher sein können, dass es fehlerfrei funktioniert.


    Wie die Kollegen von heise berichten, plant Microsoft aber auch, für bestimmte kritische Infrastrukturen vorerst beim Patchday zu bleiben, welcher weiterhin für gewöhnlich am zweiten Dienstag im Monat seine Daseinsberechtigung behält.

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    Meinung des Autors
    Ein Update-Zyklus, der wie bei den Preview-Testern in Distribution-Rings wählbar ist, warum nicht? Ich finde es super von Microsoft, dass sie dem Nutzer da wirklich freie Hand lassen, auch wenn es bisher mehr oder weniger auch schon so gewesen ist - wer keine Updates wollte, hat diese einfach deaktiviert.Jetzt kommentieren!
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